Brauchtum / Feste

Ein eisigkalter Auftakt zur Einsiedler Fasnacht 2026

Nach langem Warten startete am Dienstagabend die diesjährige Fasnacht. Zahlreiche grosse und kleine Fasnachtsbegeisterte verfolgten den Auftakt entlang der Strassen.

 Der 6. Januar ist bei vielen im Kalender dick angestrichen – mit Ausrufezeichen, wenn er auf einen Freitag oder Samstag fällt. Dann gibt es keine Ausrede, nicht im Dorf zu verweilen. In diesem Jahr fiel der Dreikönigstag jedoch auf einen Dienstag – gewissermassen ein «kleiner» Feiertag. Bereits am nächsten Tag hiess es für viele wieder pünktlich zur Arbeit oder für die Kinder erstmals im neuen Jahr zurück in die Schule.

 

Trichler trotzen der Kälte

Nichtsdestotrotz bereiteten sich die Trichlergruppen wie jedes Jahr gewissenhaft auf ihren Einsatz um 20 Uhr vor. So sicher wie der achte Glockenschlag der Klosterkirche stieg auch der Nervositätspegel der Beteiligten. Die doch recht frischen Temperaturen von bis zu minus fünf Grad kühlten die Gemüter aller-dings etwas ab. Nachdem die Kirchenglocke ihren Informationsauftrag – die Bekanntgabe der Uhrzeit – erfüllt hatte, wurde es laut in den Einsiedler Strassen. Den Auftakt machten die Trichler der Goldmäuder, die als erste die Hauptstrasse hinunterschritten. Es folgten die Trichlergruppe Edelwyss, die Bürgerwehr sowie die jubilierende Einheit. Den Abschluss dieses ersten Programmpunktes bildeten die Bezirksstrassenarbeiter – nicht die Originale, sondern eine gelungene Kopie der Hudi17. Sie gewährten bereits am ersten Abend einen Einblick ins Geschehen des letzten Jahres: Die Sandsteinsäule beim «Galgenchappeli» sei nicht gestohlen, sondern von ihnen demontiert worden.

 

Monstertricheln als Höhepunkt

Im weiteren Verlauf des Abends fielen die Temperaturen weiter. Entsprechend bewegten sich die Gruppen zügig von Haus zu Haus, um der Kälte zu entkommen. Die Zeit verging schnell, und der Höhepunkt des Abends rückte näher. Kurz nach Mitternacht umrundeten die Gruppen den Dorfplatz. Die Geisslechlepfer liessen ihre Peitschen knallen, als gäbe es kein Morgen. Zum Schluss wurde der Egger Remo Kälin von seinen «Mitchlepfern» getrennt und von den Bennauern sowie den Einheitstrichlern in die Mitte genommen – als Ehrerbietung für seinen dritten Sieg in Folge beim Schwyzer «Priis-Chlepfä». Danach kehrte im Klosterdorf wieder Ruhe ein.

 

Einsiedler Anzeiger / René Hensler

Autor

Einsiedler Anzeiger

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  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

09.01.2026

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