Im grossen Orchester (unter der musikalischen Leitung von Michael Köck) waren alle Instrumentenfamilien vertreten. Foto: Andrea Kälin
Im grossen Orchester (unter der musikalischen Leitung von Michael Köck) waren alle Instrumentenfamilien vertreten. Foto: Andrea Kälin

Musik

Beeindruckendes Abschlusskonzert nach erstem Lager

Am letzten Freitagabend fand das Abschlusskonzert des ersten Musiklagers der Musikschule Einsiedeln im Theatersaal des Klosters statt. Mit einem vielseitig gestalteten Programm erfreuten die verschiedenen Formationen das zahlreich erschienene Publikum.

Nach einer erlebnisreichen Lagerwoche in Melchtal (der EA berichtete) stand nun für die 34 Kinder und Jugendlichen am Freitagabend der Lagerabschluss mit der Aufführung der eingeübten Stücke vor Eltern, Verwandten und vielen weiteren Interessierten auf dem Programm. Kleinere und grössere Ensembles wechselten sich ab. Das Programm reichte von Klassik bis zu Popmusik. Die musikalische Eröffnung erfolgte durch ein Bläser-Ensemble bestehend aus Saxophonen und Blechinstrumenten. Alsbald erklangen weitere Blechklänge von der rechten Vorbühnenseite, Holzklänge von links und Streicherklänge von der Empore. Beeindruckend das Zusammenspiel der drei Formationen mit den drei Dirigenten. Nebst einem reinen Holzensemble, einem Schlagzeug-Duo, einem Volksmusik-Ensemble mit Schwyzerörgeli, Klarinette, Trompete und Kontrabass gab es das Ensemble «Zigeunerbogen» mit Streichern und Marimbaphon oder die Formation «TanSam» mit Tango- und Sambarhythmen, bestehend aus Streichern, Gitarre, Akkordeon und Cajon zu hören. Neue musikalische Erfahrungen Dass nebst dem Üben auf dem eigenen Instrument auch Zeit für musikalische Weiterentwicklung blieb, zeigte der Trompeter und Ansager Timo Zosso, der seinem Kollegen Samuel Burkard während der Lagerwoche das Alphornspielen bei- brachte. Traten die beiden doch im Duo bereits vors Publikum. Eindrucksvoll insbesondere auch der Auftritt aller Jugendlichen und ihrer musikalischen Leiter als Chor mit dem bekannten «The Lion sleeps tonight» und dem traditionellen «Si ya hamba». Hier sprang der Funke definitiv aufs Publikum über! Ein kompetentes Team Für Abwechslung sorgte der Auftritt der Lehrer-Schüler-Band der sieben Musiklehrpersonen zusammen mit den drei ältesten Lagerteilnehmern. Das Leiterteam bestand aus Musikschulleiter Adrian Meyer, Michael Köck, dem die musikalische Gesamtleitung oblag, und den weiteren Musiklehrpersonen Myrtha Albrecht, Lukas Meister, André Ott, Sebastian Rauchenstein und Yolanda Schibli. Fredi Trütsch sorgte für allerlei sportliche und andere Aktivitäten, was in der Ausstellung der verschiedenen Steinblöcke und Fässer im Foyer, welche während der Woche unter seinem Dirigat bearbeitet wurden, eindrücklich demonstriert wurde. Daneben sorgte Erika Bruhin, welche als Ersatzküchenchefin spontan eingesprungen war, für das leibliche Wohl und Katrin Grotzer, Assistentin der Musikschulleitung, agierte im Hintergrund als gute Fee. Alle Instrumentenfamilien Schön, dass dieses neue Angebot der Musikschule regen Anklang fand und von verschiedenen Gönnern und Sponsoren grosszügig unterstützt wurde. Waren doch alle Instrumentenfamilien im Lager vertreten und fanden auch im grossen Schlussorchester ihren Platz: Von der Pan- und Blockflöte, über die klassischen Blas-, Streich- und Schlaginstrumente bis hin zu Gitarre, Klavier und zum Schwyzerörgeli war ein grosses Abbild des reichen Musikschulangebots im Gesamtcorps auszumachen. Das «Harry Potter»-Medley sowie der «Walzer Nr. 2» aus Schostakowitsch’s Jazzsuite Nr. 2 boten dann ein beeindruckendes Klangerlebnis. Das Schlussstück «We are the Champions» erklang mit Chor und Begleitband und erfreute das Publikum sichtlich, welches gleich noch eine Zugabe forderte. Bei einem kleinen Apéro im Foyer konnte man den Abend anschliessend gemütlich ausklingen lassen. Wir haben beschlossen, bereits nächstes Jahr in der ersten Herbstferienwoche wieder ein Musiklager durchzuführen.


Einsiedler Anzeiger / ank

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.10.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/kvRMER