Die Cineboxx hat Erfolg (von rechts): Besitzer Franz mit seiner Familie Esther, Gian und Bettina Kälin bei der Eröffnung des neuen Kinosaales. Bild Franz Kälin
Die Cineboxx hat Erfolg (von rechts): Besitzer Franz mit seiner Familie Esther, Gian und Bettina Kälin bei der Eröffnung des neuen Kinosaales. Bild Franz Kälin

Film

Einsiedler Kino Cinebox hat nun zwei Säle

Das Kino Cineboxx hat Erfolg, das Angebot findet Anklang. Nun ist es um einen zweiten Kinosaal erweitert worden.

2008 eröffnet, zwei Jahre später um die digitale Technik erweitert, nun ein zweiter Kinosaal – das Kino Cineboxx hat Erfolg. Keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis konsequenter Ausrichtung nach dem aktuellen Filmangebot sowie den Interessen der Kinobesucher. Inhaber Franz Kälin betont, wie wichtig ihm die Wünsche des Publikums sind, auf die er mit einem guten und qualitativ hochstehenden Angebot eingehen möchte. Und das attraktive Programm – es ist gleichsam Chefsache – wird benutzt. Doch «dass es so gut läuft, habe ich auch nicht erwartet», meint Kälin und schätzt, dass etwa die Hälfte seiner Kundschaft von auswärts kommt. All diese Investitionen haben einiges gekostet. «Viel Geld!» betont Kälin und ergänzt sogleich: «Wir wollten das Geld investieren. Damit das Kino beim Publikum ist.» Der Erfolg mit stetig wachsenden Zuschauerzahlen gibt ihm recht.

Erweiterung des Angebots

Seit Mittwoch stehen nun im Kino Cineboxx zwei Kinosäle zur Verfügung: der bisherige Saal mit insgesamt 272 Sitzplätzen und der neue «Saal 2» im Obergeschoss. Seine 81 abgestuft angeordneten Sessel sind ebenfalls in rot gehalten, breit und bequem. Man fühlt sich wie im Flugzeug, im Gegensatz zu den dort üblichen Sardinenbestuhlungen weiss man die wesentlich grössere Beinfreiheit zu schätzen! Das Ambiente findet beim Publikum sogleich Anklang, der Raum wirkt grosszügig und doch intim – der richtige Ort zur Präsentation von Studiofilmen und der Möglichkeit «Filme auszuspielen». Auf dieser Leinwand möchte Kälin vermehrt Filmversionen in Originalsprache bringen. Er kann sich auch vorstellen, dass die Originalversion unter der Woche läuft, der gleiche Film aber am Wochenende auf deutsch angeboten wird. Obwohl heute praktisch alle Filme digital gezeigt werden, hat die konventionelle Filmprojektion nicht ausgedient. Das Publikum verlangt immer wieder nach älteren Filmen mit der 35-Millimeter-Filmtechnik.

Der Saal findet Anklang

Das Foyer ist am Mittwochabend Treffpunkt für die zahlreichen Freunde und Bekannten der Betreiberfamilie. Sie geniessen das Apéroangebot und können einen Augenschein nehmen im neuen Saal, der spontan Anklang findet und Lobesworte bekommt. Angesichts der zahlreichen Gäste gibt es eine Wahlmöglichkeit. Im grossen Kinosaal wird der aktuelle Streifen «Die Kinder vom Napf» gezeigt, im neuen Saal der Kassenschlager «Habemus Papam» von und mit Nanni Moretti in Originalsprache und deutscher Untertitelung. Der Film wird ab dem 15. Dezember im Cineboxx zu sehen sein. Zurzeit sind noch «The Twilight Saga» und «Tom Sawyer» sowie die 3D-Filme «Happy Feet 2» und als Schweizer Premiere «Der gestiefelte Kater» im Angebot. Für «Der Verdingbub» sind die letzten Tage im Kino Cineboxx angezählt. Nach dieser Angebotserweiterung, die Franz Kälin stark beansprucht hat – «das Kino hat mich absorbiert» –, hofft er, sich wieder vermehrt seiner Passion, dem Filmen, zuwenden zu können. Er möchte sein jüngstes Projekt über das alte Pilgerhandwerk nun vorantreiben und realisieren. Mit diesem Film erlebt Kälin übrigens den Wechsel der Filmtechnik hautnah mit.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Film

Publiziert am

10.12.2011

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schwyzkultur.ch/jJHHJL