Vernissage der Bilderausstellung von David Flury im Chärnehus. (Bild: atelierflury.ch)
Vernissage der Bilderausstellung von David Flury im Chärnehus. (Bild: atelierflury.ch)

Kunst & Design

«Ich bete, währenddem ich male»

Am Mittwoch wurde im Chärnehus die Bilderausstelung des in Gross wohnhaften Künstlers David Flury mit einer feierliche und familiären Vernissage eröffnet.

Durch seine Bilder lässt David Flury den Betrachter teilhaben an seiner Freude und Faszination für die Natur und insbesondere den Wald. Wie ein Waldspaziergang an einem sonnigen Tag ist denn auch der Gang durch die Ausstellung, und so manchem Besucher kommt der eine oder andere Ort sehr bekannt vor. Viele von David Flurys Werken zeigen Orte aus unserer Region, aber es gibt auch Bilder zu sehen, die Szenarien aus Fremden Ländern wie beispielsweise Marrakesch zeigen.

Mensch und Raum

Schon in seiner Kindheit hat er durch seine Eltern die Faszination für die Malerei entdeckt und mit 19 Jahren begann er dies leidenschaftlich zu tun. Seit fast dreissig Jahren lebt er nun von der Kunst. Die Technik und das Knowhow hat er sich selbst beigebracht. David Flury malt nicht nur Bilder, er haut Skulpturen und Grabsteine, macht Einrahmungen, baut Instrumente und spielt Harfe. In den Genuss dieser musikalischen Form der Kunst kamen auch die Besucher der Vernissage.

Das bevorzugte Motiv des Künstlers ist der Wald und er zeig diesen auch von seinen faszinierendsten Seiten. Das einfallende Licht, die Wärme der Sonne und die unglaubliche Vielfalt der Natur machen das reine Betrachten der Kunstwerke zu einem freudigen Erlebnis. Es ist nicht nur ein Spaziergang durch den Wald, sondern auch durch verschiedene Jahres- und Tageszeiten. Der gelernte Förster zieht den Vergleich zwischen Mensch und Baum und erkennt in beiden die vier Charaktere Melancholiker, Phlegmatiker, Choleriker und Sanguiniker. Er möchte durch die Symbolik «vom Dunkel ins Licht» den Menschen vermitteln, dass es viel Schönes und Positives auf der Welt gibt und ihnen Hoffnung, Frieden und Ruhe schenken. Währenddem er seine Bilder malt, betet David Flury und ist der Überzeugung, wenn Leute, die zu Hause ein Bild von ihm haben und dies bewusst betrachten, Heilung erfahren können. Durch sein Gebet und die davon ausgehende positive Kraft, will er den Menschen durch seine Bilder Gesundheitschenken.

Vielfalt in Motiv und Technik

Nicht allein der Wald ist auf seinen Werken zu sehen, auch andere Motive aus der Natur oder Tierwelt gibt es zu entdecken. Das geht von Kühen und Enten bis hin zu Löwen und Giraffen. Auch die Techniken, die David Flury verwendet, sind vielfältig. Meist malt er seine Bilder mit Ölfarbe, es hat jedoch auch Ausstellungsstücke in Aquarell oder kolorierte Fotos. Eines dieser kolorierten Fotos zeigt eine besondere Bildmontage, auf welcher im Hintergrund die Einsiedler Sprungschanzen zu erkennen sind und im Vordergrund ist der See zu sehen. Dieses Bild nennt sich «Der neue See». Mit etwas weniger Licht durchflutet jedoch nicht weniger faszinierend sind die Bilder, die im Dachgeschoss zu sehen sind. Sie zeigen Werke von früherem Schaffen des Künstlers.

Die Atmosphäre an der Vernissage war herzlich und warm. Leute verschiedensten Alters, Freunde, Familie und auffallend viele Kinder tummelten sich zwischen den wunderschönen Werken. Ein fester Zusammenhalt und viel Wohlwollen einander gegenüber war zwischen den Mitgliedern der Familie Flury zu spüren. Seine vier erwachsenen Kinder und seine sieben Enkelkinder sind ein wichtiger Teil im Leben des Künstlers und stolzen Grossvaters. Es gelingt ihm wunderbar, Freude und Licht in die eher dunklen Novembertage zu bringen und macht gerade in diesem Monat einen Besuch der Ausstellung äusserst lohnenswert.

Weitere Infos

- www.chaernehus.ch

- www.atelierflury.ch



Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

05.11.2010

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