Der Standort des Musikhauses (Kreis) aus der Luft. Bild: Werner Bösch
Der Standort des Musikhauses (Kreis) aus der Luft. Bild: Werner Bösch
Probensaal für Chor und Orchester: Platz für Musiker und (grosse) Instrumente. Bild: Franz Kälin
Probensaal für Chor und Orchester: Platz für Musiker und (grosse) Instrumente. Bild: Franz Kälin
Eines der zehn Übungs- und Unterrichtszimmer: Schlicht und funktional. Bild: Franz Kälin
Eines der zehn Übungs- und Unterrichtszimmer: Schlicht und funktional. Bild: Franz Kälin

Musik

Das Musikhaus ist beendet

Nach anderthalb Jahren Bauzeit hat das Kloster wieder ein Musikhaus. Am nächsten Montag erfolgt die offizielle Eröffnung.

Am nächsten Montag, 20. September, kann das Kloster Einsiedeln fristgerecht das neue Musikhaus seiner Bestimmung übergeben. Es tut dies mit einem internen Festakt und einem «Abend der offenen Türe», zu dem die Bevölkerung von 17.15 bis 19.45 Uhr herzlich eingeladen ist.

Neubau im 2008 gutgeheissen

Das alte Musikhaus hat dem Kloster über Jahre Anlass zu Sorgen gegeben: Baulich präsentierte sich der 1936 erstellte Verbindungstrakt in einem schlechten Zustand; er galt als Energie-Schleuder, welcher zudem platzmässig nicht mehr zu genügen vermochte. Ein Neubau drängte sich auf. Ende 2008 hiess der Konvent das Vorhaben gut.

Diener & Diener

Für die Architektur konnte ein international renommiertes Unternehmen gewonnen werden: Die «Diener & Diener Architekten» aus Basel, welche unter anderem die Schweizerische Botschaft in Berlin oder die Nationalgalerie für Moderne Kunst in Rom erweitert haben. Derzeit realisiert wird das Forschungs- und Entwicklungsgebäude «Novartis Campus» in Schanghai, ebenfalls ein Werk von Diener & Diener. Weitere international bekannte Arbeiten sind das Haus für Sportler im Olympischen Dorf in Turin, das Lehrerausbildungszentrum der Universität Malmö, oder auch das CentrePasquArt, das Kunstmuseum in Biel. Das 1942 gegründete Architekturbüro geht zurück auf Marcus Diener, dessen Sohn Roger Diener seit 1980 Partner ist. Seit 1999 ist dieser Professor für Architektur und Entwurf an der ETH Zürich. 2002 wurde ihm für sein Gesamtwerk die «Grande Medaille d’Or d’Architecture», der französische Architekturpreis, verliehen. Und 2009 erhielt Diener den Prix Meret Oppenheim.

Multifunktionale Nutzung

Das von Diener & Diener in Zusammenarbeit mit dem Einsiedler Architekt Ruedi Birchler entworfene Musikhaus umfasst zehn Übungs- respektive Unterrichtszimmer, einen grossen Probensaal für Chor und Orchester sowie Abstellräume für Sport- und Musikinstrumente. Multifunktional genutzt werden kann das grossräumige Foyer im Erdgeschoss. Gemäss Hochrechnung aus dem Vorjahr belaufen sich die Kosten auf rund fünf Millionen Franken. Sie werden grösstenteils durch Spenden gedeckt.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.09.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/fxQtNu