Dass Lieder keine Grenzen kennen, bewiesen die beiden Chöre beim gemeinsamen Vortrag zweier Stücke. Bild Verana Blattmann
Dass Lieder keine Grenzen kennen, bewiesen die beiden Chöre beim gemeinsamen Vortrag zweier Stücke. Bild Verana Blattmann

Musik

Mit Benefiz-Konzert der Superlative Projekt unterstützt

Musik vom Feinsten geniessen und dabei gleichzeitig ein Projekt unterstützen, diese Möglichkeit stiess auf ein grosses Echo. In der voll besetzten Pfarrkirche in Buttikon konzertierten am Mittwochabend das Engel-Chörli aus Appenzell und der Kammerchor Pokroff aus Moskau.

«Wider das Vergessen – diesen Titel würde ich dem heutigen Konzert am liebsten verleihen», erklärte Pastoralassistent Rolf Dittli, beeindruckt vom vorgängigen Film «Goodbye Tibet». Vergessen zu werden sei das Schlimmste und auf diese Strategie setze die Grossmacht China im Fall des leidgeprüften Landes Tibet, findet Dittli, der mit besinnlichen Worten durch das Konzert führte. Mit diesem Konzert, dem auch Tsering Chagotsang, die Präsidentin des Vereins Tibetfreunde beiwohnte, werden tibetische Flüchtlingskinder, die im SOS-Kinderdorf in Dharamsala in Indien eine neue Heimat finden, unterstützt. Jede Minute seien weltweit acht Menschen dazu gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, erklärte Sepp Bruhin, Organisator dieses Benefizkonzerts, der sich damit auch eine differenziertere Betrachtung der Flüchtlingsproblematik erhofft. Feierlich eröffneten die acht Sänger des Engel-Chörlis unter der Leitung von Emil Keller das Konzert mit einem «Ruggusseli». Mit Adventsund Weihnachtsliedern vom hellen, leuchtenden Stern oder dem Lied «En Engel» boten die Sänger einen musikalischen Leckerbissen nach dem anderen und vermittelten Freude, Harmonie, Licht, Hoffnung und Dankbarkeit.

Lieder kennen keine Grenzen

Seelenvoll, stimmgewaltig und Freude und Melancholie gleichermassen ausdrückend, zeigte der Kammerchor Protkoff eine ganz andere Facette volkstümlicher Musik. Unter der Leitung von Andrej Gorjatschew führte der Chor durch die reiche Auswahl an russischen Advents-, Weihnachts- und Volksliedern. Das gefühlvolle, melancholische Wiegenlied «Schlafe, Jesuskind » oder «Himmel und Erde», das das grosse Ereignis der Geburt Jesu mit Jubel und Hoffnung ankündigt, stiessen, wie alle Lieder, auf grosse Begeisterung. Als Höhepunkt sangen die beiden mit stehenden Ovationen bedachten Chöre zusammen Völker verbindend ein «Ruggusseli» und erzählten in einem Lied die bekannte Geschichte vom Räuber, der zum Mönch wurde.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

14.12.2012

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schwyzkultur.ch/u2uyuG