Präsident Beat Ruhstaller erklärt die neuen Statuten des Kulturvereins und Susanna Bingisser schaut voraus auf die Ausstellung «Leben und Überleben. Einsiedeln 1939 bis 1945». Foto: zvg
Präsident Beat Ruhstaller erklärt die neuen Statuten des Kulturvereins und Susanna Bingisser schaut voraus auf die Ausstellung «Leben und Überleben. Einsiedeln 1939 bis 1945». Foto: zvg

Dies & Das

Betrieb herrscht lediglich bei der Ausstellungsgruppe

Der Kulturverein Chärnehus Einsiedeln genehmigt die neuen Statuten und schaut mit Spannung der Dezember-Ausstellung entgegen.

Alles ist seit März speziell geworden, auch im Kulturverein Chärnehus Einsiedeln. Deshalb begrüsst Präsident Beat Ruhstaller die Mitglieder zur verschobenen Versammlung im Chärnehus. Ein kurzer Blick zurück erinnert an das megagute Stück Ronja Räubertochter des Kinderund Jugendtheaters Sapperlot unter der Leitung von Felicitas und Nora Gassner; an die unterhaltende Führung mit Pater Lukas durch «Himmlische Werke»in der Fram, an das vom Verein unterstützte, immer ausverkaufte Bühnenspektakel «La, Le, Lu» des Trios Arte oder an die Vorstandsarbeit an den Statuten. Zahlreiche Mitwirkende der Theatergruppe proben schon eifrig für das Welttheater 2020. Dann ist März, dann ist fertig, abgesagt, verschoben! Nun heisst es überall abwarten, wie es weitergehen könnte. Einzig Albert Bingisser konnte über regen Betrieb in der Ausstellungsgruppe informieren. Nach dem erfolgreichen Einsiedler Fotograf(i)en-Projekt war das neue Thema bald gefunden: Vor 75 Jahren war der 2. Weltkrieg zu Ende. Wie haben unsere Eltern und Grosseltern die Zeit von 1939 bis 1945 im Bezirk erlebt? Jetzt haben wir noch die letzte Gelegenheit, mit Zeitzeugen von damals zu sprechen. Bingisser verdankt die Arbeit der Ausstellungsgruppe. Immer wieder erhält die Gruppe einzigartige Einsiedler Dokumente und Objekte geschenkt, was er bestens verdankt. Die von Kassierin Monika Oechslin präsentierte Vereinsrechnung weist im laufenden Betrieb einen Verlust aus. Rechnungsprüferin Frieda Chicherio empfiehlt die Rechnung zur Annahme. Mit Applaus genehmigen und verdanken die Anwesenden die Jahresrechnung.

Neue Statuten


Beat Ruhstaller informiert über die Anpassung der mehr als dreissig Jahre alten Statuten. Ziel und Zweck des Kulturvereins Chärnehus Einsiedeln ist der Erhalt und die kulturfördernde Benutzung des Chärnehus durch eigene Veranstaltungen und Projekte. Es können aber auch andere kulturelle Aktivitäten im ehemaligen Kornhaus unterstützt werden. Die Genehmigung erfolgt einstimmig.

«Leben und Überleben. Einsiedeln 1939 bis 1945»


Susanna Bingisser stellt die Ausstellung zum 2. Weltkrieg vom 13. Dezember bis 31. Januar 2021 im Chärnehus vor. Die Wochenschau-Ausschnitte im Foyer, mit von Franz Kälin jun. gefilmten Interviews von Zeitzeugen, führen ins Thema ein. Im Saal werden die Themen Alltag, Militär, Luftschutz und Versorgung/ Mehranbau beziehungsweise die Kriegswirtschaft veranschaulicht. Die reichbebilderte und umfangreiche Ausstellungs- Schrift ist wieder ein Hauptbestandteil des Projektes. Öffentliche Führungen und ein vielversprechendes Rahmenprogramm ergänzen die Ausstellung. Das Corona-Schutzkonzept ist in Erarbeitung. Auch für Schulklassen wird der Blick zurück in die jüngere Schweizer und Einsiedler Geschichte spannend sein.

Dank nach allen Seiten


Der Präsident der Stiftung Chärnehus, Hans Gyr, dankt dem Vorstand des Kulturvereins Chärnehus für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Aufgabe der Stiftung ist der Betrieb und Unterhalt des Chärnehus. Eine gute Auslastung und Belegung des Chärnehus ist überlebenswichtig. Präsident Beat Ruhstaller kann mit herzlichem Dank an den Vorstand, an alle Vereinsmitglieder und an die vielen Unterstützer des Kulturvereins die 44. GV abschliessen. Sein Schlusswort lautet: «Hebed Sourg zu üch!»

Einsiedler Anzeiger / mitg.

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

11.09.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/Jen5QV