Adriana Bamert: Musik ist ihr Leben und ihre Leidenschaft. Foto: zvg
Adriana Bamert: Musik ist ihr Leben und ihre Leidenschaft. Foto: zvg

Musik

«Musik ist mein Leben, Singen meine Leidenschaft»

Im Klosterdorf erklingt eine neue, wunderbare Stimme: Die Einsiedlerin Adriana Bamert hat jüngst ihren Song «Dear Past Love» veröffentlicht. Die 17-jährige Stiftsschülerin möchte ihr Hobby zum Beruf machen.

Magnus Leibundgut: Haben Sie Liebeskummer?


Adriana Bamert: Oh, nein (lacht). «Dear Past Love» ist vielmehr ein Abgesang auf ein spezielles Verhältnis mit einem Mann: Ich verarbeitete in diesem Song eine verloren gegangene Liebe. Im Loslassen dieser Geschichte lasse ich die Vergangenheit ruhen.

Wie kommen Sie dazu, einen solch wundersamen Song aufzunehmen?


Musik ist mein Leben, Singen meine Leidenschaft. An einem vom amerikanischen Konsulat organisierten digitalen Workshop nutzte ich die Gelegenheit, meinen ersten eigenen Song zu komponieren. Vorgängig habe ich während zwei Jahren Gesangsunterricht an der Stiftsschule besucht.

Ihre Performance kommt überaus professionell daher: Haben Sie den Song in einem Tonstudio aufgenommen?


Nein, das Lied wurde im Keller bei mir daheim aufgenommen. Klavier und Violine habe ich selber gespielt und für den Song zusammengemixt. Mein Stiefvater hat mit einer WC-Bürste Schlagzeug gespielt. Das Musik-Mastering musste ich einem Tonstudio überlassen, da man dafür spezielle Geräte benötigt. Alles andere habe ich selber gemacht, nicht zuletzt mit Hilfe des Programms Logic Pro, eine Digital-Audio-Workstation mit Software-Midisequenzer.

Nach einem Tag wurde Ihr Song bereits 700 Mal angehört: Wie haben Sie mit Ihrem Lied so viele Leute erreichen können?


Ich habe auf Instagram zirka 900 Abonnenten: Viele unter ihnen haben das Lied angeklickt. Aber auch via Spotify und Youtube sind viele auf «Dear Past Love» aufmerksam geworden. Mein Song ist auf allen grossen Plattformen anzuhören: Neben Spotify und Youtube ist er auch bei Apple Music zu finden.

Unverkennbar verbirgt sich ein grosses Talent hinter Ihrer Stimme: Erleben wir derzeit gerade den Start einer Karriere einer Sängerin aus Einsiedeln?


Ich hatte schon immer tief verankert in meinem Leben die Hoffnung, mit meiner Leidenschaft Geld verdienen zu können. Mein Mädchentraum war es jedoch, eines Tages Ärztin zu werden. Den Plan, nach der Matura ein Medizinstudium in Angriff zu nehmen, habe ich unterdessen aufgegeben: Ich möchte mich vollends, mit Haut und Haar, der Musik verschreiben.

Welche Pläne verfolgen Sie nach Ihrer Matura?


Ich gehe im September für ein Jahr in die USA, nach San Diego, um dort Englisch zu lernen und weiter an meiner Musik zu arbeiten. Anschliessend wäre ein Bachelor-Studium in Popmusik in Holland eine Option.

Haben Sie musikalische Vorbilder?


An einem Bandkonzert, meine Maturaarbeit, habe ich im Herbst 2019 Songs von Lady Gaga, Rihanna und Amy Winehouse vorgetragen. Mein musikalisches Vorbild ist allerdings eindeutig Ariana Grande.

Planen Sie bereits die Aufnahme eines weiteren Songs?


In der Tat: Es handelt sich um etwas komplexere Musik, sodass ich für die Aufnahme dieses Songs ein Tonstudio aufsuchen werde, um zu produzieren. Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen unter anderem dazu.

Fallen Ihnen Text und Melodie einfach so zu?


Ich lasse mich da ganz von meiner Inspiration leiten und lenken. Ich liege des Abends in meinem Bett – und schwupps kommt da ein Gedanke, der auch direkt umgesetzt wird.

Einsiedler Anzeiger / Magnus Leibundgut

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.02.2021

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www.schwyzkultur.ch/kcKfTc