Foto: Lukas Schumacher
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Bühne

Musik

«Dieses Jahr wären die lokalen Bands im Zentrum gestanden»

Mit dem Let’s Comedy heute Freitag und dem Let’s Fetz morgen Samstag fallen gleich zwei besondere Abende für die Einsiedler Bevölkerung ins Wasser. Lorenz Ochsner ist neu OKP der Grossveranstaltung.

Lukas Schumacher: Für einmal fliegen Ende April in der Reithalle Wikart keine Fetzen. Was bedeutet die Absage dieses Grossanlasses für den Kulturverein Fismo?


Lorenz Ochsner: Weil das gesamte Lets-Fetz-Wochenende samt Auf- und Abbauarbeiten besonders aus kameradschaftlicher Sicht stets ein Höhepunkt des Vereinsjahres war, ist es für den Kulturverein Fismo sehr schade, auf diesen beliebten Anlass zu verzichten.

Wann wurde der Entscheid zur Absage getroffen?


Bereits anlässlich einer OK-Sitzung Ende Februar haben wir die Thematik intern besprochen. Der definitive Entscheid fiel jedoch umgehend nach dem Beschluss des Bundesrates von Mitte März.

Was war bis zu diesem Zeitpunkt schon organisiert?


Grundsätzlich stand das komplette Programm des Anlasses. Da die Lage rund um den Virus laufend verfolgt wurde, entschloss man sich, Werbematerialien zwar vorzubereiten, aber mit der Herausgabe noch zuzuwarten. Wohl ein guter Entscheid … Ein Dank gebührt hier auch all unseren vielen und langjährigen Partnern, mit welchen wir auch diese spezielle Situation meistern können.

Mussten bereits finanzielle Aufwände getätigt werden?


Ja, es wurden auch für dieses Jahr schon Vorinvestitionen getätigt.

Sie sind seit diesem Jahr neu OKP des Anlasses …


Im Verein Let’s Fetz ist es in den letzten Jahren üblich geworden, dass bei einem Präsidentenwechsel erfahrene OK-Mitglieder das Amt übernehmen. Da ich seit einigen Jahren die Bands und Künstler organisiere und ich schlecht nein sagen kann, rutschte ich somit auf diesen Posten nach.

Worauf hätten Sie sich beim Let’s Fetz oder auch Let’s Comedy am meisten gefreut?


Auf einen Marathon handgemachter Musik, schönes Frühlingswetter, beste Stimmung und ein kühles lokales Bier! Ganz nach dem Motto «zurück zu den Wurzeln» wären in diesem Jahr die lokalen Bands im Zentrum gestanden.

Wird dasselbe Programm einfach im nächsten Jahr wiederholt?


Dies steht – wie so vieles im Moment – noch in den Sternen. Sicherlich bekommen die Bands, welche für dieses Jahr geplant gewesen wären, einen Vorrang für die nächste Austragung.

Was steht für das Fismo als nächstes auf dem Programm?


Nach einem ausgiebigen Lagerraum-Putz hoffen wir darauf, dass das Summer-Jam und das Einsiedler Musikfest wie geplant durchgeführt werden können.

Sie spielen selbst in der Band Jester Swill. Wie erleben Sie als Musiker die Coronakrise?


Leider müssen auch wir auf die wöchentlichen Proben verzichten und können keine Konzerte spielen. Jedoch bleibt jedem Musiker viel Zeit für das Üben zu Hause.

Worauf freuen Sie sich, wenn die Krise vorbei ist?


Auf eine gesellige Bandprobe.

Woran könnten Sie sich in dieser aussergewöhnlichen Zeit gewöhnen?


Daran, dass man sich in solchen Zeiten auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentriert und diese wieder schätzen lernt.

Einsiedler Anzeiger / Lukas Schumacher

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne
  • Musik

Publiziert am

24.04.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/nmEtKh