Sie gehören nicht nur als Kunstwerke zusammen: «Dr Wisel meint» und Amy Bollag, ausdrucksstark geschnitzt und gemalt vom Holzwurm Hermann Zurbuchen. Fotos: Marlies Mathis
Sie gehören nicht nur als Kunstwerke zusammen: «Dr Wisel meint» und Amy Bollag, ausdrucksstark geschnitzt und gemalt vom Holzwurm Hermann Zurbuchen. Fotos: Marlies Mathis
Ausdrucksstark schnitzen und malen, das kann der Holzwurm Hermann Zurbuchen. Fotos: Marlies Mathis
Ausdrucksstark schnitzen und malen, das kann der Holzwurm Hermann Zurbuchen. Fotos: Marlies Mathis

Kunst & Design

«Dr Wisel» lebt hölzern weiter

Hermann Zurbuchen hat aufgrund eines kleinen Fotos im Einsiedler Anzeiger «Dr Wisel meint» als geschnitztes Kunstwerk aufleben lassen und parallel dazu das Porträt von Amy Bollag treffend festgehalten.

mm. «Es hat Klick gemacht und ich wusste, dass ich diese Figur schnitzen muss und dann läuft es fast wie von selbst», lautet ganz einfach die Erklärung von Hermann Zurbuchen, alias Holzwurm aus Unteriberg, zu seinem spannenden Werk, dessen Initialzündung er vor einigen Monaten in der Chronik des Einsiedler Anzeigers in Form eines fast identischen Fotos von «Dr Wisel» entdeckt hatte. Er setzte sich kurz darauf mit Peter Marty, besser bekannt unter dem Namen «Schnittläuchli », in Verbindung. Dieser hatte die Figur per Zufall im Internet auf Riccardo gefunden und ersteigert, hatte sie ihn doch dank ihrer verblüffenden Ähnlichkeit unwillkürlich an «Dr Wisel meint», welcher die Leser des Einsiedlers Anzeiger über Jahre mit seinen träfen Aussagen und den stets dazu passenden, den Text verstärkenden Zeichnungen erfreute, erinnert. Tatsächlich scheint die aus Frankreich stammende rund 25 Zentimeter grosse Porzellanstatue mit dem unverkennbaren Perret und dem um den Hals geschlungenen Schal ein Ebenbild des «Wisels» zu sein, und so wurde sie von Hermann Zurbuchen mehrmals fotografiert, bis sie sich als Vorlage für seine Arbeit eignete.


Gelungenes Kunstwerk


Innert weniger Stunden hatte er dann seine Skizzen aufs Lindenholz übertragen, das gelungene Kunstwerk geschnitzt, mit den entsprechenden Farben koloriert und in den passenden schlichten Holzrahmen gesetzt. Als Clou ergänzte er aber den Stapel Zeitungsblätter, den der Mann mit dem Schnauz auf seinem linken Arm trägt, mit dem Titel «Einsiedler Anzeiger». Doch damit nicht genug. Für den Holzwurm sind «Dr Wisel» und sein Schöpfer Amy Bollag unzertrennlich verbunden und so war es für ihn nur logisch, dass er auch diesen aufs Holz bannte. Dieses Werk mit dem ausdrucksstarken und markanten Porträt des pfeifenrauchenden Aargauer Künstlers ist wirklich gelungen und bildet zusammen mit der beliebten Figur eine sich ergänzende Einheit. Wer die beiden Kunstwerke anschauen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen in der Holzwerkstatt des Holzwurms am Ziegeleiweg in Einsiedeln oder kann sich das Wochenende vom 19. bis 21. Oktober in der Agenda eintragen, wenn Hermann Zurbuchen zum Tag der offenen Tür in seinem Reich mit einer unglaublichen Vielfalt an Trouvaillen aus Holz einlädt.


Einsiedler Anzeiger / mm

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

11.09.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/JNhdGG