Die Konkordianer spielten das erste Jahreskonzert unter der Leitung von Thomas Truog. Bild Franz Kälin
Die Konkordianer spielten das erste Jahreskonzert unter der Leitung von Thomas Truog. Bild Franz Kälin

Musik

«Augenblicke» der Begeisterung

Am vergangenen Samstag und Sonntag lud die Musikgesellschaft Konkordia Einsieden zu ihrem traditionellen Unterhaltungskonzert ein. Mit einem sehr abwechslungsreichen Programm unter dem Titel «Augenblicke» liessen sich die Zuhörer begeistern.

Pünktlich öffnete sich der Vorhang zum traditionellen Unterhaltungskonzert der Musikgesellschaft Konkordia Einsiedeln im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben. Zum ersten Mal am Unterhaltungskonzert stand der neue Dirigent Thomas Truog am Dirigentenpult. Beim Eröffnungsmarsch Marignan vom Walliser Jean Daetwyler merkte man schnell, dass sich die Musikantinnen und Musikanten der Konkordia gut mit dem neuen Dirigenten verstanden. Schon das Kirchenkonzert im vergangenen März und der Landmusiktag in Egg standen unter seiner Leitung. Nun konnte der Präsident Beat Gschwend die zahlreichen Besucher und viele Delegationen aus nah und fern begrüssen.

Ein Blaskapellen-Fan

Mit Jasmin Brunner führte eine aktive Musikantin durch die erste Programmhälfte. Mit informativen Worten stellte sie das zweite Stück «My Fair Lady» aus dem gleichnamigen Musical vor. So folgten bekannte Melodien, die sicher viele von den aufmerksamen Zuhörern kannten. «Augenblicke» war das nächste Stück. Eine schwungvolle Polka mit schönen Melodiebögen in den verschiedenen Registern gefiel den Konkordianern so gut, dass sie diesen Titel kurzerhand als Motto für den diesjährigen Unterhaltungsabend wählten. Schnell merkte man, dass der Dirigent Thomas Truog ein begeisterter Blaskapellen-Fan ist. Er legte den Taktstock zur Seite und holte mit seiner Gestik die Melodiebögen, die Forte- und Pianostellen aus seinem Korps heraus. Mit dem nächsten Stück S'Flügelhorn im Rucksack rückten die zwei Trompeter Valentin Egli und Christian Schönbächler als Solisten in den Vordergrund. Auswendig spielend und locker auf der Bühne stehend gaben sie diese anspruchsvolle und gehörfällige Polka zum Besten. Schade, dass das Korps etwas zu laut war und die Solisten damit zu wenig zur Geltung kamen. Dennoch verlangten die Zuhörer mit grossem Applaus eine Wiederholung, die gerne gewährt wurde. Nun wurde es einen Augenblick ruhiger, denn der Walzer «Nur ein kurzer Augenblick» kam zur Aufführung. Zum Schluss des ersten Konzertteils gab es, wie schon zur Eröffnung des Unterhaltungsabends, einen traditionellen Marsch vom Komponisten Ernst Übel. Mit Jubelklänge hatte die Musikkommission einen anspruchsvollen Marsch ausgewählt, der immer wieder gerne gehört und gespielt wird. In der Pause machten sich die Musikanten auf, um die Lose für die attraktive Tombola an die Besucher zu bringen. Sicher durften sich die meisten über einen schönen Preis freuen.

Anspruchsvoll aber gehörfällig

Mit der Filmmelodie The Raiders March aus dem bekannten Film Indiana Jones und die Jäger des verlorenen Schatzes wurde der zweite Konzertteil eröffnet. Wie die ebenfalls aktive Flötistin Denise Egli, die im zweiten Konzertteil durchs Programm führte, zu berichten wusste, ist in Zukunft ein weiterer Indiana Jones Film mit Darsteller Harrison Ford geplant. Wahrscheinlich wird auch die Musik wieder vom bekannten Komponisten John Williams stammen. Wie schon The Raiders March war auch das folgende Stück Countryside and common People anspruchsvoll für die Musikanten, aber für die Zuhörer sehr gehörfällig. Mit dem Schottisch Malojawind von Ueli Mooser kam für einmal das Klarinettenregister solistisch zum Zug. Sie meisterten ihre Sache gut und das Publikum applaudierte begeistert. Dass die Besucher ein wirklich abwechslungsreiches Programm zu hören bekamen, bezeugte der nächste Titel «Sing, Sing, Sing» von Louis Prima. Ein Evergreen und Klassiker aus der Swing- und Jazz-Ära. Die ses Stück bot den Solisten am Schlagzeug, an der Trompete, Klarinette, Saxophon und Flöte die Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Nach dieser schnellen Nummer war die Ballade von Rainhard Fendrich «A Herz wie a Bergwerk» angesagt. Gefühlvoll vorgetragen, zeigten die Konkordianer, dass ihnen auch diese Musik liegt. Wer kennt nicht die attraktive und erfolgreiche Sängerin Helene Fischer? Mit dem Titel «Helene Fischer live» trafen die Musikanten der Konkordia den Geschmack des Publikums. Es forderte mit langem Applaus eine Wiederholung. Nach den Dankeswo

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.11.2016

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schwyzkultur.ch/QPvSgf