Am anschliessenden Interview-Termin im Kinosaal gab Simon Ammann einiges aus seiner Skispringer-Gefühlswelt preis. Bild Walter Grämiger
Am anschliessenden Interview-Termin im Kinosaal gab Simon Ammann einiges aus seiner Skispringer-Gefühlswelt preis. Bild Walter Grämiger

Film

Vorpremiere des Films «Eddie the Eagle» in der Cineboxx

Lange hat die Filmwelt auf einen würdigen Nachfolger des Films «Cool Runnings  Dabei sein ist alles» gewartet. Mit «Eddie the Eagle  Alles ist möglich», scheint der Bann endlich gebrochen.

Die Film- und Sportfans erleben nach 1993 erneut ein Stück des Lebenswegs des britischen Skispringers Michael «Eddie» Edwards. Der Film kommt ab dem 31. März in die Kinos. «Es gibt Kino-Geschichten, die sind so unglaublich, dass sie einfach wahr sein müssen, sonst würde man den Drehbuchautoren wohl Wahnvorstellungen attestieren», beschreibt der Autor Carsten Baumgardt diesen Film, der am Dienstagnachmittag seine Vorpremiere im Cineboxx in Einsiedeln erlebte. Zugegeben, es war nicht eine rauschende Party, aber auch nicht eine triste Filmvorführung. Anwesend waren Skisprungexperten, Filmkritiker und Journalisten. Man kannte sich und man kannte vor allem den Stargast Simon Ammann, der direkt nach seiner Ankunft gehörig in Beschlag genommen wurde. Ganz klar waren Simi und der Film die absoluten Stars an diesem späten Nachmittag. Dass die Vorpremiere von «Eddie the Eagle  Alles ist möglich» ausgerechnet im Klosterdorf stattgefunden hat, war wohl kein Zufall. Immerhin sei die Cineboxx weltweit das einzige Kino, in das man ohne Umwege direkt von den Schanzen in den Kinosaal fliegen könnte, so der Moderator.

Der Film in Kurzfassung

Es waren nur sehr wenige Besucher auszumachen, die die Olympischen Winterspiele 1988 live in Calgary miterlebten. Der Film sollte dann aber auch die jüngere Generation, die Eddie in diesem packenden Streifen erst kennenlernte, in ihren Bann ziehen. Das Thema des Films  «never give up» , ist heute genauso aktuell wie in den 1980er-Jahren, als sich Michael Edwards daran machte, sich als erster Springer Grossbritanniens für die Olympischen Winterspiele in Calgary zu qualifizieren. Taron Egerton verkörpert einen ungewöhnlichen, aber überaus mutigen britischen Skispringer, der niemals aufhört an sich selbst zu glauben  obwohl eine ganze Nation ihn bereits als Versager abgestempelt hat. Egerton ist es hervorragend gelungen, das Unbehagen von Eddies Vater auf die Besucher zu übertragen. Mit Hilfe eines rebellischen und charismatischen Trainers, brillant verkörpert von Hugh Jackman, überwindet er alle Hürden und erobert die Herzen der Fans auf der ganzen Welt durch seine legendäre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary. Diese Vision verfolgte Edward schon seit seinem achten oder neunten Lebensjahr, als er Olympische Spiele im Fernsehen verfolgt hatte.

Kleverer Kerl

Der Film zeigt authentisch den Drang des jungen Sportlers, einmal für sein Land an solchen Spielen teilzunehmen, nachdem er sich die Vierschanzentournee 1985/86 im Fernsehen angeschaut hatte. Der schlaue Kerl stellte schnell fest, dass Skispringen olympische Disziplin ist, die aber von keinem britischen Sportler ausgeübt wurde. Mit dem Entscheid, Skispringer zu werden, begann Edwards in den 1980er-Jahren, ohne Sponsoren und ohne Hilfe der British Ski and Snowboard Federation, an seiner Karriere zu arbeiten. Die Qualifikation zu den Olympischen Spielen schaffte Eddie schliesslich nur, weil er zum er wähnten Zeitpunkt der einzige britische Vertreter dieser Sportart war. Eddie war automatisch gesetzt, weil er an einem Qualifikationsspringen auf einer Weite weit unter Weltniveau landete, aber trotzdem einen britischen Rekord aufstellte. Mit Abstand der Schlechteste Trotzdem geht Edwards Wunsch in Erfüllung. Als erster Brite überhaupt darf er 1988 zu den Olympischen Spielen nach Calgary fahren. Wegen seiner rund zehn Kilogramm Übergewicht und seiner dicken Brille, die er wegen Weitsichtigkeit tragen musste, wurde er trotz allem schnell zum absoluten Publikumsliebling. Als grössten Moment seiner Karriere bezeichnet Edwards in einem Interview die Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Calgary 1988. Als der Chef des Organisationskomitees, Frank King, in seiner Rede den Athleten mit den Worten dankte «Sie haben Weltrekorde gebrochen, persönliche Bestleistungen aufgestellt und einer von Ihnen flog wie ein Adler», jubelten die 100'000 Zuschauer und schrien «Eddie, Eddie!». So wurde aus Eddie ein Medienstar.

Das Interview, die Technik

Vo

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Film

Publiziert am

18.03.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/avmSNM