Beeindruckende Chor-Arbeit: Dirigentin Agnes Ryser....
Beeindruckende Chor-Arbeit: Dirigentin Agnes Ryser....
sowie ebenfalls beeindruckende Liedbegleiterin und Pianistin Cäcilia Schuler. Bilder René Steiner
sowie ebenfalls beeindruckende Liedbegleiterin und Pianistin Cäcilia Schuler. Bilder René Steiner

Musik

Das Wagnis lohnte sich von A bis Z

Dan Forrest und Ola Gjeilo erlebten am letzten Samstag ihre Einsiedler Premiere. Und was für eine! Der Chor 90 Stimmen zeigte in der Jugendkirche eine beeindruckende Interpretation. Das Publikum war begeistert.

Dan Forrest und Ola Gjeilo? Der Schreiber kann von sich nicht behaupten, diese beiden jungen Komponisten – Jahrgang 1978 – zu kennen. Doch seit Samstagabend, 15. Dezember, und dem Konzert «WinterKlang» in der Jugendkirche Einsiedeln weiss er: Es lohnt sich, deren Musik zu hören. Mit den präsentierten sechs Werken sorgten die 55 Sängerinnen und Sänger des Chors 90 Stimmen für einen wunderbaren musikalischen Abend, genauso wie das Pater Basil Höfliger in seinen Begrüssungsworten wünschte.


Eine Erfolgsgarantin


Für das gute Gelingen garantierte einmal mehr die Dirigentin Agnes Ryser. Sie leitete den Chor mit klaren, präzisen Impulsen und erreichte damit, dass die Sängerinnen und Sänger vor allem auch im dynamischen Bereich überzeugten. Unterstützt wurde die Sängerschar durch fünf Instrumentalisten, die sich gekonnt einbrachten und Wesentliches zum guten Gelingen beitrugen. Severin Suter überzeugte als Solist mit seinen Cellosoli. Vor allem sorgte die witzige Interpretation von Leroy Andersons «Sleigh ride» für einiges Schmunzeln und viel Applaus.


Bereichernde Musik


Zur Eröffnung wählte der Chor «Jubilate Deo» von Dan Forrest. Ein wuchtiger Auftakt, der irgendwie an vergangene Welttheatermusik erinnerte. Wäre ja irgendwie passend, haben sich doch die engagierten Sängerinnen und Sänger nach dem Welttheater 2000 zu diesem Projektchor gefunden. Auch das zweite Werk des Amerikaners begeisterte die Besucher. Mit «Ngokujabula» hatte der Chor nicht nur schwierige Rhythmen zu meistern, sondern ebenso eine ungewohnte Sprache zu brauchen. Auch die Musik von Ola Gjeilo ist von vielen Musikstilen beeinflusst, dicht gesetzt und gefühlvoll. Auffallend sind auch raffiniert gewählte Harmonien, etwa in «The Ground». Mit «The Rose» erklang nicht das bekannte Lied zum gleichnamigen Film, sondern eine eigenständige Komposition des Norwegers. Bei «Across the vast eternal sky» konnte der Chor wiederum seine dynamische Ausdruckskraft beweisen, auffallend vor allem das satte, jedoch nicht überbordende Forte sowie der dezente Ausklang zum Schluss.


Eindrücklicher Schlussvortrag


Eindrücklich auch der Schlussvortrag mit «Luminous night of the soul». Ein vielfältiges Werk, zu Beginn eher klagend, nachdenklich, steigert sich das Tempo und der Gesang wirkt befreiend, jubelnd. Mit diesem herrlichen Vortrag endete ein beeindruckendes Konzert, und nicht nur die musikalische Leiterin zeigte sich überglücklich, auch das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations für dieses bereichernde Programm.


Einsiedler Anzeiger / rst

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.12.2018

Webcode

schwyzkultur.ch/mxNmW4