Stolz präsentieren sich die Rabäschränzer Einsiedeln in ihrer neuen Uniform vor dem Restaurant Klostergarten. Bild Franz Kälin
Stolz präsentieren sich die Rabäschränzer Einsiedeln in ihrer neuen Uniform vor dem Restaurant Klostergarten. Bild Franz Kälin

Dies & Das

Beizenfasnacht mit vielen Guggenfreunden

40 Jahre für einen Verein, dem viele keine zehn Jahre gegeben haben. Grund genug, diesen runden Geburtstag mit einem gelungenen Festprogramm und vielen Guggerfreunden zu feiern!

Rechtzeitig auf das Jubiläum kehrt der Winter ins Klosterdorf ein. Und wie schon so oft in diesen 40 Jahren ist Schneetreiben kein Grund, sich nicht mit Kakofonie und Rhythmus durchs Dorf zu bewegen. Nicht nur die jubilierenden Rabäschränzer, auch die Gäste aus Sattel, Oberägeri, Rothenthurm, Bennau, Willerzell und dem Ybrig zeigen sich winterhart, lassen sich vom Schneetreiben nicht beeindrucken und blasen dem Winter den Marsch.

Treffpunkt Klosterplatz

Gezielt hat Roger Walder mit seinem OK die Idee des Co-Präsidenten Allet umgesetzt und das Fasnachtsleben im Dorf ins Zentrum des Jubiläumsgeschehens gestellt. «Beizenfasnacht» heisst diesmal das Motto. Doch vor deren Besuch treffen sich die sieben grossen Guggämusigen und die kleine, aber feine Rhythmusgruppe Real Sticks auf dem Klosterplatz, wo sie von Jérôme Allet begrüsst und kurz vorgestellt werden. Natürlich gehört eine musikalische Kostprobe ebenfalls dazu. Diese Präsentationen hören sich übrigens völlig anders an als damals, als das Einsiedler Guggämusigbaby an den ersten Guggämusigtreffen mitgemacht hat. Wie brav waren damals noch die kakofonischen Klänge!

30 schmucke Edelleute

Und erst die Bekleidung ! 1977, am ersten offiziell öffentlichen Auftritt, marschierten lauter Piraten mit einem Chinesen am Fasnachtsumzug mit. Die ersten Gwändli wurden gekauft und waren oft mehr Lumpen als schmuckes Gewand, das eine oder andere tauchte später am Sühudiumzug auf. Und heute? Karin Kälin, die Co-Präsidentin, hat sich mit vier anderen um das neue Outfit bemüht. Sie haben sich schliesslich für das Motto Mittelalter entschieden. Und nun präsentieren sich nicht Mägde und Knechte, sondern 30 edle, vornehm gekleidete Damen und Herren der Öffentlichkeit  eine Augenweide! Auffällig sind die langen Kapuzen, praktisch für das aktuelle Wetter, typisch für die mittelalterliche Kleidung. Nur  die zahlreichen Lämpchen dürfte es vor tausend Jahren nicht gegeben haben. Aber im Dunkeln sieht das herrlich aus!

Beizenfasnacht

Seit 40 Jahren pflegen die Rabäschränzer an den Abenden des Schmutzigen Donnerstags und Fasnachtsdienstags die Beizenfasnacht. Natürlich kennt Einsiedelns Gastronomie keine Beizen! Das schön klingende Wort gefällt einfach jedem Fasnächtler. Die einheimische Guggämusig will damit ausdrücken: willkommen, gut aufgehoben und gemütlich. Mit dem Aufspielen in den Gaststuben bringen sie Musik und Stimmung, sie erfreuen mit ihrem Sound gar viele und ärgern damit nur wenige. Nun, am letzten Samstag sind diese wenigen nicht anzutreffen und die Gugger haben ein gutge launtes Publikum unterhalten, das mitgemacht und mitgetänzelt hat. In nicht weniger als elf Restaurants sind die acht Formationen willkommene Gäste. Allerdings haben am späteren Abend am einen oder anderen Ort die Gäste gefehlt. Einige der unentwegten Guggämusigen lassen es sich nicht nehmen und konzertieren spontan auf der Strasse, Schneefall hin oder her.

Wo bleiben die Rabäschränzer?

Prominenter Abwesender der Abendtour ist das Geburtstagskind. Es hat sich gemütlich im Klostergarten eingenistet und sich von Carlos Küche und Crew verwöhnen lassen. Mit dabei sind einige Ehrenmitglieder sowie die Delegationen der Fasnachtsgesellschaften. Keine langen Reden, dafür viel Musik, denn die teilnehmenden Guggämusigen haben sich der Reihe nach musikalisch vorgestellt, Einsatz gezeigt, «alles gegeben»! Sie haben auf das und mit dem Geburtstagskind angestossen und für eine fröhliche, gemütliche Stimmung gesorgt, es ist ungezwungen und locker zu- und hergegangen. Und hat es mal einen musikalischen Unterbruch gegeben, hat DJ Örwein nahtlos die Stimmung weitergehalten. Zum Auftritt der Real Sticks greifen die Rabäschränzer ebenfalls zu den Instrumenten und zeigen, wie schnell und unkompliziert zwei Gruppen miteinander Musik machen können. Das ist genau der Reiz eines Monsterkonzerts.

Treffpunkt Sternenplatz

Gegen Mitternacht treffen sich beinahe 200 Gugger auf dem Sternenplatz und starten zum Highlight des Guggerlebens, dem M

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

19.01.2016

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schwyzkultur.ch/TPdt2s