Die ausstellenden Künstler: Hintere Reihe von links: Rosmarie Oechslin, Hans Hassler, Martin Linsi. Vordere Reihe von links: Franz Marian Kälin, Detta Kälin, Zeno Schneider. Bild Wolfgang Eberle
Die ausstellenden Künstler: Hintere Reihe von links: Rosmarie Oechslin, Hans Hassler, Martin Linsi. Vordere Reihe von links: Franz Marian Kälin, Detta Kälin, Zeno Schneider. Bild Wolfgang Eberle

Kunst & Design

Mit fünf Einsiedler Künstlern

Die Welttheaterausstellung der letzten neun Monate ist abgeräumt und hat fünf einheimischen Künstlern für die nächsten drei Wochen Platz gemacht. So wurde am vergangenen Freitag im Museum Fram die Ausstellung von fünf Einsiedler Künstlerinnen und Künstlern eröffnet.

Detta Kälin, Martin Linsi, Franz Marian Kälin, Rosmarie Oechslin und Zeno Schneider haben zu ihrer Vernissage geladen und die Leute kamen am letzten Freitag in Scharen. Umrahmt wurde die Ausstellung vom in unserer Region schon hin und wieder aufgetretenen und bekannten Akkordeonisten Hans Hassler, der heute im Kanton Zug wohnt. Detta Kälin begrüsste im Namen der Künstlergruppe alle recht herzlich und bemerkte, dass die Idee zur Ausstellung irgendwann im letzten Sommer geboren wurde und den Anwesenden nun heute Abend das Ergebnis dieser Idee gezeigt werden könne. Alle Ausstellenden hatten einen Platz im grosszügigen Museumsraum, um ihre Werke zu präsentieren.

Die Künstlerinnen und Künstler

Nun war die Reihe an den Darstellerinnen und Darstellern.Rosmarie Oechslin, bestens bekannt mit Namen «Ringgi», erzählte glaubhaft, dass sie zum ersten Mal an einer Vernissage teilnehme. Auch für eine langjährige Theaterspielerin habe dies etwas Mut gebraucht. Als eine Kinderbuchautorin rein zufällig einige Kritzel in ihrem Geschäft an einer Kleideretikette entdeckte, sagte diese zu ihr: «Bleib dran». So seien dann ihre Zeichnungen nach und nach entstanden. Sie machte die Anwesenden auch auf die Bilderrahmen ihrer Kunstwerke aufmerksam, die allesamt vom 86-jährigen, ehemaligen Schreiner Notker Oechslin, Egg, angefertigt wurden. Dass vielleicht schon mal ein Bild wegen des tollen Rahmens gekauft wurde, sei nicht ausgeschlossen, bemerkte Rosmarie Oechslin schmunzelnd.

Vital mit Kunst

Der 89-jährige, ausgesprochen vitale Franz Kälin, wohnhaft am Etzel, war früher Anwalt, bis er etwa Mitte der 80er-Jahre sozusagen einen Seitenwechsel vollzog, seinen Job an den Nagel hängte und dann den Zugang zur Kunst gefunden habe. Dies war dann auch der passende Moment, sich seinen vollen Namen, wie er im Taufregister geführt wird, zuzulegen, nämlich Franz Marian Kälin. Er sei schon bei gegen 30 Ausstellungen präsent gewesen und habe sich nicht zuletzt auch für Literatur interessiert. Er erklärte seine drei Bilder anhand der Geschichte von Maria von Magdala, der er sehr zugetan war und noch ist.

Künstlerischer Familieneinfluss

Detta Kälin, die Tochter von Franz Marian, erwähnte, dass sie wohl unter dem künstlerischen Einfluss ihrer Familie gestanden sei. Sie sehe ihr schöpferisches Werken als Ausgleich und Hobby zu ihrer Arbeit.

Schwarz-weiss

Martin Linsi betonte seine Leidenschaft zur Schwarz-Weiss-Fotografie. Der öffentliche Raum, Strassen, Pflästerungen, Hausabbrüche, aber auch der Sihlsee, Bäume, das Thema Arbeit oder Kerzen prägten sein künstlerisches Schaffen. Eine grosse, weisse, leere Wand habe schliesslich die Basis für seine schöpferische Tätigkeit gelegt und zwar in der neu eröffneten Praxis im Haus St. Anton in der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre, so Zeno Schneider. Er dankte auch im Namen seiner Kolleginnen und Kollegen für das Gastrecht, das ihnen bis Mitte Januar im Museum Fram gewährt werde.

Hans Hassler in Aktion

Nach dieser Vorstellungsrunde konnte nun Hans Hassler sein Tasteninstrument hervorholen. Konzentriert und verinnerlicht hat der 1945 geborene Schweizer Akkordeonist seine Klänge zum Besten gegeben. Oft fast melancholisch, traurig, schwermütig, niedergeschlagen, bedrückt und sorgenvoll waren seine Musikfragmente. Dazwischen aber wieder kurze Passagen wohltuend beschwingt und erinnernd an bekannte Melodien. So galt auch ihm wie dem Künstlerquintett der herzliche, langanhaltende Applaus.

Die Neujahrsausstellung im Museum Fram dauert noch bis Montag, 13. Januar. Eintritt frei.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

31.12.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/yEh8Yh