Viviana Hensler erzählte, wie sie auf die Idee kam, als Maturaarbeit ein Buch zu schreiben und wie sie die Idee in die Tat umgesetzt hat. Bild Josef Hensler
Viviana Hensler erzählte, wie sie auf die Idee kam, als Maturaarbeit ein Buch zu schreiben und wie sie die Idee in die Tat umgesetzt hat. Bild Josef Hensler

Literatur

Es war eine herzerwärmende Buchpräsentation

Knapp 100 Personen liessen sich am vergangenen Sonntag von der Einsiedler Jungautorin Viviana Hensler in die Welt ihres ersten Kinderbuches entführen.

Kurz nach 11 Uhr begrüsste Moderatorin Martina Krieg das zahlreich erschienene Publikum zu Viviana Henslers Präsentation ihres zweisprachigen Kinderbuches «Durch Dick und Dünn/Contra Viento y Marea». Sie würdigte in einer Laudatio Vivianas Buchprojekt. Es sei erstaunlich, was die Autorin in ihrem jugendlichen Alter zustande gebracht habe. Viviana habe schon jetzt einen Traum verwirklicht, den viele ein Leben lang in sich tragen: ein eigenes Buch zu schreiben. Das habe sie tief beeindruckt, meinte die Moderatorin.

Die Verwirklichung einer Idee

Nun erschien, begleitet von warmem Applaus, die Buchautorin selbst auf der Bühne. In einem unterhaltsamen Interview, bei dem das Publikum viele interessante Details über das Buchprojekt erfuhr, erzählte Viviana Hensler, wie sie auf die Idee kam, als Maturaarbeit ein Buch zu schreiben und wie sie diese Idee in die Tat umgesetzt hat. Als Kind sei sie fasziniert gewesen von Bilderbüchern und sie habe schon früh gerne gezeichnet und später auch kleinere Geschichten geschrieben. Zudem sei sie zweisprachig aufgewachsen (Vivianas Mutter stammt aus Uruguay), was sie dazu bewogen habe, das Buch auf Deutsch und auf Spanisch zu schreiben. Überhaupt sei Uruguay ihr als zweite Heimat sehr ans Herz gewachsen und sie habe bei diversen Besuchen in diesem südamerikanischen Land wichtige Impulse für ihr Buch erhalten. Auf die Frage, wie sie ihr Buch überhaupt finanzieren konnte, antwortete Viviana, dass sie auf die grosszügige Hilfe vieler Sponsoren zählen durfte. Das sei für sie eine tolle Motivation gewesen und habe ihr sehr geholfen, das Projekt zu verwirklichen.

Der Wert der Freundschaft

Im Buch gehe es in erster Linie um zwei Jungen – der eine arm, der andere reich – die trotz Widerständen beste Freunde werden. Sie habe den Wert der Freundschaft in den Vordergrund stellen und aufzeigen wollen, dass unüberwindbar scheinende äus-sere Umstände durch wahre Freundschaft überwunden werden können. Es sei ihr auch wichtig gewesen zu zeigen, dass arme Leute sehr oft reich im Herzen seien. Diese Erfahrung habe sie auch schon persönlich machen dürfen.

Für einen guten Zweck

Im letzten Teil präsentierten Martina Krieg und Viviana Hensler schliesslich noch die beiden Projekte, die die Autorin mit dem Verkauf ihrer Bücher unterstützen möchte. Zum einen das Projekt «Ahimsa», das durch den Filmemacher Karl Saurer hierzulande bekannt gemacht wurde. Das zweite Projekt heisst «Abrigando uns sueño» und unterstützt arme Kinder in Uruguay mit wärmenden Decken und verbesserter Infrastruktur in den Schulen. Zu beiden Projekten hat Viviana persönliche Verbindungen. Abschliessend bedankte sich die Buchautorin nochmals bei allen, die sie unterstützt haben. Einen besonderen Dank richtete sie dabei an die beiden Cellistinnen Karina Hensler und Michaela Trütsch, die mit ihren wunderbaren Klängen die Buchpräsentation umrahmten. Und schliesslich drückte Viviana Hensler auch Martina Krieg, die gekonnt durch die Veranstaltung führte, ihre Dankbarkeit aus, indem sie ihr eine Rose überreichte. Dann wurde zum Apéro geladen: Puchero, ein uruguayisches Eintopfgericht, wartete auf die Besucher. Viele Anwesende benutzten dabei natürlich auch die Gelegenheit, bei der Autorin ein Buch signieren zu lassen und das persönliche Gespräch zu suchen. Eine herzerwärmende Veranstaltung fand somit einen würdigen Abschluss in gemütlichem Rahmen.

Das Buch «Durch Dick und Dünn/Contra Viento y Marea» kann bei Viviana Hensler persönlich oder im Claro-Laden in Einsiedeln bezogen werden.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

27.11.2012

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schwyzkultur.ch/nmRhSr