Das Kindermusiktheater spielt das Märchen «Die Schneekönigin» im reformierten Kirchgemeindehaus. Bild Heidi Degiorgi
Das Kindermusiktheater spielt das Märchen «Die Schneekönigin» im reformierten Kirchgemeindehaus. Bild Heidi Degiorgi

Bühne

Kindermusiktheater spielt «Die Schneekönigin»

Zwei mutige junge Frauen scharen elf Kinder um sich und üben mit ihnen vier Monate lang das Märchen «Die Schneekönigin» ein. Beinahe 100 Leute kamen zur Aufführung am letzten Samstag ins reformierte Kirchgemeindehaus.

Am letzten Samstag kam es endlich zur Aufführung, das Märchen «Die Schneekönigin», wofür die elf Kinder aus Einsiedeln und Umgebung während vier Monaten regelmässig geprobt haben.

Abschlussarbeit Kindertheater

Es begann so, dass zwei junge Frauen, Naemi Nauer und Christiane Häffner aus Einsiedeln, die Fachmittelschule am Theresianum in Ingenbohl besuchen. Und im Rahmen ihres Abschlussprojektes ein Theater mit Kindern einstudieren und auch aufführen wollten. Das Märchen «Die Schneekönigin» von Hans Christian Andersen wurde ausgewählt. Dann wurde im Bekanntenkreis nach theaterliebenden Kindern gesucht. Es meldeten sich elf Kinder – von klein bis gross. Jedes von ihnen erhielt die seinen Fähigkeiten entsprechende Rolle zugeteilt.

Proben, proben, proben...

Jede Woche wurde geprobt im reformierten Kirchgemeindehaus. Mit viel Spiel und Spass. In der Sommer- und Herbstzeit konnte auch draussen gespielt werden. Die Kinder waren mit viel Eifer dabei. Es hat allen Spass gemacht. Währenddessen übten auch die Leiterinnen ihre Musikstücke, Naemi auf der Geige und Christiane an der Harfe. Die Musik passte wunderbar zu den einzelnen Teilen des Theaterstücks. Mal ruhig und besinnlich, mal flott gespielt. Unterstützt wurden sie von einem Querflöte spielenden Kind.

Bühnenbau zeigt sich vielseitig


Es war sehr eindrücklich, wie sich die Kulissen manchmal innert Minuten veränderten. Vom Hausvorplatz über das Schneeballfeld und das Räuberhaus bis zum Schneeköniginpalast. Aus Stellwänden mit farbigen Tüchern wurde eine eindrückliche Kulisse erstellt. Zudem wurde während der Vorstellung das ganze Geschehen auf der Bühne gut beleuchtet, mal hell und freundlich, dann wieder eisig kalt.

Der Aufführungstag ist da

Dann kam der grosse Tag der Aufführung. Die Leute kamen in Scharen, Kinder und Erwachsene. Sicher beinahe hundert Leute sahen gespannt zu. Die Begrüssung erfolgte mit freundlichen Worten der beiden Verantwortlichen, dass sie gerne mit den Kindern gearbeitet hätten. D ann wurden alle in die Märchenwelt «Die Schneekönigin» entführt: Zwei befreundete Kinder befinden sich auf einem mit Rosen geschmückten Hausvorplatz. Sie verlieren sich dann aus den Augen, weil die Schneekönigin den Jungen in ihr Reich entführt. Das Mädchen sucht ihn überall, wird unterwegs sogar in einem Räuberhaus aufgehalten, jedoch wieder freigelassen. Dann trifft sie unterwegs immer wieder Leute, die ihr auf dem Weg weiterhelfen, so auch das Königspaar, das ihr warme Kleider schenkt. Bis sie den vermissten Freund wiederfindet, und sie zusammen nach Hause zurückkehren, wo die Rosen wieder blühen. Den zwei jungen Frauen – in ihrer ruhigen Art – ist es gut gelungen, das «altehrwürdige» Märchen mit den Kindern einzuüben; und auch die Aufführung war wunderbar, oft lustig aber auch besinnlich.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

27.11.2012

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schwyzkultur.ch/MAJv7B