«Sackgass» liess die «Böhsen Onkelz» in Einsiedeln aufleben.
«Sackgass» liess die «Böhsen Onkelz» in Einsiedeln aufleben.
«Sackgass» liess die «Böhsen Onkelz» in Einsiedeln aufleben. Festivalstimmung mit «Open Season». Bilder Joe Kälin
«Sackgass» liess die «Böhsen Onkelz» in Einsiedeln aufleben. Festivalstimmung mit «Open Season». Bilder Joe Kälin

Musik

Ausnahmsweise ein verregnetes Let's Fetz

Trotz des Regens am Samstag fanden viele Leute ihren Weg ans Let’s Fetz. Dort wurden sie bestens von den Bands unterhalten. Dabei gabe es viele Höhepunkte.

Am letzten Samstag wurde das alljährliche Let’s Fetz durchgeführt. Die Reithalle Wikart und das umliegende Gelände waren abermals der Ort des Anlasses. Das Wetter liess wenig Gutes für den Abend erhoffen. Zur Türöffnung um halb vier Uhr befanden sich erst wenige Gäste vor Ort, bereits eine halbe Stunde später gab es mehr Leute. Natürlich wegen der folgenden Auftritte.

Junge Einsiedler Bands zum Start

«Jester Swill» wurden kurz angekündigt. Danach trugen die jungen Einsiedler ihre eigenen Kompositionen vor. Mit ihrem melodischen Rock mit Folk-Einschlag starteten sie den Konzertabend. Als nächste Band folgte «Shattering», ebenfalls Einsiedler. Auch sie konnten mit eigenen Kompositionen überzeugen. Ihre Musik stellte einen guten Kontrast zu der vorhergegangenen Gruppe dar. Die Mischung aus Death Metal und Hardcore brachte die Anwesenden in der ersten Reihe zum aggressiven Kopfnicken. Sie brachten das Publikum also regelrecht zum Kochen. Danach betraten ein paar ältere Semester die Bühne: Die Einsiedler «Paradise Birds». Sie unterhielten mit Rock'n'Roll und Blues. Im Repertoire hatten sie einige gut gecoverte Songs. Gespielt wurden aber auch eigene Songs. Die Halle war mittlerweile gut gefüllt. Die meisten Winkel und Ecken waren ausgenutzt und die Sitztische sowieso schon lange besetzt. Es folgte die vierte Band mit dem Namen «Stolling Rones». Der Name lässt auf ihr Songmaterial schliessen. Die bekanntesten Songs der Rolling Stones wurden von ihnen zum Besten gegeben. Ihr Konzert konnte so mit viel Wiedererkennungswert den Grossteil des Publikums miteinbeziehen.

Headliner in überfüllter Halle

Um acht Uhr begannen «Eve’s Garden» ihren Auftritt. Die ausschliesslich aus weiblichen Mitgliedern bestehende Band unterhielt mit vollem Einsatz. Sie rockten die Menge und hätten eine längere Spielzeit sichtlich willkommen geheissen. Bei ihnen sah der Instrumenteneinsatz fast wie eine Turnübung aus, auf jeden Fall sehr bewegt. Um halb zehn begannen «Open Season» ihre eineinhalb Stunden dauernde Spielzeit. Posaune und Trompete sind nur zwei Beispiele der Instrumente der Band. Sie spielten eigene Ska- und Reggae-Songs welche vom Publikum dankbar gefeiert wurden. Die Halle wurde so langsam aber sicher warm, mittlerweile war die Reithalle übervoll. Die zweiten Headliner dieses Abends waren Zach Prather und seine Band «The Tribe». Sie präsentierten ruhigen Blues. Dadurch wurde wieder etwas Ruhe ins Publikum gebracht und die erhitzte Stimmung von zuvor etwas abgekühlt. Das soll aber keineswegs heissen, dass Schlafmusik gespielt wurde. Hin und wieder gab es auch ein anspruchsvolleres Gitarrensolo. Mit Zack Prather waren zwar die Headliner dieses Jahres abgeschlossen. Das bedeutete aber noch lange nicht das Ende für diesen Festabend. Es waren noch zwei weitere Auftritte angesagt. Den Auftakt zum Schluss machten «Sackgass». Mit ihren Covers von den «Böhsen Onkelz» brachten sie noch etwas gröligen Rock in die Halle. Das Publikum nahm die Steilvorlagen mit lauten Chören auf. Es wurde kräftig mitgegrölt.

Stimmungshöhepunkt

Die Stimmung hatte um diese Zeit, es war etwa zwei Uhr, ihren Höhepunkt erreicht. Im Anschluss betrat die letzte Band die Bühne. «Racy Ram» spielten rockige Songs. Sie coverten einige Lieder und brachten aber auch eigene mit. Ihre Rolle ganz am Ende war etwas undankbar, da sich die Reihen bis um diese Zeit bereits etwas geleert hatten. Trotzdem unterhielten sie das Publikum noch eine Stunde lang bis schlussendlich um halb vier Uhr morgens der letzte Ton erklungen war. Danach verliessen die Besucher die Halle recht zügig. Alles in allem wurden bei der Musik keine halben Sachen gemacht. Von der Technik her gab es überhaupt nichts zu beanstanden. Auch das Zeitmanagement war gut, so konnte jede Band pünktlich beginnen.

Let's Juutz in der Kaffeestube

Neben der grossen Reithalle war noch das Let's Juutz auf dem Festgelände. Dort wurde immer gute Unterhaltung durch zwei Ländlertrios geboten. Den Anfang machten Roggenmoser-Beeler mit

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

30.04.2013

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