Einer der neun mitmachenden Vereine: Der Frauenturnverein des STV in voller Aktion. Bilder Victor Kälin
Einer der neun mitmachenden Vereine: Der Frauenturnverein des STV in voller Aktion. Bilder Victor Kälin
Dirigent Rolf Galliker nimmt als Dank «sein» Schweinchen entgegen, zur Gaudi der Umstehenden.
Dirigent Rolf Galliker nimmt als Dank «sein» Schweinchen entgegen, zur Gaudi der Umstehenden.

Bühne

Das ruft nach einer Wiederholung

Neun Vereine sorgten am Freitag für einen kurzweiligen und überraschenden «Einsiedler Oubig». Der Idee der Musikgesellschaft Konkordia, ihre Neuuniformierung mit anderen Vereinen zu feiern, war ein voller Erfolg beschieden.

Das dreitägige Fest der Neuuniformierung und Fahnenweihe hat am Freitag mit einem tollen «Einsiedler Oubig» einen würdigen Auftakt erlebt. Die Musikgesellschaft Konkordia scheute vom Programm und der Infrastruktur her keinen Aufwand, um ihre Gäste zu verwöhnen. Leider liessen sich an diesemzugegebenermassen nur allzu schönenAbend nur rund 200 Personen in die Dreifachturnhalle locken. Hatte das Publikum auch nicht die Masse, die Klasse hatte es: Es war interessiert und wusste die Bemühungen mit viel Applaus zu würdigen.

Befruchtende Zusammenarbeit

Die Idee des «Einsiedler Oubigs» war bestechend - und bestechend einfach: Die Konkordia fragte verschiende Vereine gezielt um einen Auftritt an. Letztlich waren es acht Gastvereine, welche für einen kunterbunten Abend besorgt waren. Mit einem sportlich-tänzerisch angehauchten Programm traten der FC Einsiedeln mit den Junioren von Trainer Beat Suter auf und vom STV die Mädchen der Geräteriege sowie der Frauen- und Männerturnverein. Musikalisch geprägt waren die Darbietungen des Männerchors, der Apple Steel Band, der Gospelsingers und des Jodlerklubs Alpenrösli.

Dauerpräsenz

Überraschend war das Zusammenwirken der Vereine mit der Musikgesellschaft Konkordia. Diese markierte auf der grossen Bühne Dauerpräsenz und unterstützte die Darbietungen, wann immer sich die Möglichkeit bot. Gerade darin, dass die verschiedenen Vereine nicht isoliert auftraten, sondern im Zusammenspiel mit der gastgebenden Konkordia, verlieh dem Abend seinen ganz besonderen Reiz. So trieben die Musikanten im Stück «Rasputin» den Männerchor zur Höchstform anoder war es umgekehrt? Auch die Apple Steel Band spielte mit soviel «Background» wie kaum zuvor. Dass das mit 38 Musikanten und Musikantinnen besetzte Korps die sechsköpfige Steel Band an der einen oder anderen Stelle überspielte, tat der Sache keinen Abbruch,spätestens dann nicht mehr, als Dirigent Rolf Galliker auch als Sänger brillierte.

Ergreifend

Ergreifendster Höhepunkt war der Auftritt des Jodlerklubs Alpenrösli. Dass die Konkordia die Jodler begleiten würde, hatten die meisten erwartet,aber kaum einer das Quodlibet, das Jodler und der Chor der Musikanten darboten. Hier spürte man besonders, wie befruchtend die Zusammenarbeit verschiedener Vereine sein kann.

Ybriger Export!

Moderiert wurde der Abend von drei Damen unterschiedlichen Alters. Als rotzfreche Tochter (Silvia Bisig), vermittelnde Mutter (Anita Marty) und schwerhörige Grossmutter (Priska Reichmuth) hatten die drei Ybrigerinnen das Publikum schnell auf ihrer Seite. Das komödiantische Talent überraschte nicht: Alle drei Frauen sind Mitglied der Theatergesellschaft Oberiberg, womit der «Einsiedler Oubig» gar einen Touch von Internationalität erhielt.

Komplett neues Musikprogramm

Trotz aller Gäste war es natürlich der Abend der Konkordia. Sie machte es sich nicht einfach und leistete den Effort, sämtliche Musikwünsche der auftretenden Vereine neu einzuüben, wobei Dirigent Rolf Galliker in nächtelanger Arbeit erst alle Stücke für eine Blasmusikformation arrangieren musste. Das Ergebnis durfte sich hören lassen: Die Konkordia meisterte das anspruchsvolle Musikprogramm ebenfalls sehr anspruchsvoll. Wäre der Schreibende ein Musikverständiger, würde er wohl von einem harmonischen Auftritt schwärmen, der die Möglichkeiten des Korps gut auszuloten wusste. Kurzum: Der Auftritt der Konkordia wusste auch musikalisch zu gefallen.

Applaus für die neue Uniform

Nach der zweiten Pause war es dann so weit: Um 22.55 Uhr marschierte die Konkordia in ihrer neuen Uniform in die Dreifachturnhalle ein. Sie spielte passend das Stück «Viva Konkordia», kräftig applaudiert von den begeistert mitgehenden Besuchern. Mit Stolz und Freude präsentierten die Musikantinnen und Musikanten ihre neuen Uniformen: Ein elegant geschnittener Anzug, der Traditionalität und Moderne vereint. Damit darf sich der Dorfverein in Zukunft wirklich sehen lassen. Hergestellt wurde die Uniform vom Atelier Büttiker in Pfaffnau.

Ein Ferkel

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

09.06.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Zd8Nqg