Links Rebecca Zuberbühler, Fotografin, in der Mitte Marianne Bellè, rechts Mauro Bellè. Foto: Karl Hensler
Links Rebecca Zuberbühler, Fotografin, in der Mitte Marianne Bellè, rechts Mauro Bellè. Foto: Karl Hensler

Kunst & Design

Bilder + Bücher + Fotos = Art3

Das Chärnehus mausert sich immer mehr auch zu einer Galerie. Nach David Flury und Daisy Meyer/Heinz Liebich wurde in diesem historischen Gebäude bereits die dritte Ausstellung in Folge eingerichtet.

Aquarellbilder von Mauro Bellè sind neben Fotos von Rebecca Zuberbühler zu betrachten. Abgerundet wird das Angebot mit Büchern von Marianne Bellè. Frau Joyce Solway löste in ihrer Laudatio das Rätsel über den Ausstellungstitel «art3» auf, indem sie darauf hinwies, dass hier drei Menschen in einem Kunstbereich zusammengewachsen wären. Umrahmt wurde die Vernissage mit zartem Flötenspiel von Alexandra Gmür und Sandra Büsser. Bis zum 11. November können die Kunstwerke dieser Gruppe bewundert werden.

Die Bilder

Gleich beim Eingang liegt der Lebenslauf des Freizeit-Künstlers auf. Daraus ist zu entnehmen, dass der diplomierte Maschinentechniker Mauro Bellè den Weg zur Malerei über die Therapie fand. Er entdeckte, dass Pinsel, farbliche Gestaltung und Leinwand eine Einheit werden, wenn sie von menschlichen Gefühlen geleitet werden. Malereikurse halfen ihm diesen Weg so zu festigen, dass sich mittlerweile daraus eine Vielfalt von Sujet-Umsetzungen ergab. Landschaften wechseln sich mit Tierbildern ab. Blumensujets ergänzen den Kreis des Schaffens. Die Arbeit mit den Bildern gab ihm wachsende Kraft. Die Ausstellung zeigt, dass er sich immer wieder mit neuen Techniken auseinandersetzt. Es ist für den Besucher lohnenswert, sich für einmal bei der Betrachtung der Bilder von solchen Gedanken leiten zu lassen. Nicht das «Seht her, das bin ich» wird hier gezeigt, sondern vielmehr Versuche, die Vielfalt in der Wiedergabe darzustellen.

Die Bücher und Fotos

In dieser Ausstellung ist es schwierig, diese zwei Gebiete nach ihrem Wert auseinanderzuhalten. Sie greifen so sehr ineinander, dass sie eine Einheit wurden. Dies bezieht sich auf das Angebot der reich bebilderten Bücher. D ie Texte von Marianne Bellè veranlassen zum Nachdenken über das Bild, welches man daneben sieht. Obwohl die Bilder aus einer Natur sind, die tagtäglich um uns ist, müssen sie zuerst bemerkt und umgesetzt werden. Das gelingt Rebecca Zuberbühler ausgezeichnet. Sie setzt das Spiel des Lichts auf wirkungsvolle Weise um. «Licht im Winter» oder «Bleibe im Licht» sind Titel solcher Beobachtungen. Ihre Blumenfotos an den Wänden strahlen den Betrachter in ihrer Farblichkeit fröhlich an. Marianne Bellè befasst sich literarisch mehrheitlich mit der Liebe. Der Titel ihres neuesten Werkes «Liebe und du veränderst dein Leben» deutet auf ihre berufliche Tätigkeit als Heilpraktikerin hin. Sie erzählt, dass ihr das eigene Leben, die Familie und die Kundschaft reichlich Material zur Verarbeitung dieses Themas liefere. Wer selbst schreibt weiss, dass die Liebe ein Thema ist, das reichlich Stoff dazu liefert. Die klassische Literatur ist voll davon.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

03.11.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/PPTTfX