Auf der Flucht aus Frankreich verbrachte die Stieftochter von Napoleon Bonaparte einige Tage im Kloster Einsiedeln. Sie bedankte sich mit dieser Brosche. Repro: Erhard Gick
Auf der Flucht aus Frankreich verbrachte die Stieftochter von Napoleon Bonaparte einige Tage im Kloster Einsiedeln. Sie bedankte sich mit dieser Brosche. Repro: Erhard Gick

Dies & Das

Spannend, wasbeim Aufräumenentdeckt wird

Auf dem Dachboden des Klosters lagen Schätze verborgen. Der ehemalige Schwyzer Denkmalpfleger hat sie entdeckt.

Das Schwyzer Magazin «Y» liegt druckfrisch vor. «Was für ein Schatz» ist der Übertitel einer spannenden Geschichte, die sich im Kloster Einsiedeln abspielt. Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen Gegenstände, die auf dem Dachboden des Klosters Einsiedeln entdeckt wurden,und der ehemalige Schwyzer Denkmalpfleger Markus Bamert. Seit seiner Pensionierung ist er beauftragt, die Kunstsammlung des Klosters, die bis vor Kurzem zum grossen Teil auf dem Dachboden des Klostersverborgen war, zu sichten. «Y» stellt sich denn auch die Frage, wie man das nennt, was Bamert da tut: «Aufräumen», «sichten», aber auf keinen Fall entrümpeln.

Objekte, die ihresgleichen suchen

Markus Bamert hat wahre Perlen unter dem Dach der Abtei entdeckt. Kleine Schab-Madonnen aus barocker Zeit, Tonfigürchen, die von Gläubigen erworben werden konnten. Eine Trouvaille stammt aus der Kaiserfamilie Napoleons. So schenkte Hortense de Beauharnais, Stieftochter von Napoleon Bonaparte und Mutter von Napoleon III., dem Kloster als Dank für die gewährte Gastfreundschaft eine Brosche in Gestalt eines Blütenzweigs. Diese feinste Goldschmiedearbeit sei über und über mit erlesenen Brillanten besetzt, schreibt das Y-Magazin. Sie sei alsSchmuckstück gedacht gewesen für die regelmässig wechselnden Gewänder der Schwarzen Madonna. Es habe noch viele Schätze zum Sichten gegeben, die jetzt von Markus Bamert in schönstem Glanz strahlend ans Tageslicht befördert wurden.

Bote der Urschweiz (Erhard Gick)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

06.12.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/73rUeE