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Monsterkonzert, Kostümpremiere und ein Fest zum runden Geburtstag
Am Samstag feierte die älteste Guggenmusig unserer Region ihren 50. Geburtstag. Die Rabäschränzer luden ein und viele folgten der EInladung.
Vom Wetter her hätte es nicht schöner sein können. Nicht zu kalt, nicht zu warm aber vor allem trocken. So säumte schon viel Publikum die Schwanen- und die Hauptstrasse, wartend, was da nun kommt.
Fast 30 Nummern
Nachdem vorherige Jubiläen oft nur im kleinen Rahmen oder dann mit einem Sternenmarsch gefeiert wurden, wagten sich die Schränzer dieses Mal an einen Nachtumzug. Nicht so gross wie gewohnt, aber schön, klein und fein. Die meisten anderen Fasnachtsträger der Region Einsiedeln warteten mit ihrem Besuch auf. Ein grosser Pluspunkt des Anlasses war, er fand ausserhalb der übrigen Fasnachtstage statt. Dies war für auswärtige Fasnachtsgesellschaften die Chance, sich im Klosterdorf zu präsentieren. Und sie taten es, und wie.
Neben den Rabäschränzern waren noch acht weitere Guggenmusiken zu bestaunen beziehungsweise zu hören. Aber auch die typischen Trichlerklänge der Einheit und der Bürgerwehr waren am Umzug anzutreffen. Und was darf an einem Nachtumzug nicht fehlen? Genau, die illuminierten Fasnachtswagen. Mit der ungewohnten Nummer 5 waren auch die Hudi 17 so früh wie nie mit ihrem Wagen unterwegs. Zu mexikanischen und anderen südländischen Klängen feierten sie den Tag des Todes, den «Días de los Muertos». Eine gastronomische Idee des Klosterbucks nahmen die Pornoschnäuze auf. Yakari bewegte sich durch die Einsiedler Strassen wie auch ein Kampfflugzeug. Im Tiefflug flog ein Helikopter der amerikanischen Küstenwache die Schwanenstrasse hinauf und die Hauptstrasse hinunter. Mit traditionellen Figuren waren die Wyler Häxe, die Galgener Amalia Zunft, die Fidelitas Wollerau und der Rölli Club Freienbach am Start.
Monsterkonzert und neues Kostüm
Nach einer kurzen Stärkung auf dem Dorfplatz spielten alle Guggenmusiken ein gemeinsames Monsterkonzert. Um 21 Uhr war die Aufmerksamkeit im Saal des Zwei Raben ganz auf die Rabäschränzer gerichtet. Dies war die Zeit zur Präsentation ihres neuen Kostüms, das sicherlich als zusätzlicher Höhepunkt galt. Die dunkle Grundfarbe mit den hellen grünen und gelben Kontrastpunkten ist ein Hingucker. Verstärkt wird das Ganze mit in allen Farben leuchtenden Brillen. Das neue Kostüm erhielt den Namen «Chamäleon». Das Kostüm erhielt im Anschluss an den grossen Auftritt den Segen Gottes, überbracht durch Pater Aaron. Schön war auch, dass viele ehemalige Mitglieder sich in «Schale» warfen und nochmals herzhaft mitmusizierten.
Einsiedler Anzeiger / René Hensler
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