Bühne
Einfach wieder mal ein bisschen Held sein
Reto Zeller begeisterte am Samstagabend im Chupferturm mit Heldengeschichten
«Wer war Ihr Held in der Kindheit: Bernhard Russi oder Pippi Langstrumpf? Oder sind Sie selber schon ein Held? Was ist überhaupt ein Held?» Mit vielen Fragen begrüsste Petra Fässler vom Chupferturm-Team die Gäste. Das Programm «Held» des gebürtigen Schwyzers Reto Zeller lockte am Samstagabend über 100 Gäste in den Chupferturm, sodass sogar die Bar ins Foyer gezügelt werden musste. Der bekannte Liedermacher begeisterte mit seinem Programm und erzählte «seine» Heldengeschichten mit viel Feingefühl, Witz und Wortgewandtheit. Gemäss der nicht repräsentativen Umfrage im Publikum herrscht wohl auch bei den Helden Fachkräftemangel. Gemäss Zeller liegt das «Heldentum » wohl in seinen Genen. «Zwei Ahnen leisteten im Krieg, gemäss den Geschichten meiner Familie, an der Grenze Heldentaten. Als Kind war ich überzeugt, dass es ohne sie die Schweiz heute nicht mehr geben würde. Da war mir klar, irgendwann bin auch ich dran», erzählte Zeller und ergänzte: «Inzwischen weiss ich aber, dass der eine wohl Pferde schmuggelte.»
Heldensprünge und weitere Schmunzeleien
In Zellers Leben waren es vier spezielle Sprünge, die ihn zum Helden werden liessen. Der eine war in Rimini, als er einem Mädchen den Ball aus dem Meer holte und Wellen und Distanz bei jeder Erzählung höher und weiter wurden. Ein anderer auf dem Biketrail, als er sich für eine Weinbergschnecke vor eine Bikerin warf, die sich als Mathelehrerin des Sohnes, entpuppte, weil sie den «Schneckenweg» mit dem Kosinus berechnen wollte. «Es ginge auch ohne mich, aber mit mir hier ist es … schöner» war eine Zeile aus einem Lied. Immer wieder untermalte Zeller Geschichten mit Liedern und involvierte ab und zu auch das Publikum, um die Sätze zu beenden, wie oben das letzte Wort «schöner ». Zeller meinte bei der Zugabe: «Ich beende den Abend mit einer Welturaufführung vom nächsten Programm. Ich probiere es mal, so zu beenden, und falls es nicht geht, mache ich sonst noch ein paar ‹Nümmerli›.»
Bote der Urschweiz / Sandra Limacher
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Bote der Urschweiz
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