Auf der Leinwand zeigte er immer wieder lustige Filmbeiträge. Bild Fritz Tschümperlin
Auf der Leinwand zeigte er immer wieder lustige Filmbeiträge. Bild Fritz Tschümperlin

Bühne

Zürcher Medizin ohne Nebenwirkungen

Der Zürcher Comedian Stefan Büsser sorgte mit seinem neuen Programm «Au(r)a» dafür, dass die Lachmuskeln der etwas mehr als 300 Zuschauer des Let's Comedy am Freitagabend in der Reithalle Wikart ordentlich strapaziert wurden.

Bereits mehr als eine Stunde vor dem Programmstart wurden die Türe zum diesjährigen «Let's Comedy» geöffnet und die Zuschauer trafen etappenweise ein. Nachdem man sich sein Ticket gesichert hatte, konnte man sich an der Bar oder am Essensstand noch um das leibliche Wohl kümmern. Obwohl die Temperaturen am vergangenen Freitag alles andere als einladend waren, hielten sich viele Gäste draussen vor der Reithalle auf und mussten schliesslich um 20.30 Uhr darum gebeten werden, ihre Plätze einzunehmen.

Nicht nur Ärztewitze

Nach der Begrüssung durch «Let's Comedy»-Verantwortlicher Lukas Hasler, startete das Programm «Au(r)a» von Stefan Büsser, kurz «Büssi» genannt. Wie der Titel und die Programmhinweise schon erahnen liessen, wird in seinem neuen Programm die Welt der Medizin etwas auf die Schippe genommen. Jedoch driftet dieses immer wieder zu Themen wie Social Medias, Welt der Promis oder zu alltäglichen Pro blemen von Männern oder Frauen ab.

Lokale Dinge miteinbezogen

Geschickt wickelte «Büssi» das eher winterliche Wetter in Einsiedeln in sein Programm ein und sorgte schon bald nach seiner per sönlichen Begrüssung für die ersten Lacher im Publikum. Ebenfalls hat er sich vorgängig etwas über Einsiedeln und seine Traditionen informiert und nutzen zum Beispiel die Einsiedler Fasnacht als Überleitung zu verschiedenen anderen Punkten seines Programms.

Niemand verschont

Nichts und niemand kommt in seinem neuen Programm ungeschoren davon. Ob junge Väter, Ärzte, Facebook, Google, Schweizer Prominenz oder die verschiedenen Casting-Shows am Fernseher. Jeder wird durch die natürliche und ehrliche Art von «Büssi» ins Lächerliche gezogen. Auch auf Gegebenheiten im Publikum geht er spontan ein und baut sie ins Programm ein. Dazwischen zeigte er auch vorinszenierte Beiträge auf der Leinwand.

Witze aus Publikum

Ungefähr nach der Hälfte des Programms gab es eine Pause, in welcher sich die Zuschauer und auch Büsser von dem Angriff auf die Lachmuskeln erholen konnten. Daneben hatten die Zuschauer auch Zeit, «Büssi» auf Instagram die schrägsten Witze, die sie kannten, zukommen zu lassen. Nach rund 25 Minuten ging die Show weiter. Gespannt warteten die Zuschauer auf die Witze des Publikums. Geschickt wählte er die Besten als Übergang zum Rest seines Programms aus und trotz Pause waren alle sofort wieder mitten im lustigen Geschehen.

Zugabe gewünscht

Gut zwei Stunden nach Beginn beendete «Büssi» sein Programm und bedankte sich beim tollen Einsiedler Publikum und beim Organisationskomitee. Da der Applaus nicht abklang, zeigte er noch zwei Zugaben auf der Leinwand, bevor er sich dann endgültig von der Bühne verabschiedete. Wer mochte, konnte beim Herausgehen noch ein Autogramm und eine DVD von ihm bekommen.

Lachen: Die beste Medizin

Und so ging ein weiterer «Let's Comedy»-Abend in der Reithalle an der Gaswerkstrasse zu Ende. Die voll aufgedrehten Heizlüfter vermochten die Halle leider nicht richtig aufzuheizen. Zum Glück sorgte Stefan Büsser mit seinem Programm «Au(r)a» dafür, dass die Gemüter der Zuschauer mit Humor und Witz von innen her erwärmt wurden. Diese Wärme bleibt sicher noch etwas nachhaltig in den Herzen der Besucher bestehen. Lachen ist die beste Medizin und hat keine negative Nebenwirkung. Das weiss der gesundheitlich handicapierte Stefan Büsser wahrscheinlich am besten. Stefan Büsser begeisterte mit seinem Programm «Au(r)a» die Zuschauer.

Einsiedler Anzeiger (mia)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

03.05.2016

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