Der Einsiedler Manuel Baumann ist zum wiederholten Mal bei BandXsz mit dabei, diesmal aber alleine und mit Gitarre. Bild Lukas Schumacher.
Der Einsiedler Manuel Baumann ist zum wiederholten Mal bei BandXsz mit dabei, diesmal aber alleine und mit Gitarre. Bild Lukas Schumacher.

Musik

«Dranbleiben und einfach machen ist das Wichtigste»

Bei BandXsz haben junge Musiker die Gelegenheit, vor einer Jury aufzutreten und so wertvolle Feedbacks zu erhalten. Am Samstag fand die erste Vorausscheidung in Siebnen statt – mit dabei der Einsiedler Manuel Baumann.

Lukas Schumacher: Aktuell nehmen Sie beim Musikwettbewerb BandXsz für junge Musiker teil – nicht das erste Mal …



Manuel Baumann: Ja genau, es ist sogar meine dritte Teilnahme. Das erste Mal mit meiner Band Entirely Bonkers und danach mit der zweiten Band in der ich spiele: Drive!n. Beim ersten Mal erreichten wir den dritten Platz und beim zweiten mal haben wir den Wettbewerb sogar gewonnen und wurden zur Schwyzer Nachwuchsband des Jahres gekürt. Am Samstag trat ich nun zum dritten Mal vor der BandXsz-Jury – diesmal alleine mit meiner akustischen Gitarre.

Wer in zwei Bands spielt, muss das gemeinsame Musizieren mögen. Weshalb treten Sie jetzt alleine auf?


Ich habe einige selbstgeschriebene Songs auf der Seite, die zu persönlich sind, um sie mit der Band zu spielen, da ich bei den Bands auch nicht die Hauptrolle spiele. Bisher hatte ich mich auch noch nicht getraut, diese öffentlich zu spielen. BandXsz ist für mich der perfekte Ort, meine Lieder zum ersten Mal live zu präsentieren. Die Jury hilft einem sofort mit ihrem Feedback. Ich wusste vor dem Auftritt nicht, ob es gut ankommt oder nicht.

Was reizt Sie am Soloauftritt?


Es ist interessant, nur mit der akustischen Gitarre und Gesang aufzutreten. Es ist unverfälschte, einfache, rohe Musik. Jack White hat mal gesagt, sein Lieblingslied sei von einem Bluessänger, der nur singt und dazu im Takt klatscht.

Wie kommen Sie zu den Ideen für Ihre Songs?


Die Inspiration für einen neuen Song kann auf die unterschiedlichsten Arten passieren. Manchmal spiele ich eine Melodie, die mir gefällt, und suche einen passenden Text dazu. Es kann ein Radiomoderator sein, der einen speziellen Satz sagt oder nur schon eine Türe, die geräuschvoll zuschlägt. Beim schreiben für die Band stelle ich mir dann den Song mit den einzelnen Instrumenten vor.

Worum geht es bei den Liedern, die Sie solo singen?


Zwei der Lieder handeln darum, dass ich am liebsten immer Musik machen würde. Das ist einfach das Thema, das mir am meisten Spass macht. Ein Herzschmerz-Song ist natürlich auch dabei (lacht). Ich habe in zwanzig Minuten vier Songs gespielt.

Wie lief es am Samstag vor der Jury in Siebnen?


Das Feedback der Jury war sehr positiv und konstruktiv. Sie konnten mir gute Tipps geben, dazu wie ich mich auf der Bühne besser inszenieren könnte.

Möchten Sie Profimusiker werden?


Ja, das wäre mein Traum. Wie ich das schaffe, weiss ich noch nicht. Das Wichtigste ist wohl, einfach immer dranzubleiben und einfach machen. Letzteres möchte ich als Tipp an alle geben, die auch mal in einer Band spielen möchten – einfach machen!

Wer ist Ihre Lieblingsband?


Das kann ich ganz klar sagen: Bring me to horizon. Sie war meine Einstiegsdroge in den Rock/ Metal. Diese Musik hat mir sehr geholfen, meine Persönlichkeit zu entwickeln, mit der ich heute sehr zufrieden bin. Ich finde ihre musikalische Entwicklung sehr spannend und inspirierend.

Welche Instrumente spielen Sie?


Begonnen habe ich wie jeder mit der Blockflöte. Danach spielte ich lange Saxophon. Es folgte Gitarre, Bass, Schlagzeug, Geige, Klavier und andere spezielle Instrumente. Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie.

Einsiedler Anzeiger / Lukas Schumacher

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.07.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/w8W3AB