Susanne Theiler als Dirigentin war gefordert.
Susanne Theiler als Dirigentin war gefordert.

Bühne

«Mehr geht nicht»

Derniere von «Jesus Christ Superstar»: Vier Aufführungen, 4500 Zuschauer: Die Rockoper «Jesus Christ Superstar» sorgte nicht nur für hohe Besucherzahlen, sondern auch für tiefe Ergriffenheit.

Ob die St. Johanneskirche Zug, die Pfarrkirche Seewen oder das Kloster Einsiedeln: Wo auch immer «Jesus Christ Superstar» angekündigt wurde, füllten sich die Kirchen bis auf den letzten Platz  oder darüber hinaus. Letztlich haben rund 4500 Personen die vier Aufführungen besucht. «Das Interesse war maximal, mehr geht nicht», fasst Patrick Schönbächler das Geschehen zusammen. Der Produktionsleiter zeigte sich am Sonntagabend nach der Derniere «glücklich, dankbar und erleichtert».

Risiko hat sich ausbezahlt

«Glücklich», da sich das finanzielle Risiko letztlich ausbezahlt hat. Die fünf Solisten, das Orchester und die beiden Chöre sorgten für einen erheblichen Aufwand, obwohl die Inszenierung bewusst schlicht gehalten wurde. Dennoch kostete die neueste Produktion des Trägervereins «Wood & Metal Connection» rund 70'000 Franken. «Dankbar» ist Schönbächler wegen der vielfältigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, aber auch der beiden Pfarreien Zug und Seewen sowie der Einsiedler Klostergemeinschaft. «Ohne das Ja des Klosters hätten wir das Projekt nicht gestartet», erzählt Patrick Schönbächler. Und «erleichtert» ist er, dass die Idee, «Jesus Christ Superstar» in Kirchenräumen aufzuführen, tatsächlich ein grosses Publikum interessiert.

Ins Schwarze getroffen

Gerade darüber dürfte Schönbächler stolz sein: Die Idee stammte nämlich von ihm. Und wie er damit ins Schwarze getroffen hat! Der lang anhaltende Applaus dürfte noch nachgehallt haben, als die rund 150 Mitwirkenden am Sonntagabend zur Dernierenfeier ins Zunfthaus Bären schritten. Dort gab es eine weitere Standing Ovation für die musikalische Leiterin Susanne Theiler. Sie verstand es meisterhaft, die verschiedenen musikalischen Teile zu einem grossen Ganzen zu verweben. Gross auf ihren (verdienten) Lorbeeren ausruhen will sich die Dirigentin nicht. Die Proben für die nächste Produktion «Nicht von dieser Welt» sind bereits aufgenommen; die Konzerte finden am 24. September und 1. Oktober statt.

Einsiedler Anzeier (Vi)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

19.04.2016

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www.schwyzkultur.ch/Mp96Xu