Höhepunkt der Schlussfeier war die Rangverkündigung. Sie brachte mit Südkorea einen neuen Titelhalter.
Höhepunkt der Schlussfeier war die Rangverkündigung. Sie brachte mit Südkorea einen neuen Titelhalter.
Die Fahne, bereits ordentlich zusammengerollt, ist in Luxemburger Händen. Dort findet das nächste Weltfestival statt. Bilder: Thomas Schlup
Die Fahne, bereits ordentlich zusammengerollt, ist in Luxemburger Händen. Dort findet das nächste Weltfestival statt. Bilder: Thomas Schlup

Film

Fahnenübergabe an Luxemburg

Mit einem festlichen Schlussakt und der Preisverleihung ging eine internationale Filmwoche zu Ende, in der Amateurfilmschaffende aus über 30 Staaten ihre ebenso spannenden wie abwechslungsreichen Werke gezeigt haben.

Guggenklänge wiesen am Samstag Besuchern den Weg zum Apéro im Hof des Dorfzentrums als Auftakt der Schlussveranstaltung des Unica-Festivals. OK-Präsident Max Hänsli dankte in seiner Adresse allen Beteiligten vor und hinter den Kulissen für ihren tollen Einsatz. Im Mittelpunkt der Feier standen die Preisverleihungen sowie die Übergabe der Unica-Fahne an Luxemburg. Den musikalisch-festlichen Rahmen setzte die Let’s Go Bigband mit drei Sets, und die bewährte Equipe des Dorfzentrums sorgte für die gastronomischen «Oscars».

And the Champion is…

Aus den gut 140 Beiträgen wählte die siebenköpfige Jury in einer öffentlichen Verhandlung vor 300 Zuschauern die Preisträger aus. Die Schweiz erreichte mit Eleanor Büchlers «500g Alltag» im Länderprogramm ein Ehrendiplom in der Kategorie «Jeunesse» sowie zwei Bronzemedaillen für «Briefe für Mutter» (First Step Ukraine) und «Maurice Maggi – Floraler Anarchist» (Roland Achini). Keine Kränze gab es für die Schweiz hingegen im Programm der Filmschulen; unsere kulturlose Flickenteppich-Bildungspolitik dürfte hier tatkräftig mitgeholfen haben. Spannend und mit viel Applaus bedacht war auch die Verleihung der Spezialkategorien, unter anderem den «World Minute Movie Cup» (an Grossbritannien) oder den Prix International Cict*-Unesco (an Tunesien). Weitere Preise gingen unter anderem in den Iran, nach Georgien und Argentinien. Als einer der letzten Preisträger wurde der Weltmeister geehrt. «And the World Champion is… South Korea!» Unter grossem Jubel der Delegation und mit herzlichem Applaus wurde «helping hand» von Eun Youn Jang als «Best Independent Film» ausgezeichnet.

Gastgeber Luxemburg

Luxemburg ist nächstes Jahr Gastgeber, und das bereits zum vierten Mal, wie UNICA-Präsident Georges Fondeur erklärte. Fondeur, langjähriger Verwaltungschef der Stadt Luxemburg, sieht die Unica vor allem als eine Körperschaft, die «Türen und Tore öffnet, Filmschaffende anregt und eine Plattform zum Austausch schafft». Er freut sich, dass «wir mit Ruanda, Rumänien und Armenien drei neue Länder aufnehmen konnten». Somit sind 33 Länder aus vier Kontinenten vertreten. «Wir bauen Brücken zwischen Kulturen und Völkern.» Durch die Mitgliedschaft im Cict der Unesco ergeben sich für junge Autoren immer wieder die Möglichkeit zu einem Stage bei der Organisation, «mit den Wettbewerben und der internationalen Jury bieten wir den Autoren auch ein Sprungbrett fürs Berufsleben». Und, so der Filmfreund Fondeur, «nichts ersetzt den Film auf der grossen Leinwand». In Einsiedeln bestens aufgehoben Einsiedeln war ihm bis letzten Oktober nicht bekannt gewesen, er habe eine «Kleinstadt, die gastronomisch und kulturell viel zu bieten hat» kennenlernen dürfen. Organisatorisch seien sie im Dorfzentrum bestens aufgehoben gewesen; beeindruckt haben ihn die Begrüssungsworte von Abt Martin, der «zur Eröffnung eine Stunde bei uns weilte», und der «grosszügig über das nicht ganz disziplinierte Verhalten einiger Mitglieder beim Orgelkonzert hinweggesehen hatte». Mit der Schweiz verbinden Fondeur zudem langjährige persönliche Freundschaften sowie Besuche im Wallis und Tessin.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Film

Publiziert am

07.09.2010

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schwyzkultur.ch/uCKk7i