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Fünfundsechzig und mehr Jahre verabschiedet

Am Freitag luden Hanspeter James Kälin und Franz Xaver Risi zum Abschiedsanlass in den Mauz Music-Club ein. Es kamen Wegbegleiter, Politprominenz und Künstler.

Wer am Freitag die Räumlichkeiten des Mauz Music-Clubs betrab, der vernahm eher ungewöhnliche Musik. Spielte doch dir Kapelle Echo vom Gätterli aus Gersau auf. Einige dürften verwundert fragen, warum das? Die Erklärung ist ganz einfach: Eines der Mitglieder ist der Einsiedler Pius Ruhstaller, im Beruf als Sachbearbeiter in der Geschäftsstelle der kantonalen Kulturkommission tätig. Nachdem die ersten Getränke einen Abnehmer oder eine Abnehmerin fan-den, schritt der erste der beiden Hauptakteure ans Mikrofon. An James Kälin lag es, die Anwesenden zu begrüssen. Mit den Worten «Ich halte mich heute kurz», hatte er die Aufmerksamkeit und die Lacher auf seiner Seite. Denn wer ihn kennt, weiss genau, dass dies schwierig wird für ihn. Dennoch konnte er sein Ziel einigermassen festhalten.

 

Franz Xaver Risi im Fokus 

Nach weiteren Musikstücken und etwas Feinem aus der Mauz-Küche lag es nochmals an Kälin, das Wort zu ergreifen. In seinen typischen und markanten Worten würdigte er den abtretenden Schwyzer Kulturbeauftragten Franz Xaver Risi. Er zeigte auf, was er in den letzten 15 Jahren alles geleistet hat. Und dies alles mit einer 80-Prozent-Stelle. Kälin dankte Risi für seine immer wohlwollende Arbeit und das stets offene Ohr. In seinen Dank schloss er auch Pius Ruhstaller ein, welcher zusammen mit Risi von Jahr zu Jahr effizienter wurden. Dies gipfelte daran, dass der eine oft schon vorher wusste, was der andere sagen wollte.

 

In etwa 40 Jahre Engagement 

Danach war Franz Xaver Risi an der Reihe. Er gestand gleich zu Beginn ein: «James und ich haben abgemacht, dass wir uns heute Abend gegenseitig beweihräuchern». Auch ihm waren die Lacher sicher. Er versuchte mit den zuständigen Stellen herauszufinden, wann James Kälin in die Kulturkommision kam. Jedoch wurden sie nicht fündig. «Darum gehen wir einfach von mindestens 40 Jahren und etwas mehr aus», stellte er fest. Er dankte James für sein grosses Schaffen rund um die Kultur im Kanton Schwyz. «Er hat ein grossen Wissen, kann verknüpfen und auch viel erzählen», schloss er seine Ansprache ab.

Bezirksrat Jürg Kalbermatten durfte als einziger Politiker ans Rednerpult. In seinem Dank würdigte er diese beiden Zugpferde, welche immer das Beste für die Schwyzer Kultur wollten. Auch fügte er seine erste Erinnerung an James Kälin an, nämlich jene als Clown-Unterhalter am Kindermaskenball der Hudi 17. Er wisse ja schon, dass die beiden noch nicht ganz weg sind und wenn nötig, mit ihrem Wissen sicherlich bei Fragen noch zu Verfügung ständen.

Zum Abschluss durften die Gäste einige Szenen aus dem Welttheater 2024 anschauen und der Musik des Echos vom Gätterli lauschen.

 

Einsiedler Anzeiger / René Hensler

Autor

Einsiedler Anzeiger

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Publiziert am

20.01.2026

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