Das bekannte Autoren-Team von «Stägeli uf, Stägeli ab» (von links): Hubert Spiess und Erich Vock. Bilder zvg
Das bekannte Autoren-Team von «Stägeli uf, Stägeli ab» (von links): Hubert Spiess und Erich Vock. Bilder zvg
Das Ensemble des Theaterstücks freut sich auf die Arbeit mit den schönen Melodien des Einsiedlers Artur Beul.
Das Ensemble des Theaterstücks freut sich auf die Arbeit mit den schönen Melodien des Einsiedlers Artur Beul.

Musik

Artur Beul im Bernhard-Theater zu Gast

Die Melodien des Einsiedler Komponisten untermalen ein hochkarätiges Schauspiel Artur Beul (1915-2010) füllte während seines Lebens etliche Konzertsäle, doch keine Schauspielhäuser. Ab dem 4. November führt das Bernhard-Theater ein «alpenländisch-musikalisches Lustspiel» auf, das Stück wird mit Artur Beuls schönsten Melodien untermalt.

Artur Beul - beim Erklingen dieses Namens denkt man an schöne Töne, an «Stägeli uf, Stägeli ab», an «am Himmel staht es Sternli zNacht». Artur Beul - wer denkt da an Theater? Zwei kreative Köpfe tun dies sehr wohl: Erich Vock und Hubert Spiess, die zwei berühmten Volkskünstler, die sich miteinander bereits für die überaus erfolgreiche, im Jahre 2010 im Bernhard-Theater aufgeführte Inszenierung «Die kleine Niederdorfoper» verantwortlich zeigen, haben vor einiger Zeit gedacht: Arthur Beul,lassen sich dessen Hits nicht mit einem Schauspiel verbinden? Vock und Spiess beschäftigten sich eingehend mit Beul, diesem Grossen unter Einsiedelns Söhnen. Sie schrieben daraufhin ein Stück, welches ganz nach dem Komponisten töne: Es handle sich dabei um «eine Mischung aus schriller Komödie, Heimatfilm und Märli, wo die wunderbaren Melodien von Artur Beul perfekt eingebettet sind».

Gelungene Geschichte

Die Geschichte klingt tatsächlich so munter wie ein Innerschwyzer Mundartklassiker: Im idyllischen Bauerngut «Tobelhof» herrscht ein emsiges Treiben, bald findet dort das jährliche Tanzfest statt. Kann die resolute Hausherrin ihre leicht kapriziöse Tochter unter die Haube bringen? Eignen sich die zahlreichen Anwärter überhaupt für eine Heirat? Es gäbe ja einen unverschämt gutaussehenden Amerikaner auf dem Gut,doch was sollte dieser von einer Schweizer Bauerntochter wollen? Hoffentlich vermiest Köbi, der kränkliche Bruder der Hausherrin, bloss nicht das Fest! Alles muss klappen, und so gehen die Leute auf dem Hof «Stägeli uf, Stägeli ab».

Ausgezeichnete Mitwirkende

Das Ensemble, das Vock und Spiess zusammenstellten, kann sich sehen lassen  es besteht aus zahlreichen Publikumslieblingen. Neben den zwei Autoren, die selber zentrale Rollen spielen, ist etwa Viola Tami mit von der Partie, ihr gleich tun es auch Maja Brunner oder Fabienne Louves. Dass Vock bühnenreif ist, weiss jeder Theaterlaie; dass die übrigen dies ebenfalls sind, scheint nicht so klar. Doch man lasse sich nicht täuschen: Die SRF-Moderatorin Tami und die Schlagersängerin Brunner arbeiteten bereits früher mit Vock zusammen; die Castingshow-Gewinnerin Louves fühlte sich auf der Bühne schon immer pudelwohl. Und falls jemand der Darsteller sich doch unsicher fühlen wird: Mit Max Sieber ist ein durch und durch erfahrener, vielfach ausgezeichneter Regisseur am Werke,zusammen mit Vock übernimmt er die theatralische Leitung, welche ihm, dem «Prix Walo»-Träger, mit Sicherheit keine Mühe bereiten wird.

«Artur Beul macht Freude»

Allein wie kommt man darauf, Artur Beuls Musik als Rahmen für ein Theaterspektakel zu verwenden? Sieber spricht von einem ganzen Haufen an Gründen; dass Beul am 9. Dezember 2015 seinen 100. Geburtstag feiern könnte, sei beispielsweise einer davon. Doch eigentlich gibt es noch viel wichtigere Gründe: «Im Moment sind Geschichten, welche sich im weitesten Sinne um die Heimat drehen, sehr gefragt. Und ist Beul nicht ein Musiker, der mehr als alle anderen zu dieser Thematik passt? Und sowieso: Seine Lieder sind schön, sie unterhalten die Menschen. Und das ist ja das Wichtigste!», meint Spiess. Vock sieht das genau gleich: «Nach der Niederdorfoper entschieden Hubert Spiess und ich uns ziemlich schnell, etwas zu schreiben, dass sich mit der Musik von Beul kombinieren lässt. Mit Beul, da waren wir sicher, kann man bestimmt etwas aufführen, dass den Menschen Freude macht.»

Besucheransturm

Da liegen sie richtig. Das Bernhard-Theater verkaufte bereits 8000 Eintrittskarten, drei Zusatzvorstellungen wurden schon angekündigt. Glücklich dürfen sich jene schätzen, die am gleichen Tag wie Artur Beul geboren worden sind, können sie doch am 9. Dezember die Vorstellung kostenlos besuchen. Der Besucheransturm auf «Stägeli uf, Stägeli ab» wird jedoch auch ohne dieses Zückerchen gross sein. Oder sogar riesig? Die Mitwirkenden sind sich einig: «Beul war nicht nur ein authentischer Typ, sondern machte auch tolle Melodien. Mit ihm und seiner Musik werden wir viele Besucher ansprechen

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.09.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/jytVbG