Es ist einiges los im Gedenkjahr von Meinrad Lienert, das den Anstoss geben kann, sich mit Lienert zu beschäftigen oder ihm von Neuem zu begegnen.
Es ist einiges los im Gedenkjahr von Meinrad Lienert, das den Anstoss geben kann, sich mit Lienert zu beschäftigen oder ihm von Neuem zu begegnen.

Dies & Das

Das Jubiläumsjahr 2015 weist einige Perlen auf

Mit einem bunten Strauss an Veranstaltungen wird das Meinrad-Lienert-Jubiläumsjahr in Einsiedeln gefeiert. Im neuen Jahr setzt das Gedenken an Meinrad Lienert einen bedeutenden kulturellen Akzent. Der Dichter wird vor allem in Einsiedeln gefeiert. Ebenso sind in Ausserschwyz Veranstaltungen vorgesehen. Auch national findet Lienert Resonanz.

Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, aber auch mit drei Publikationen, wird dieses Jahr an Meinrad Lienert erinnert. Vor 150 Jahren, am 21. Mai, wurde er in Einsiedeln geboren. Einer der Höhepunkte im Meinrad-Lienert-Jahr findet denn auch an seinem Geburtstag statt. Für diesen Tag haben der Schauspieler Oscar Sales Bingisser und der Akkordeonist Hans Hassler ein spezielles Programm zusammengestellt. Vorgetragen werden im Museum Fram Gedichte aus Lienerts bedeutendster Gedichtsammlung «Schwäbelpfyffli», die vor einigen Jahren in einer beispielhaften Edition wieder zugänglich gemacht worden ist.

Ausstellung in der Fram

Einen wichtigen Akzent setzt aber auch die Meinrad-Lienert-Ausstellung in der Fram. Sie werde vom Umfang her nicht riesig, aber sorgfältig gemacht sein, sagt Walter Kälin, Präsident des Fram-Clubs und Stiftungsrat des Museums. Zudem gehörten die diversen Veranstaltungen als Rahmenprogramm zur Ausstellung. Kuratiert wird sie von Susanna Bingisser. In der Arbeitsgruppe sind neben Walter Kälin und der Ausstellungskuratorin noch Marann Schneider und Benno Kälin engagiert. Unterstützt werden sie von weiteren Helfern. Die Vernissage findet am 25. April statt.

Lesung

Knapp zwei Wochen vorher, am 11. April, findet ein Abend mit der Jodlerin Nadja Räss und einem Musiker statt. Am 8. Mai stellt Kari Hensler seine neue Publikation vor. Am 29. September, dem Tag der Viehausstellung, gibt es einen weiteren Beitrag zum Lienert-Jahr.Im Rahmen eines Nachmittagprogramms findet eine Lesung statt. Gelesen wird aus der Erzählung «Der doppelte Matthias», bei der es um einen Viehhandel geht. Sie passt also zu Viehausstellung. Zudem wird dort auch die Stierenmusik ihren Aufritt haben.

Auch ausserhalb Einsiedelns

In Bezug auf das Rahmenprogramm besteht eine Zusammenarbeit des Museums Fram mit Schwyz-KulturPlus. Das Ziel ist es, dass Meinrad-Lienert-Veranstaltungen nicht nur in Einsiedeln, sondern auch im inneren und äusseren Kantonsteil stattfinden. Das Programm mit den Daten steht allerdings noch nicht fest. Für die Koordination ist Betty Peter von SchwyzKulturPlus verantwortlich.

Weitere Veranstaltungen

Angedacht seien noch weitere Veranstaltungen, die aber noch nicht terminiert seien, sagt Walter Kälin. So sei ein Auftritt einer aus Süddeutschland stammenden Sopranistin vorgesehen, die eine grosse Zahl von vertonten Lienert-Gedichten im Repertoire hat. Auch sei ein Lienert-Abend mit der Jazzmusikerin Nicole Durrer und ihrer Band in Betracht gezogen worden.

Publikationen zum Gedenkjahr

Für das Meinrad-Lienert-Jahr sind zudem verschiedene Publikationen geplant. Karl Hensler arbeitet an einer neuen Schrift, die Anfang April in Druck gehen wird. Das auf 128 Seiten angelegte Buch ist eine Ergänzung zum 2010 erschienenen Werk «Üsere Dichter - Meinrad Lienert». Hensler macht darin Querbezüge zwischen Lienerts Leben, seiner Sprache und seinem Werk. Hensler wirft unter anderem einen Blick auf die jahrzehntelang in der NZZ erschienenen Feuilletons und beleuchtet Lienerts Beziehung zum Lesezirkel Hottingen, der für die literarische Entwicklung Lienerts wichtig war. Ein Kapitel widmet sich einer vergleichenden Studie, die anhand derselben Motive den Sprachstil von Meinrad Lienert mit demjenigen von Jeremias Gotthelf, Gottfried Keller, Heinrich Federer und Meinrad Inglin vergleicht. In seinen Ausführungen zu Leben und Werk stützt sich Hensler unter anderem auf die Lebensläufe, die Lienert anlässlich seines 50. und 60. Geburtstags selber verfasst hat. Material für sein neues Buch hat der Verfasser zudem im Lienert-Archiv der Fram, im Staatsarchiv und der Kantonsbibliothek Schwyz gefunden. Auf Bildmaterial ist Hensler überdies bei Manon Balduzzi-Lienert, der Enkelin des Dichters, gestossen.

SJW-Heft mit Sagen

Ein Schwyzer Heft wird sich mit den beiden erst jüngst zutage geförderten Lienert Theaterstücken befassen (siehe untenstehenden Artikel). Als weitere Publikation erscheint in der Reihe des Schweizerischen Jugendschriftenwerk

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

06.01.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/Ms8SuW