Die beiden Protagonisten: Frank Demenga (vorne) und Matija Sebrek. Bild Franz Kälin
Die beiden Protagonisten: Frank Demenga (vorne) und Matija Sebrek. Bild Franz Kälin

Dies & Das

Tagebuch-Aufzeichnungen und Kurzgeschichten von Mani Matter

Im Rahmen der Fram-Club Veranstaltungen fand am vergangenen Donnerstagabend eine weitere Lesung statt – und zwar über Mani Matters Rumpelbuch und Sudelhefte. Diese erschienen in der Reihe «Bei Benziger erschienen» und waren Thema der Lesung.

Walter Kälin (Meilen), Präsident des Fram-Clubs, begrüsste auch im Auftrag des Fram-Museums die ungefähr 50 anwesenden Personen zum Lese- und Chanson-Abend. Speziell begrüsste er die beiden Hauptpersonen, den Berner Frank Demenga, der den verhinderten Peter Arens souverän vertreten hat. Frank Demenga stammt von der grossen neunköpfigen Künstlerfamilie Demenga ab. Dann den Gitarristen Matija Sebrek, der im Teilzeitpensum an der Musikschule Einsiedeln unterrichtet.

Mani Matter – eine Institution

Walter Kälin erwähnt, dass Mani Matter, geboren 1936, zum Schweizerkulturgut zähle wie kaum ein zweiter. Mani Matter würden alle Menschen, unabhängig von Alter, Bildungsniveau und Herkunft kennen, lieben und gerne hören. Er gehöre zur Institution Schweiz, sei dann aber vor ungefähr 40 Jahren bei der Fahrt an einen Mani Matter Abend tödlich verunglückt. Vielen Anwesenden wurde an diesem Abend wohl bewusst, dass Mani Matter nicht nur ein volkstümlicher Chansonnier, sondern auch ein ausgezeichneter Schriftsteller war.Die erste Kurzgeschichte aus seinem Rumpelbuch beschreibt mit grossem Humor, wie ein leeres Blatt danach dürstet, ausgefüllt zu werden und sich nach Berührung des Bleistifts sehne.

Dällebach-Lied

So reihte der hervorragende Erzähler Frank Demenga Geschichte an Geschichte, vorgetragen in Mundart, dann wieder in Hochdeutsch. Seine Erzählkunst brachte das Gehörte zum Erlebnis und oft zum Lachen. Matija Sebrek untermalte den begeisterten Geschichtenerzähler mit seinen eindrücklichen Inspirationen über bekannte Lieder aus Mani Matters Repertoire. Der Abend nahm dann ein melancholisches Ende mit dem letzten Lied des Dällebach Kari, das Matter als Auftragsarbeit für den 1970 entstandenen Film von Kurt Früh geschrieben hat.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

28.06.2012

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schwyzkultur.ch/dj9cyc