Einsiedler Zuchtstuten mit Nachwuchs im Geschicklichkeitsparcours. Bilder Martina Reichmuth
Einsiedler Zuchtstuten mit Nachwuchs im Geschicklichkeitsparcours. Bilder Martina Reichmuth
Stiftungspräsident Egon Bruhin aus Lachen bei seiner Ansprache.
Stiftungspräsident Egon Bruhin aus Lachen bei seiner Ansprache.

Literatur

«Cavallo dellaMadonna» im Mittelpunkt des Schwyzer Hefts

Die Kulturkommission und die Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht luden zur Vernissage ihres neuen Schwyzer Heftes «Das Kloster Einsiedeln und seine Pferde».

Passend zum Inhalt fand der Anlass in der Reithalle des Marstalls statt. Neben geladenen Gästen aus Kanton, Bezirk und dem Stiftungrat war auch die Öffentlichkeit herzlich eingeladen, an der Vernissage des Bandes 103 der Schwyzer Hefte teilzunehmen. So trafen rund 60 Interessierte bei der Reithalle des Klosters Einsiedeln ein. Auftakt mit Showprogramm Manfred Schmid, stellvertretender Betriebsleiter des Marstalls, begrüsste die anwesenden Gäste und führte sie etwas in die Zucht und den Betrieb ein. Anschliessend kommentierte er den ersten Programmteil der Show, welche das Allroundpferd «Cavallo della Madonna » in seinem Tun und Handeln zeigt und die Vernissage des Schwyzer Heftes begleitete. In einem kurzen Springparcours konnte die Stute Ballerina im Beisein ihrer dreijährigen Tochter Onaya zeigen, dass der Einsiedler ein geschicktes Sportpferd sein kann.

Zucht in ursprünglicher Form

Die Pferdezucht in Einsiedeln hat eine lange Tradition und ist mit ihrem fast 1000-jährigen Bestehen eine der ältesten noch bestehenden Zuchten in Europa. Somit ist es klar, dass sich die Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht das Ziel gesetzt hat, die Zucht in der ursprünglichen Form weiter zu führen. Mit den verschiedenen Stuten im Stall und einer neu zugekauften Stute Gaya aus der Westschweiz sollten drei der vier Zuchtlinien (Klima-, Quarta- und Sella-Linie) erhalten werden können. Leider wird die vierte, nämlich die Manda-Linie, mangels Stuten im Zuchtalter irgendwann aussterben.

Nervenstärke bewiesen

Weil die 103. Ausgabe des Schwyzer Hefts darauf abzielt, eben diese Zuchtlinien und ihre Geschichte aufzuzeigen, ist es verständlich, dass im zweiten Teil der Show, in einem Geschicklichkeitsparcours, Corva eine weitere Stute aus der Klima-Linie und Eos, eine Stute aus der Quarta-Linie, jeweils mit ihren Nachkommen vorgestellt wurden. In verschiedenen Übungen mit flatternden oder drehenden Gegenständen zeigten bereits die Dreijährigen, dass der Einsiedler ein gutmütiges und zuverlässiges Reitpferd ist. Ebenfalls konnte dabei die neue Stute Gaya als Vertreterin der Sella-Linie ihre Nervenstärke beweisen. Zu hoffen ist, dass auch diese schon bald erfolgreich Fohlen hervorbringen wird.

Verschiedene Ansprachen

Zwischen den Showblöcken richteten verschiedene Vertreter der beteiligten Parteien ihr Wort an die Zuschauer. Darunter waren Abt Urban als Vertreter des Klosters, Stiftungspräsident Egon Bruhin und Thomas Frei, welcher die Redaktion und das Konzept des neuen Schwyzer Heftes unter sich hatte. Jeder erzählte etwas über seinen Bezug zu Pferden und so auch zum «Cavallo della Madonna». Daneben wurde der Pferdezucht nicht nur eine kultur-historische, sondern auch eine pädagogische Bedeutung zugeschrieben. Kann man doch im Umgang mit einem Pferd sehr viel lernen.

Bote der Urschweiz (Martina Reichmuth)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

09.07.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/HD2EcN