Mit 4000 Zuschauern verzeichnete die fünfte Auflage des Musikfests einen Besucherrekord. Fotos: Fritz Tschümperlin
Mit 4000 Zuschauern verzeichnete die fünfte Auflage des Musikfests einen Besucherrekord. Fotos: Fritz Tschümperlin
Ein stilvoller Mix: Der Charme des abendlichen Paracelsus-Parks und die gelungene Inszenierung desselben durch das OK des Einsiedler Musikfests.
Ein stilvoller Mix: Der Charme des abendlichen Paracelsus-Parks und die gelungene Inszenierung desselben durch das OK des Einsiedler Musikfests.
Ein Dankeschön nach allen Seiten: OKP Lukas Hasler.
Ein Dankeschön nach allen Seiten: OKP Lukas Hasler.

Musik

«Das behalten wir am besten bei!»

Bilanz von OKP Lukas Hasler zur Atmosphäre und zum neuen Standort Paracelsus-Park und Adlermätteli.

Victor Kälin: Wie fällt die Bilanz des OK-Präsidenten zwei Tage nach dem Ende des Muiskfestes aus?


Lukas Hasler: Ich blicke mit grosser Freude und etwas Stolz zurück. Stolz bin ich vor allem auf unseren Verein Einsiedler Musikfest, der sich hauptsächlich aus Mitgliedern des Kulturvereins «Fismo» zusammensetzt. Das Musikfest 2018 ist für uns und für mich als OKP ein riesiger Erfolg. Am Sonntag blickte das Kernteam ein erstes Mal zurück und fragte sich, was man noch hätte besser machen können. Es kam nicht viel heraus … Wir sind auf dem richtigen Weg. Darauf dürfen wir stolz sein.


Was hat Sie am meisten gefreut, beeindruckt?


Die entspannte Stimmung des Publikums sowie die vielen spontanen Rückmeldungen und Komplimente. Viele Besucher ermunterten uns, am Standort festzuhalten und nicht mehr auf die Hauptstrasse hinunterzuzügeln. Der neue Platz sei «viel schöner». Es war nicht nur das Wetter, das zur tollen Atmosphäre beigetragen hat, sondern auch unsere Arbeit. Die vielen positiven Rückmeldungen sind quasi unser Lohn.


Und was hat Ihnen weniger gefallen?


Leider gibt es mit so vielen Menschen immer wieder «kleinere Scharmützel». Dank des umsichtigen Sicherheitsdienstes dauerten diese allerdings nicht lange. Mir sind derzeit zwei konkrete Vorfälle bekannt: Einmal wollte ein Zuschauer die Bühne stürmen; ein anderes Mal leistete sich einer eine kleine Rauferei – ausgerechnet mit unserer Security! Wir haben aber die richtigen Sicherheits-Partner: Sie wissen, wie mit solchen Situationen umzugehen ist.


Welche Rückmeldungen haben Sie und das OK generell erhalten?


Das Feedback war grundsätzlich gut bis sehr gut. Gelobt wurden die friedliche Stimmung, aber auch die Einrichtung, die Infrastruktur sowie das ausgeschmückte Festivalgelände. Dass die doch aufwendige Dekoration so stark wahrgenommen wurde, freut uns besonders. Auch von den Bands haben wir durchwegs nur Positives gehört. Diesen Dank möchte ich gerne weitergeben an alle Besucher und Besucherinnen, aber auch an alle Helfer und Helferinnen: Wir haben an einem Strick gezogen und so ein wunderbares Fest ermöglicht.


Erstmals fand das Musikfest im Paracelsus-Park und auf dem Adlermätteli statt. Wie bewertet das OK den neuen Standort?


Als wir aufgrund der Klosterplatz-Sanierung einen neuen Standort suchen mussten, erkannten wir das Potenzial ziemlich schnell. Wir merkten, dass das gut funktionieren kann; wahrscheinlich besser gar als am bisherigen Standort. Und nach dem Fest behaupte ich: Der Standort ist wirklich besser. Er ist übersichtlicher, logistisch einfacher für Materialtransport, Aufbau und Betrieb. Bewährt hat sich auch der zentrale Eingang sowie die Zwischenzone mit Bar, Essständen und Sitzmöglichkeiten. Das neue Festivalgelände stösst an keine Hauseingänge und tangiert auch keine Restaurants oder Geschäfte. Das ist auch für die betroffenen Hauseigentümer einfacher. Alle konnten sich überall freier bewegen. Ich würde mal spontan sagen: Das behalten wir bei!


Es gibt nicht nur Festival-Besucher, sondern auch Menschen, die nicht am Musikfest waren, aber dennoch davon tangiert werden. Gab es Reklamationen zum Musikfest?


Im Vorfeld führte das OK Gespräche mit den Nachbarn. Ich verstehe, dass für diese unser Fest mehr Last als Freude ist. Wegen der Nachtruhestörung gab es während des Anlasses denn auch einige Reklamationen. Dass das eine Belastung ist, wissen und respektieren wir. Auf der anderen Seite zeigt uns aber gerade der grosse Publikumsaufmarsch auch der Einheimischen, dass die Mehrheit das Einsiedler Musikfest schätzt … Ich möchte mich bei allen für das Verständnis bedanken, die wegen des Musikfestes unfreiwillig spät die Bettruhe gefunden haben.


Wie präsentieren sich denn die Zahlen?


Am Freitag hatten wir 1600 und am Samstag 2400 Zuschauer. Das sind pro Tag im Schnitt 500 Personen mehr als in den Vorjahren! 1000 Zuschauer mehr: Das ist ein enormer Erfolg für uns. Finanziell budgetierten wir weniger Eintritte und somit auch ein Minus in der Rechnung, da wir zusätzlich sehr viel in Gestaltung, Technik, Sicherheit und Künstler investiert haben – was das Budget auf 155’000 bis 160’000 Franken ansteigen liess. Wie wir finanziell abschliessen werden, kann ich noch nicht sagen. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass es für ein kleines Plus reicht.


Nach dem Festival ist vor dem Festival: Gibt es auch 2019 wiederum ein Musikfest?


Ja, auf jeden Fall. Ein Fest wie 2018 motiviert für weitere Taten. Das nächste Ziel ist die Klärung der Standort-Frage. Für 2019 werden wir deshalb schon bald mit dem Bezirk zusammensitzen und was 2020 betrifft, fragen wir dann die Welttheatergesellschaft, was im Spieljahr möglich ist.


Und auf welchem Gelände findet es statt?


Gerne wieder im Paracelsus-Park und auf dem Adlermätteli. Aber wie gesagt: Zuerst müssen wir mit dem Bezirk zusammensitzen.


Einsiedler Anzeiger / Victor Kälin

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.08.2018

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schwyzkultur.ch/kVpE35