Gusti Füchslin zeigt im Treppenhaus des Chärnehus VW-Käfer-Modelle.
Gusti Füchslin zeigt im Treppenhaus des Chärnehus VW-Käfer-Modelle.
Wädi Kälin präsentiert im grossen Saal Coca-Cola-Gegenstände.
Wädi Kälin präsentiert im grossen Saal Coca-Cola-Gegenstände.
Stefan Kälin stellt im Dachstock alte Radios aus. Bilder Urs Gusset
Stefan Kälin stellt im Dachstock alte Radios aus. Bilder Urs Gusset

Dies & Das

«Augenweide vom Foyer bis zum Dachstock»

Die Ausstellung «Sammelsurium» dauert vom 5. Dezember bis am 9. Januar – ein vorgängiger Rundgang mit Mitorganisatorin Madeleine Schönbächler. Die Einsiedlerin kann die Eröffnung der Ausstellung kaum erwarten. Gespannt ist sie vor allem auf die Reaktion der Besucher.

«Ich freue mich auf die Vernissage», sagt Madeleine Schönbächler, Aktuarin der zehnköpfigen Ausstellungsgruppe des Kulturvereins Chärnehus, bei einem Rundgang durch die Ausstellung «Sammelsurium – Wenn Einsiedler sammeln». Immer wieder bleibt sie stehen und bewundert die Objekte eines Ausstellers, total 37 an der Zahl. «Eine Augenweide vom Foyer bis zum Dachstock.» Sie kennt zwar die Ausstellungsgegenstände bereits, denn die Einrichtungsarbeiten laufen seit dem 15. November. «Ich staune aber immer wieder, was alles gesammelt wird.» Sie freut sich laufend über irgendein Detail.

Beeindruckt von den Käfern

Besonders beeindruckt ist sie von Aussteller Gusti Füchslin mit seinen VW-Käfer-Modellen, die im Treppenhaus zu sehen sind. «Er ist so oft hier und richtet alles so präzis und sorgfältig ein», sagt Madeleine Schönbächler und ergänzt: «Man spürt, wie er an seinen Autöli hängt.» Diese Identifikation mit den Sammelobjekten spüre sie aber beim grössten Teil der Aussteller – 34 Erwachsene und drei Knaben, alle aus dem Bezirk Einsiedeln. Beim Einrichten blickte Schönbächler auch Roman Auf der Maur, der im Dachstock Starklichtlampen, Brenner und Kocher zeigt, über die Schultern und stellt fest: «Auch er richtet alles sehr genau ein.» Sie ist mit dem Verlauf der Einrichtungsarbeiten zufrieden: «60 Prozent dieser Arbeiten lassen sich planen.» Eingerichtet wird im Foyer, im grossen Saal, auf der Galerie, im Dachstock und im Treppenhaus aufgrund eines Zeitplans. Bei einer Besichtigung im Sommer konnten die Aussteller Platzwünsche anbringen.

Glas ging in Brüche

Wädi Kälin, der Coca-Cola-Gegenstände ausstellt, entschied sich für einen Platz im grossen Saal. Auch er investiert viel Zeit, um seinen Platz einladend einzurichten. Eine Schrecksekunde erlebte er, als er eine Coca-Cola-Uhr an einer Schiene an der Wand montieren wollte, diese aber herunterfiel. Das Uhrengehäuse zerbrach. «Zum Glück ist es nicht mein Lieblingsstück», bemerkt Kälin. «Wir haben eine Versicherung», sagt Madeleine Schönbächler und ergänzt: «Aber weniger wegen Diebstählen, sondern, weil hier oder auf dem Transportweg etwas kaputt gehen könnte.» Alle kleineren Gegenstände sind hinter Glas, damit «niemand in Versuchung geführt wird, etwas zu stehlen», sagt die Einsiedlerin. Damit die Sammler auch ihre grösseren Objekte wieder mit nach Hause nehmen können, stehen auf allen vier Etagen Aufsichtspersonen im Einsatz – darunter auch Schönbächler, die zuletzt bei der einheitlichen Beschriftung der Ausstellungsgegenstände mithilft.

Organisatorin stellt auch aus

Zuvor war sie zusammen mit Susanna Bingisser für die Broschüre, die im Hinblick auf die Ausstellung erscheint und käuflich erworben werden kann, verantwortlich. Jeder der 37 Aussteller wird auf einer Doppelseite mit Text und Fotos vorgestellt. Darunter auch Madeleine Schönbächler, welche die Hälfte ihrer 30 Krippen ausstellt, nicht aber das neuste Modell, das sie am Weihnachtsmarkt gekauft hat. «Als kleines Mädchen war für mich an Weihnachten die Krippe sehr wichtig», sagt sie und ergänzt: «Und im ersten eigenen Haushalt haben wir die erste Krippe gekauft.» Sie ist nicht die einzige der Ausstellungsgruppe des Kulturvereins Chärnehus, die selber auch ausstellt. Ebenfalls vertreten sind Obmann Albert Bingisser, Heidi und Martin Holdener sowie Markus Staub. Die Ausstellungsgruppe rechnet mit total gegen 2000 Besucherinnen und Besuchern. «Wir sind auf die Reaktionen gespannt.»

Rahmenprogramm

Sa, 11.12., 14 bis 16 Uhr:
Sammler Beat Kuriger bemalt seine Modell-Soldaten.

So, 12.12., 10.30 Uhr:
Öffentliche Führung – einige Sammler erzählen (Susi Birchler, Paul Jud, Beni Lothenbach und Kari Oechslin).

So, 19.12., 10.30 Uhr:
Der Autor, Kabarettist und Zettel-Sammler Ralf Schlatter liest aus seinem Buch «Verzettelt» und erzählt von seinem Sammelsurium.

So, 2.1.11,10.30 Uhr:
Öffentliche Führung – einige Sammler erzählen

Öffnungszeiten

Sa, 5.12.17 Uhr, Vernissage

Anschliessend Samstag, Sonntag und Feiertage bis 9. Januar

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

03.12.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/k2kkpd