Silvia Götschi und der Tatort aus ihrem neusten Krimi an der Lesung in Einsiedeln. Foto: Sandra Steiner
Silvia Götschi und der Tatort aus ihrem neusten Krimi an der Lesung in Einsiedeln. Foto: Sandra Steiner

Literatur

Den Tatort nach Einsiedeln gebracht

Am Mittwochabend, 17. April, präsentierten die öffentliche Bibliothek Einsiedeln und die Buchhandlung Benziger eine Buchlesung der  besonderen Art zusammen mit Silvia Götschi, Autorin von Kriminalromanen.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer sitzen inmitten des Geschehens. Sie befinden sich beim Tatort im Itlimoos. Die Leiche liegt am Ufer des Weihers, eine Hand im Wasser, festgefroren. Eine Halogenleuchte leuchtet hell auf das Geschehen. Dramatische Musik unterstreicht den Ernst der Lage. Die Autorin, Silvia Götschi, liest aus dem Buch vor, beschreibt, wie sich die Ermittlerin in diesem Mordfall am Tatort umsieht, sich erste Gedanken macht, was wohl zum Tode dieses Mannes führte. Als der Tote in die Gerichtsmedizin überführt wurde, stellte man die Todesursache fest: Tobias Bauer wurde vergiftet. Weitere Rätsel gaben die atypischen Wunden an der Hand und am Unterarm auf. Valerie Lehmann und ihr Team stellen sich Fragen, wägen ab, was alles in Frage kommen könnte, und wer zu so etwas fähig ist und wem der Tote ein Dorn im Auge war. Inmitten der Lesung klingelt Silvia Götschis Handy. Sie entschuldigt sich für die Störung, schaut auf ihr Handy und sagt ins Publikum, dass sie diesen Anruf nicht ignorieren könne. Jetzt ist Valerie Lehmann gefragt. Der Staatsanwalt vom Kanton Schwyz ruft sie an den Tatort am Itlimoos. Dort macht sie die ersten Untersuchungen an der Leiche und stellt den Zeitpunkt des Todes fest. Dieser könne aber nur von einem Arzt festgestellt werden. Sie fragt, ob wohl ein Arzt anwesend wäre. Mit einem Schmunzeln befragt Silvia Götschi die Anwesenden zu diesem Mordfall. Sie käme ganz sicher nochmals darauf zurück, als sich niemand meldete mit wichtigen Informationen. Ab in die «Cyber-Welt» Nach dieser Auflockerung liest die Lokal-Krimi-Autorin aus einem anderen Kapitel ihres Buches. Um in diesem Fall ans Ziel zu kommen, muss sich Valerie Lehmann mit der «Cyber-Welt» auseinandersetzen. Dabei hilft ihr Phil, ein Spezialist auf diesem Gebiet. Er zeigt ihr, dass es in der «Cyber-Welt» auch eine dunkle Seite gibt. Sie begeben sich gemeinsam ins Haus vom toten Tobias Bauer. Im Korridor hängen viele Bilder von verschiedenen Frauen. Dies seien die Ex-Freundinnen von Bauer. Für Valerie Lehmann sind sie im Moment aber nicht gerade hilfreich. Phil meint, für ihre Ermittlungen müsse sie in den «Purple- Room». Dieser befinde sich im Keller und könne nur mit Spezialkleidung betreten werden. Die Ermittlerin lehnt dies zuerst strikte ab, doch sie merkt schnell, wenn sie nicht einlenkt, kann sie diesen sonderbaren Raum auch nicht betreten und inspizieren. Also schickt sie sich widerwillig in diese Situation und folgt den Anweisungen von Phil. Was dann passiert – lässt Silvia Götschi offen. In den Bann gezogen Sie hat die Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann gezogen und diese sind schon richtig gespannt und neugierig auf das Buch. Silvia Götschi erzählt ihren Gästen, wie sie sich an einen neuen Roman herantastet. Wie sich ihre anfänglichen Ideen vernetzen mit neuen Morden, wie ihre Darsteller die neuen Fälle ermitteln. Sie nimmt gerne authentische Gegenstände im Buch auf, wie zum Beispiel eine Flasche Wein einer speziellen Marke, die es in einem bestimmten Restaurant in ihrem Buch aber auch tatsächlich dort gibt. Auch Musik, am liebsten dramatische, inspiriert sie zum Schreiben. Sie freut sich am grossen Interesse an ihren Büchern und bedankt sich bei ihren Gästen fürs Kommen. Mit grossem Applaus dankten ihr die Gäste für den spannenden Abend und liessen sich ihr Buch «Itlimoos» gerne von der Autorin signieren. Heidi Fritsche und ihr Team von der öffentlichen Bibliothek Einsiedeln, wie auch Joe Fuchs von der Buchhandlung Benziger, bedankten sich bei Silvia Götschi ganz herzlich und luden die Besucher zu einem kleinen Apéro ein, wo man den Abend gemütlich ausklingen liess.


Einsiedler Anzeiger / sss

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

24.04.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/9bGMNk