Tanz und Akrobatik zu Livemusik machte allen Beteiligten Spass und gefiel dem Publikum. Fotos: Gina Graber
Tanz und Akrobatik zu Livemusik machte allen Beteiligten Spass und gefiel dem Publikum. Fotos: Gina Graber
Tanz und Akrobatik zu Livemusik machte allen Beteiligten Spass und gefiel dem Publikum. Fotos: Gina Graber
Tanz und Akrobatik zu Livemusik machte allen Beteiligten Spass und gefiel dem Publikum. Fotos: Gina Graber

Bühne

Musik

Originellen Plan hinreissend umgesetzt

Am Freitagabend fand die erste von drei Aufführungen des Symphonic-Rock-Orchesters «Wood and Metal Connection» in  Zusammenarbeit mit der Tanzschule Matviienko Dance Art statt. Die Show unter dem Motto «World of Dance» begeisterte mit fetzigem Orchestersound und mit perfekt choreografierten Tanz- und Akrobatikdarbietungen.

Unter «Konzert mit Tanz» könnte man sich einen beschaulichen Nachmittag im Tanzcafé vergangener Zeiten vorstellen. Aber diese Ankündigung auf dem Flyer zur Veranstaltung meint etwas ganz anderes: Die «Wood and Metal Connection» mit ihren rund 60 Musikerinnen und Musikern spielte unter der Leitung von Susanne Theiler Leckerbissen aus bekannten Musicals und Filmen. Zu den orchestralen Ohrwürmern zeigten Kinder und Jugendliche der Tanzschule «Matviienko Dance Art» Tanz- und Akrobatik-Darbietungen von hoher Perfektion.


Hinreissend und beeindruckend


Die «Wood and Metal Connection» (WMC) überrascht immer wieder mit innovativen Projekten, so auch mit der aktuellen Zusammenarbeit mit der Einsiedler Tanz- und Zirkusakrobatikschule Matviienko. Susanne Theiler, die musikalische Leiterin der WMC, hatte bereits einmal als Chorleiterin mit «Matviienko Dance Art» zusammengearbeitet, die Kombination von Orchesterkonzert und Tanzshow war jedoch auch für sie neu. Die Idee zu einem «Konzert mit Tanz» kam von ihr: «Ich habe eine Aufführung der Matviienko- Tanzschule besucht und realisiert, dass ihre Schülerinnen und Schüler ja genau zu der Musik tanzen, die wir spielen», erklärte Susanne Theiler. Andrii und Jacqueline Matviienko liessen sich auf den originellen Plan ein – das Resultat ist so hinreissend wie beeindruckend. Die Bühne des Theatersaals war mit den Streichern und Bläsern der WMC voll belegt. Getanzt wurde auf einer zusätzlichen, etwas tieferen Bühne. Es war für Andrii und Jacqueline Matviienko eine anspruchsvolle Herausforderung, die Choreografien für die schmale Tanzbühne zu erarbeiten, galt es doch, bis zu 18 tanzende Kinder gleichzeitig darauf zu positionieren. Umso eindrucksvoller wars, den Mädchen und Knaben zuzusehen, wie sie mit scheinbarer Leichtigkeit tanzten, wirbelten und Saltos schlugen, dass einem ganz sturm wurde.


Kontorsion und Luftakrobatik


Neben den Gruppendarbietungen von klassischem Tanz, Jazztanz, Hip-Hop und Akrobatik faszinierte die elfenhafte Julia Hengartner als Solo-Kontorsionistin mit unglaublichen Körperverdrehungen, wie man sie von «Schlangenfrau» Nina Burri kennt. Antje Kälins Luftakrobatik-Darbietung mit dem «Aerial Silk» (Vertikaltuch) fand effektvoll über dem Orchester statt, dabei schwebte und drehte sich die junge Frau graziös in hängenden Tüchern unter der Bühnendecke. Dass Tanzen nicht nur etwas für Mädchen ist, bewiesen die Jungs der «Matviienko Dance Art» – natürlich nicht in Spitzenschuhen und Tüllkleid, sondern als «halbstarke» Hip-Hopper und Breakdancer, aber auch als ganz starke Tanzpartner, etwa beim Hit «The Time of my Life» aus dem unvergessenen Film «Dirty Dancing», bei dessen ersten Tönen noch so manche Zuschauerin schwelgerisch ins Seufzen kam.


Mächtige Orchesterklänge


Geschwelgt haben auch alle Fans von mächtigen Orchesterklängen. Die «Wood and Metal Connection» bediente sich im Repertoire monumentaler Filmmusik wie derjenigen von «Rogue One» (Star Wars) oder «Mission impossible». Das sinfonische Rock-Orchester zeigte aber auch bei melancholischeren Stücken wie Nino Rotas «La Strada» aus dem gleichnamigen Fellini-Film seine Meisterhaftigkeit in den leisen Tönen. Susanne Theiler führt das grosse WMC-Orchester souverän mit leichtem Taktstock. Dabei gelingt es ihr, das Gleichgewicht zwischen Streicher- Klangkörper, Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Perkussion auszubalancieren. Bis auf wenige Ausnahmen werden bestehende Arrangements für die Stücke verwendet, was nur dank Sponsoren möglich ist.


Einsiedler Anzeiger / ggm

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne
  • Musik

Publiziert am

30.10.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/MMHmhQ