Die farbenprächtigen Szenen aus «Orpheus in der Unterwelt» am Theater Arth haben beeindruckt. Bild: Christian Ballat
Die farbenprächtigen Szenen aus «Orpheus in der Unterwelt» am Theater Arth haben beeindruckt. Bild: Christian Ballat

Bühne

Musik

Das Wagnis hat sich gelohnt

Die Theatergesellschaft Arth zieht trotz Verlust eine positive Bilanz.

Die Generalversammlung der Theatergesellschaft befasste sich noch einmal mit «Orpheus in der Unterwelt». Nie zuvor war diese Operette in der langen Geschichte der Arther Theaterbühne gespielt worden. «Es war ein Wagnis, ein Stück zu zeigen, das wenig bekannt ist, mit dem Ziel, neues Publikum anzuziehen, ohne das Stammpublikum zu verärgern», hielt Präsident Sandro Forni in seinem Jahresbericht fest. Die Inszenierung war denn auch neu, anders und farbiger. Die Reaktionen des Publikums gaben den Verantwortlichen recht: «Ganz anders, aber sehr schön, lebendig», war der Tenor vielfach. Das Theater Arth will nicht einfach nur ein Unterhaltungsunternehmen sein, sondern auch gut ausgebildeten jungen Musikerinnen und Musikern sowie Sängerinnen und Sängern der Region eine Chance geben, sich auf einer grossen Bühne zu präsentieren. Erstmals seit langer Zeit konnten sogar zwei professionelle Sänger aus der Region als Solisten verpflichtet werden.


Mehrwertsteuer und Tantiemen


«Die tieferen Erwartungen an die Besucherzahlen konnten nach anfänglicher Zurückhaltung dank der Mund-zu-Mund-Propaganda doch noch erreicht werden», bestätigt Forni. Vor allem kamen aber spürbar mehr Junge ins Theater und waren begeistert. – ein wichtiges Ziel für das Arther Theater. «Es war eine geniale Saison mit neuen Perspektiven.» Bei der Präsentation der Jahresrechnung musste Kassier Christian Annen ein Minus ausweisen. Trotzdem gab es deswegen keine hängenden Köpfe. Bereits an der letztjährigen Generalversammlung hatte er informiert, dass die neue Mehrwertsteuerpflicht der Theatergesellschaft sowie die Tantiemen für das Stück die Rechnung belasten würden. Dazu musste ein Rückgang von rund 1000 Besucherinnen und Besuchern hingenommen werden. «Wir haben dies so erwartet und aus der vorherigen Saison entsprechende Rückstellungen gemacht.» In der nächsten Saison, die Vorbereitungen und Proben sowie der Bühnenbau laufen bereits auf Hochtouren, steht wieder ein bekanntes Stück auf dem Programm. «Eine Nacht in Venedig» ist allseits bekannt, hält aber in der Arther Inszenierung wieder einige Überraschungen bereit.


Wechsel im Vorstand


Joe Schmidlin ist an der GV aus dem Vorstand zurückgetreten. Er war seit 1971 aktiv im Theater und seit 1989 Mitglied der TGA. Er hat in dieser Zeit verschiedene Aufgaben wie Vorverkauf, Abendkasse, Bühnenbau, Gebäude und Vorstand erledigt. Mit grossem Applaus und einem Geschenk wurde das grosse Engagement von Joe Schmidlin gewürdigt. Ebenfalls zurückgetreten ist Beatrice Huser-Winkler. Sie war im Orchester aktiv seit 1997. Seit 2011 war sie Mitglied in der TGA und im Vorstand. 2014 hat sie die Produktionsleitung übernommen und war drei Jahre Vizepräsidentin. Auch ihr grosses Engagement wurde mit Applaus und einem Geschenk verdankt. Als Nachfolger wurden Jürg Bläuer (Produktionsleitung) und Remo Schelbert (Bühnenbau) einstimmig gewählt.


Bote der Urschweiz / Christian Ballat

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne
  • Musik

Publiziert am

03.10.2019

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schwyzkultur.ch/GZrDvn