Das blaue Geflecht ist aus Gersauer Bambus gebaut. Bei der Realisation der Konstruktion des Werkes «DNA» hat Christa Schaffert (links) der Künstlerin und Kuratorin der Ausstellung, Ursula Altenbach, geholfen.
Das blaue Geflecht ist aus Gersauer Bambus gebaut. Bei der Realisation der Konstruktion des Werkes «DNA» hat Christa Schaffert (links) der Künstlerin und Kuratorin der Ausstellung, Ursula Altenbach, geholfen.
Erwin Nigg hat eine dynamische Installation geschaffen. Hier soll Kreatives entstehen. Die Bühne steht dem Publikum offen.
Erwin Nigg hat eine dynamische Installation geschaffen. Hier soll Kreatives entstehen. Die Bühne steht dem Publikum offen.
Anna Baggenstos, Künstlerin, die in Gersau aufgewachsen ist und in Bayern lebt, zeigt betende Hände. Bilder: Silvia Camenzind
Anna Baggenstos, Künstlerin, die in Gersau aufgewachsen ist und in Bayern lebt, zeigt betende Hände. Bilder: Silvia Camenzind
Regula Camenzind-Schumacher erklärt dem Publikum das Labyrinth, das in Teamarbeit entstanden ist.
Regula Camenzind-Schumacher erklärt dem Publikum das Labyrinth, das in Teamarbeit entstanden ist.

Kunst & Design

Der Park ist wieder ein Hingucker

An der Gersauer Openair-Ausstellung Kunst im Park wird Ideenreichtum präsentiert. Am Samstag fand die Vernissage statt.

«Die Kunstaustellung ist super geworden. Sie ist ein Hingucker und grosser Werbeträger für unser Dorf am See», sagte OK-Präsident Marzell Camenzind zur Eröffnung der Vernissage von Kunst im Park am Samstagnachmittag zum zahlreich erschienenen Publikum. Doch wer stellt nach der Zwangpause seit 2018 aus? Alle, die Lust haben, ihre Ideen umzusetzen – ob Kunstschaffende, handwerklich Geschickte oder Kreative mit Ideen. Die meisten der Mitwirkenden oder Teams, insgesamt rund 40 Personen, haben ihre Wurzeln in Gersau oder wohnen hier. Alle haben sich Gedanken zum Motto «Lebenszeichen» gemacht. Die Kleinsten wirkten am «Lebensbaum » mit. Er zeigt die kleinen Hände und Füsse der Gersauer Kinder, die anfangen, die Welt zu entdecken. Gleich daneben findet sich die «Strickkunst» des Alters- und Pflegeheims Rosenpark. Einige, die daran gestrickt haben, sind inzwischen verstorben. Umstrickt wurden Gegenstände, die ein Mensch durch sein Leben begleiten, vom Dreiradvelo bis zum Rollator. Das Einmalige und Schöne an der diesjährigen Ausstellung ist, dass vom Einjährigen über ganze Schulklassen bis zur 95-Jährigen mitwirken.

Umweltbewusste Kunstschaffende


Als Kuratorin der Freiluft-Ausstellung wirkte die Künstlerin Ursula Altenbach. Sie führte das Publikum am Samstag durch den Park von Werk zu Werk. Es zeigte sich: Viele Kunstschaffende sind umweltbewusst und nachhaltig und haben Material recycelt. Bei andern spielt die Pandemie mit, endlich wollen sie wieder Lebenszeichen setzen. Die Skulptur «DNA» von Ursula Altenbach steht dominant im Park. Wer hätte gedacht, dass das blaue gebogene Geflecht aus Gersauer Bambus entstanden ist? Gleich daneben animiert Erwin Nigg in seinem «Leben – Beleben – Erleben – Leben eben!» zum Aktivwerden. Vor der Lebenstafel hat Nigg eine Bühne gebaut, für spontane Auftritte von Chäszänne bis Strassenmusik. «Hier ist alles möglich», sagt Nigg. Es gibt noch vieles mehr zu entdecken im lauschigen Villa-Flora-Park. Die Ausstellung dauert bis zum 17. Oktober. Zwanzig Werke findet man, teilweise sind sie nachts beleuchtet. Übrigens: Man findet auch einen Clochard im Park. Umrahmt wurde die Ausstellung von der Band Loreta und den drei Poetry- Slammern Kilian Küttel, Valerio Moser und Lukas Becker. Nach der coronabedingten Ruhe genossen alle den Applaus – jene, die klatschten, und auch jene, die endlich wieder einmal auftreten durften.

Bote der Urschweiz / Silvia Camenzind

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

14.06.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/7kTfXH