Das zweitjüngste Mitglied der Musikgesellschaft Konkordia heisst Reto Nauer und ist sehr aktiv mit dabei. Bild Magnus Leibundgut
Das zweitjüngste Mitglied der Musikgesellschaft Konkordia heisst Reto Nauer und ist sehr aktiv mit dabei. Bild Magnus Leibundgut

Musik

«Mit Schlagzeugspielen kann ich bestens abschalten»

Vor 214 Jahren wurde die Konkordia Einsiedeln gegründet. Das zweitjüngste Mitglied der Musikgesellschaft heisst Reto Nauer: Der 21-jährige Oberiberger organisiert die öffentliche Probe und spielt Schlagzeug.

Magnus Leibundgut: Was geht ab am Donnerstag, um 20 Uhr, im Probenlokal an der Langrütistrasse 1?



Reto Nauer: Es findet dort eine ganz normale Probe statt: Wir üben für unser Jahreskonzert, das am 7./8. November über die Bühne geht. Das Spezielle an der Probe ist, dass sie öffentlich ist.

Spielen die Besucher der Probe da gleich mit oder schauen und hören sie eher zu?


Das ist den Gästen ganz selbst überlassen. Gerne dürfen sie natürlich gleich selbst in die Klappen greifen oder auf die Pauke hauen. Gut möglich, dass Besucher dieser Probe dann am Jahreskonzert mit uns zusammen auftreten.

Müssen die Besucher die Contact-Tracing-App auf ihr Handy herunterladen?


Nein, wir organisieren unser eigenes Contact Tracing: Die Besucher der öffentlichen Probe werden gebeten, uns ihre Kontaktdaten mitzuteilen, so wie wir uns das von Anlässen gewohnt sind.

Haben Sie für das Jahreskonzert ein Schutzkonzept?


Wir sind gerade daran, ein Schutzkonzept aufzugleisen. Fakt ist, dass das Konzert zwei Mal über die Bühne geht: Das erlaubt uns, dass mit einer speziellen Sitzordnung die Abstandsregel eingehalten werden kann. Eine Maskenpflicht ist nicht vorgesehen, dafür ein Contact Tracing. Wir hoffen, dass sich die allgemeine Lage nicht verschlechtert und der Anlass stattfindet.

Sind Musikanten der Konkordia wie Sänger in einem Chor einem erhöhten Ansteckungsrisiko durch Corona ausgesetzt?


Das ist leider so. Darum halten wir uns an das Schutzkonzept vom Blasmusikverband. Die Schlagzeuger zum Beispiel sind aufgerufen, die eigenen Schläger zu benutzen und diese immer wieder zu desinfizieren.

Musik ist Ihr Lebenselixier. War Schlagzeug zu spielen Ihr Bubentraum?


Ja, das kann man so sagen. Bereits mein Vater war Schlagzeuger in einem Musikverein. So bin ich automatisch in dieses Metier hineingerutscht.

Haben Sie bereits einen Ohrenschaden wegen der Pauke?


Nein, das habe ich zum Glück nicht. Gefährdet sind eigentlich eher die Musikanten, die gleich eine Reihe vor den Drummern spielen (lacht). Man kann natürlich einen Gehörschutz tragen: Dann hört man allerdings auch die anderen Musikanten weniger gut. Was nicht ideal ist.

Wie sind Sie in der Musikkommission gelandet?


Die Kommission erstellt das Programm der Konzerte und die Besetzung der Register. Das mache ich sehr gerne. Allerdings habe ich nicht vor, später einmal Dirigent zu werden.

Was unterscheidet Ihre Truppe von früheren Zeiten?


Heute kann man sehr abwechslungsreiche Literatur spielen und zum Beispiel mit einem Chor musizieren. Die Digitalisierung geht auch an uns nicht spurlos vorbei. Seien es digitale Noten oder ein Video zu einem Musikstück. Die Geselligkeit ist meiner Meinung nach immer noch gleich wie früher.

Was bedeutet Ihnen die Musik in Ihrem Leben?


Musik zu spielen gibt mir eine grosse Abwechslung zu meinem Alltag in meinem Leben. Mit Schlagzeugspielen kann ich bestens abschalten. Und zu alledem ist es einfach sehr schön, mit anderen Menschen zusammen gemeinsam Musik spielen zu können.

Einsiedler Anzeiger / Magnus Leibundgut

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.09.2020

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schwyzkultur.ch/7uuPQU