Gemeinsame Freude über die Aufnahme in «Ofenfrisch und zuckersüss» (von links): Raffael Schefer und seine Eltern Fränzi und Urs Schefer. Bild Victor Kälin
Gemeinsame Freude über die Aufnahme in «Ofenfrisch und zuckersüss» (von links): Raffael Schefer und seine Eltern Fränzi und Urs Schefer. Bild Victor Kälin

Literatur

«Ofenfrisch und zuckersüss»: Auch die Bäckerei Schefer wurde in Buchform verewigt

Das Buch «Ofenfrisch und zuckersüss» preist sich als Tour de Suisse durch die «besten Backstuben und Confiserien des Landes» an. Darin vertreten ist auch die Einsiedler Bäckerei Schefer.

«Ofenfrisch» – um in der Bäckersprache zu bleiben – ist das 300 Seiten dicke Buch «Ofenfrisch und zuckersüss». In diesem präsentieren 50 Schweizer Backstuben und Confiserien ihre besten Produkte. Ausgewählt worden sind die Betriebe durch Autor Martin Weiss (Zürich), welcher wiederum auf die Ergebnisse der alle zwei Jahre stattfindenden «Swiss Bakery Trophy» zurückgegriffen hat: Dort messen sich die Besten mit ihren besten Produkten.

Goldmedaillen für Einsiedeln

Seit der Einführung dieser Trophy 2004 haben zwei Einsiedler Betriebe regelmässig Medaillen auch ins Klosterdorf geholt. Es sind dies die Bäckerei Goldapfel (5 Medaillen) sowie die Bäckerei Schefer (14 Medaillen) – letztere mehrmals mit Goldstatus, wie etwa für das Basler Brot oder die Chlouster-Torte. Diese Qualität blieb auch dem Autor nicht verborgen. «Martin Weiss ist auf uns zugekommen», freut sich Produktionsleiter Raffael Schefer. Der junge Profi ist Vertreter der dritten Generation des im Jahre 1955 gegründeten Familienunternehmens Schefer Bäckerei/Konditorei/Confiserie/Café. Niedergeschlagen hat sich diese Kontaktnahme in einem vierseitigen Porträt, in dessen Zentrum die Macher und ihre Produkte stehen: «Ofetuurli, Schafböck und Klostertorte». Wobei die vom Autor gewünschte Auswahl nicht ganz «lupenrein» ist, da die Firma Schefer die Schafböcke seit eh und je von der Bäckerei Goldapfel bezieht. «Ehre, wem Ehre gebührt», stellt Seniorchef Urs Schefer klar.

«In die richtige Richtung…»

Raffael Schefer empfindet die Berücksichtigung als Wertschätzung: «Ich fühle mich geehrt und auch stolz.» Alles, was in der Branche Rang und Namen hat, ist im Buch vertreten – der Kanton Schwyz bemerkenswerterweise gleich dreifach: Mit Schefer aus Einsiedeln, der Bäckerei Schelbert aus Muotathal (Raffael Schefers Lehrbetrieb) sowie der Bäckerei «Chilestägli» aus Arth. Die Berücksichtigung zeige, dass «wir uns in die richtige Richtung entwickeln und mit unseren Produkten Eindruck machen». Handwerkliches Können und innovative Ideen als Schlüssel zum Erfolg. Als eine der «besten Backstuben des Landes» wahrgenommen zu werden: Da muss selbst der gestandene Konditor und Chocolatier Raffael Schefer innehalten. Ist es nicht so? «Doch», sagt er fast erschrocken, «doch, ja, wir gehören dazu.» Das bestätigt die Branche. «Schefer» ist ein guter Name, nicht zuletzt geschätzt auch als Lehrbetrieb. Zwölf (!) Lehrlinge werden aktuell ausgebildet; insgesamt beschäftigt das Einsiedler Familien- unternehmen beeindruckende 106 Personen in den Bereichen Produktion, Verkauf, Service, Administration und Hotel. Zu finden ist Schefer nicht nur im Unter- und Oberdorf, sondern mit seinen Filialen auch in Oberiberg, Trachslau und im Seedamm-Center in Pfäffikon.

Freude an gebackenen Produkten

Das Buch ist letztlich eine Hommage an die Meister ihres Fachs. «Es ist», so Schefer, «jenen Leuten gewidmet, die Brot schätzen, ja ganz generell Freude an gebackenen Produkten haben und deren Wert zu schätzen wissen» – und diese nicht nur in den Fachgeschäften kaufen, sondern zu Hause womöglich gleich selbst backen wollen. Dazu gibts zu jeder Bäckerei ein Rezept. Bei Schefer ists das hiesige «Ofetuurli».

«Ofenfrisch und zuckersüss»

Verlag Weber AG Thun
Martin Weiss (Autor)
Rémy Steinegger (Fotos)

Das Buch ist ab Januar auch bei Schefer selbst zu kaufen.

ISBN
978-3-909532-96-4

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

16.12.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/uvYn75