Intensive Arbeit: Die Laiendarstellerinnen und -darsteller müssen sich nicht nur für die Proben auf dem Klosterplatz, sondern auch für die 41 Aufführungen verpflichten. Bild Desiree Good
Intensive Arbeit: Die Laiendarstellerinnen und -darsteller müssen sich nicht nur für die Proben auf dem Klosterplatz, sondern auch für die 41 Aufführungen verpflichten. Bild Desiree Good

Bühne

Ein ganzes Dorf spielt Theater

Das Einsiedler Welttheater 2013 wird am 21. Juni Premiere feiern. In Einsiedeln laufen seit Februar die Proben. Rund 600 Leute aus dem Klosterdorf und der näheren Umgebung sind damit beschäftigt, das Grossereignis vorzubereiten.

Der Schweizer SchriftstellerTim Krohn hat auf der Basis des Barockdichters Calderón ein neues modernes Stück geschrieben, das Regisseur Beat Fäh und sein künstlerisches Team mit über 300 Laiendarstellerinnen und -darstellern aus Einsiedeln auf dem imposanten Klosterplatz inszenieren. Wie bei Calderón geht es in Tim Krohns Stück um Figuren wie den König, den Bettler oder die Schönheit. Sie träumen von mehr Grösse, mehr Erfüllung, mehr Sinn.

41 Aufführungen

Bei den Darstellern und den unzähligen Personen, die hinter den Kulissen arbeiten, sind alle Generationen vertreten. Männer, Frauen, Ältere, Jüngere, auch eine Gruppe von Kindern. Für sie bedeutet der Einsatz harte Arbeit, aber meist auch viel Spass. Bis zum 21. Juni wird intensiv geprobt, und nachher müssen sie für 41 Aufführungen zur Verfügung stehen. Ihre Motivation ist meist die Lust amTheaterspielen oder einfach die Freude an einem gemeinsamen grossartigen Erlebnis. Zudem ist dasWelttheater eine ausgezeichnete Gelegenheit, unter professioneller Leitung an einem bedeutenden Theaterereignis mitzuwirken. Jo Siska trainiert als Choreograf mit den Schauspielern täglich auf dem Klosterplatz die Bewegungsabläufe, bis jedes Bild, jede Szene sitzt. Für die Musik ist Carl Ludwig Hübsch zusammen mit der Chorleiterin Agnes Ryser und mit Hans Kälin zuständig.

Musik ist wichtig

Die Musik wird live auf dem Platz gespielt werden und eine wichtige Rolle einnehmen. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Carolin Mittler hat ein Bühnenbild entworfen, bei dem riesige Baukräne im Mittelpunkt stehen werden. In der Schneiderei werden zurzeit einige Hundert Kostüme produziert. Gewandmeisterin Heike Uschner und Kostüm- und Bühnenbildassistent Michael Kraus arbeiten mit zahlreichen ehrenamtlich tätigen Schneiderinnen zusammen. Die Tribüne mit fast 2700 Plätzen ist bereits aufgebaut, die Techniker sind mit den Installationen für Licht und Ton beschäftigt, auf dem Klosterplatz steht das Spielbüro, ein Pavillon, in dem Informationen gegeben und Tickets verkauft werden – kurz, in Einsiedeln ist das Welttheater bereits überall sicht- und spürbar.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

22.05.2013

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schwyzkultur.ch/cGFFpV