Priska Kälin freut sich auf die spezielle Erzählnacht. Bild Patrizia Pfister
Priska Kälin freut sich auf die spezielle Erzählnacht. Bild Patrizia Pfister

Literatur

Zusammenspiel und Strategie

Am nächsten Freitag findet die Schweizer Erzählnacht zum Thema «Ich spiele, du spielst - spiel mit!» statt.

Bereits zum 25. Mal findet die Schweizer Erzählnacht statt. In Einsiedeln am Freitagabend ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal. Ausser der öffentlichen Bibliothek und dem Verein Biblioversicum ist heuer auch die Ludothek Einsiedeln dabei.

Patrizia Pfister: An der diesjährigen Erzählnacht wird gespielt, was das Zeug hält. Was macht die Ludothek an diesem Abend?

Priska Kälin: Wir werden eine Stunde lang aktiv spielen und vier verschiedene Spiele anbieten. Wir zeigen auch einen Teil des Sortiments der Ludothek.

Welche vier Spiele kann man vor Ort ausprobieren?



Zum einen «Heckmeck», das kann man zu siebt spielen und das Brettspiel «Tsuro» zu sechst. «Ubongo» war einmal Spiel des Jahres, und das vierte heisst «Dixit». Dieses haben wir bewusst zum Thema Literatur gewählt. Dort hat es verschiedene Bilder auf Karten und man muss ein passendes Sprichwort finden.

Was waren die Kriterien für das Aussuchen der Spiele?

Sie dürfen nicht zu lange dauern, nicht zu kompliziert sein und mehrere Personen sollen mitspielen können. Wir einigten uns relativ schnell.

Wie kommt die Ludothek zu diesem Auftritt an der Erzählnacht, die von der öffentlichen Bibliothek und Biblioversicum organisiert wird?

Da die Ludothek auch örtlich di rekt neben der öffentlichen Bibliothek liegt und wir beispielsweise auch die gleichen Öffnungszeiten, ein ähnliches Publikum und so weiter haben, ist eine gewisse Zusammenarbeit schon gegeben. Da das Thema «Spielen» heisst, lag es auf der Hand, dass wir mitmachen. Die Ludothek ist froh um jede Chance, sich zu präsentieren. Es gibt auch Leute, die uns nicht kennen.

Wie lange gibt es denn den Verein «Ludothek Einsiedeln» schon?

Wir wurden 1985 als gemeinnütziger Verein gegründet und sind das Pendant zur Bibliothek: Wir leihen Spiele zu günstigen Preisen aus. Wir haben ein Sortiment von 1000 verschiedenen Spielen. Diese werden jährlich ersetzt und ergänzt, wir investieren rund 3500 Franken pro Jahr.

Wow, diese Spiele-Vielfalt ist beeindruckend. Wie viele Einsiedler nutzen das Angebot?

Die Nachfrage ist seit Jahren im ähnlichen Rahmen. Wir haben rund 100 Mitgliederfamilien. Das heisst, sie zahlen einen Jahresbeitrag und pro ausgeliehenes Spiel eine Ausleihgebühr zwischen 1 und 15 Franken. Der Preis ist abhängig vom Kaufpreis und der Reparaturanfälligkeit des Materials.

Wie lange sind Sie schon im Verein dabei?

Seit zehn Jahren, zuerst im Ausleiheteam und 2008 übernahm ich die Kasse. Seit drei Jahren bin ich nur noch als Kassierin aktiv. Wir suchen übrigens immer neue ehrenamtliche Helferinnen.

Was sind Ihre Lieblingsspiele?

«Dog» in allen Varianten! Mich fasziniert das Zusammenspiel und die Strategie, die man durch den Tausch der Karten erreichen kann. Oder auch «Zug um Zug» spiele ich sehr gern. Dort muss man Bahnlinien bauen und kann einander reinfunken.

Welche Spiele sind Klassiker und werden besonders oft ausgeliehen?

«Tiptoi» oder auch Playmobil sind sehr beliebt. Elektronische Spiele sind eher in den Hintergrund gerückt, da jeder ein Handy hat und viele dort drauf spielen, denke ich.



Erzählnacht

Freitag, 14. November
19.30 Uhr
Gemeindesaal
Einsiedeln

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

11.11.2014

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schwyzkultur.ch/x9SYcS