Unter der Leitung von Kantonaldirigent Stefan Albrecht und diskret begleitet von einem Ad-hoc-Orchester sang der zirka 250-köpfige Chor die Lieder. Bilder Franz Kälin
Unter der Leitung von Kantonaldirigent Stefan Albrecht und diskret begleitet von einem Ad-hoc-Orchester sang der zirka 250-köpfige Chor die Lieder. Bilder Franz Kälin
15 Kirchenchöre sangen toll - 1

Musik

15 Kirchenchöre sangen toll

Alle sechs Jahre lädt der Kirchenmusikverband des Kantons Schwyz die Mit- glieder zum Kantonalen Kirchengesangsfest nach Einsiedeln. So auch am letzten Sonntag.

War in früheren Jahrzehnten dieses Fest eine willkommene Abwechslung und ein fröhliches Fest der Kameradschaft, so hat heute der Vorstand des Kirchenmusikverbandes eher Mühe, die Chöre zum Mitmachen zu bewegen, sind doch die meisten Terminkalender übervoll. Doch 15 der 32 Kirchenchöre scheuten die Arbeit nicht, die Lieder daheim und im Gesamtchor einzuüben.

250-köpfiger Chor

Der Kantonaldirigent Stefan Albrecht hatte für das 16. Kirchengesangsfest das «Deutsche Hochamt» von Johann Michael Haydn ausgewählt. Unter seiner Leitung und diskret begleitet von einem Ad-hoc-Orchester sang der zirka 250-köpfige Chor die zu Herzen gehenden Lieder. Nuria Richter, Sopran, Stephanie Szanto, Alt, Lukas Albrecht, Tenor, und Peter Fröhlich, Bass, sangen die Solostellen und unterstützten den Chor. Dieses Werk der Klassik war eine sehr gute Wahl. Die Musik ging einem unter die Haut. Auch wenn man die Texte nicht verstanden hätte, man hätte aus der Musik erahnen können, was der Komponist ausdrücken wollte.

Mit Pater Basil

Zwischen den einzelnen Liedern sprach Pater Basil Höfliger, in seiner Eigenschaft als Kantonalpräses, die verbindenden Texte, Gebete und Fürbitten. In einer kurzen Predigt erinnerte er daran, dass eigentlich die ganze abendländische Musik aus zwölf Tönen bestehe. Was aber die Komponisten in ihrem Ideenreichtum und in ihrer Kreativität aus diesen zwölf Tönen hervorzauberten, sei schlicht genial. Zwölf einfache Töne, die den Menschen Freude, Zuversicht und Trost spenden können. Musik, die eine Verbindung, eine Beziehung herstelle zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und dem Menschen und unter den Menschen. Musik, die zu Herzen gehe und die jeder verstehen könne! Nach dem Segen dankte Pater Basil allen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten die Mühe genommen hatten, die Lieder einzustudieren, ganz besonders aber Stefan Albrecht, den Solisten und den Musikanten für ihr Engagement. Sein Dank galt auch allen, die dieses Fest materiell unterstützt hatten. Und die Zuhörenden bedankten sich mit einem kräftigen Applaus.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.07.2012

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schwyzkultur.ch/ZRfuPj