Mit viel Freude signierten Autor Paul Jud (links) und Illustrator Toni Ochsner das achte Meiri-Buch, «Meiri und das Grosi im Altersheim». Foto: Sandra Steiner
Mit viel Freude signierten Autor Paul Jud (links) und Illustrator Toni Ochsner das achte Meiri-Buch, «Meiri und das Grosi im Altersheim». Foto: Sandra Steiner

Literatur

Buchvernissage von Paul Jud und Toni Ochsner vom vergangenen Dienstaga

Dieses Erlebnis liessen sich über 50 Gäste nicht entgehen. Für die Buchvorstellung wurde ins Altersheim Langrüti eingeladen, denn da spielt auch die Geschichte im neuen Buch «Meiri und das Grosi im Altersheim».

Für diesen Anlass wurde der Speisesaal des Altersheims Langrüti umgestaltet. Um 19.30 Uhr war alles bereit und die vielen Gäste warteten gespannt auf die neue Geschichte von Meiri. Paul Jud begrüsste seine Gäste herzlich. Er freute sich sehr, dass auch der Bezirksrat Christoph Bingisser von der Kommission Bildung und Kultur sich die Zeit genommen hatte, um bei diesem Anlass dabei zu sein. Er dankte auch gleich allen Sponsoren und Helfern für ihre Unterstützung.


Besichtigung des Altersheims


Paul Jud präsentierte den Gästen den Ablauf des Abends, der nicht nur die Buchpräsentation bereithielt. So stellte er den Heimleiter Markus Forster vor und übergab ihm das Wort. Auch er begrüsste die Gäste sehr herzlich und teilte diese gleich in vier Gruppen ein, denn die Gäste durften nun eine Besichtigung geniessen im Erweiterungsbau des Altersheims, der Demenzwohngruppe Alpoase, die es seit 2014 gibt. Die Gäste staunten nicht schlecht, denn die Abteilung ist sehr grosszügig und heimelig. Hier merkt man gleich, der Mensch steht an erster Stelle. Hier wird mit ihnen gelebt nach ihrem Rhythmus, denn der entspricht meistens nicht dem eines gesunden Menschen. Der Umgang ist sehr liebevoll und die Einrichtung gleicht einem Zuhause und nicht einem Heim. Dies fordert viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Nach diesen berührenden Eindrücken ging es zurück in den Saal. Dort erzählte Paul Jud von seinen Anfängen, wie er zum Bücherschreiben gekommen ist und wie die erste Geschichte mit Meiri entstanden ist.


Noch zwei weitere Bücher


Meiri sollte er heissen, der Junge aus Einsiedeln, ein Name der «gläufig» ist im Dorf. Zu seiner Familie gehören noch seine Schwester Ursi, die Mutter Maria und Vater Ernst. Zu seiner Geschichte brauchte Paul nun einen Zeichner, einen Illustrator. Da war für ihn klar, er möchte Toni Ochsner fragen, ob er dazu bereit wäre. Toni sagte zu, für ein Buch zu illustrieren, nun sind schon acht Bücher daraus geworden. Von Meiri und seinen Geschichten soll es in den nächsten beiden Jahren noch zwei weitere Bücher geben, dann wird Meiri 19 jährig sein und den Kinderbüchern entwachsen.


Ein begnadeter Erzähler


Für die Vorstellung des Buches «Meiri und das Grosi im Altersheim » begrüsste Paul Jud den Einsiedler Hansjörg Ochsner. Schon mit seinen ersten Worten zog er alle Anwesenden in seinen Bann, ein begnadeter Erzähler, im «hejbsch schöinä» Einsiedler Dialekt. Im Vorfeld habe er sich Gedanken gemacht, was dies wohl für eine Geschichte mit Meiri und dem Grosi im Altersheim sein könnte. Ob Meiri wohl am ehesten mit dem Rollator durch die Gänge fahren wird? Oder an irgendeinem besonderen Anlass im Altersheim dabei sein darf? Nein, Paul Jud schreibt in dieser Geschichte, wie Meiris Grossmutter ins Altersheim kommt, wie sie sich einlebt und wie Meiri und seine Schwester daran teilhaben können. Hansjörg Ochsner entdeckte einige treffende Details, die im Altersheimalltag genau so sind, wie Paul sie geschrieben hat. Auch die Bilder von Toni Ochsner im Buch zeigen viele Kleinigkeiten, die der Einsiedler entdecken werde, wenn er die Bilder anschaut. Mit grossem Applaus dankten ihm die Besucher der Vernissage für die tolle Buchpräsentation. Paul Jud bedankte sich nochmals bei allen und lud zum gemütlichen Beisammensein ein. Ein reichhaltiges Apéro-Buffet stand bereit und die «Hausmusik» des Altersheims Langrüti, das Echo vom Hirsch, umrahmte den ganzen Anlass mit ihrer lüpfigen Ländlermusik und Paul Jud und Toni Ochsner signierten die gekauften Bücher mit ganz persönlichen Widmungen. Ein toller Abend ging zu Ende und den beiden gebührt ein herzliches Dankeschön für dieses schöne «Meiri-Buch».


Einsiedler Anzeiger / sss

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

24.11.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/1RVDJQ