Es war ein Abend zum Geniessen – das Publikum, die perfekt gespielten herrlichen Melodien, Dirigent, Musikantinnen und Musikanten. Bild Franz Kälin
Es war ein Abend zum Geniessen – das Publikum, die perfekt gespielten herrlichen Melodien, Dirigent, Musikantinnen und Musikanten. Bild Franz Kälin

Musik

Das war ein purer Genuss

Für einmal war der MV Euthal an seinem Jahreskonzert «tierisch» unterwegs. Das Dorfzentrum durch ein fachkundiges Publikum gut besetzt, Musikanten in bester Spiellaune und eine ausgezeichnete Stückwahl machten das Konzert zu einem Genuss.

Unter der bewährten musikalischen Leitung von Roland Kälin hat sich der Musikverein Euthal mit einer sehr anspruchsvollen, aber äussert schwungvollen Stückwahl die Messlatte selbst sehr hoch gesetzt. Unter dem Programmtitel «tierisch», bei allen zwölf einstudierten Stücken, stand eine spezielle Tiergattung im Mittelpunkt. Dirigent und Interpreten haben sich für musikalische Leckerbissen entschieden, die manches professionelle Orchester ins Schwitzen bringen. Die Ouvertüre aus der Operette die Fledermaus von Johann Strauss oder bekannte Melodien aus dem Musical «Cats» sind neben weiteren anspruchsvollen Melodien für eine «Landmusik», ohne despektierlich zu sein, sehr hohe Hürden. Um es gleich vorwegzunehmen, die vielen intensiven Proben haben sich ausbezahlt. Am letzten Samstagabend konnten sie alle den verdienten Lohn in Form von viel, viel Applaus entgegennehmen.

Jagdlehrling als Ansager

Nach dem schwungvoll gespielten Eröffnungsmarsch «Unter dem Doppeladler» von Joseph Franz Wagner konnte Präsident Hermann Bellmont viel treues, fachkundiges Publikum, viele Vereinsdelegationen und Gäste begrüssen. Ein ganz spezieller Willkommensgruss galt dem Präsidenten des Kantonalen Musikverbandes, Alex Zimmermann, und seiner Gattin Cordula und dem Präses des Musikvereines Euthal, Pater Rafael Schlumpf. Gespannt warteten die Anwesenden auf den diesjährigen Auftritt des fantasievollen, erprobten Ansagers Josef (Seppl) Ochsner. Getreu dem Motto des Jahreskonzertes 2012 «tierisch» erschien er prompt als Jäger, besser gesagt als Jagdlehrling. Seine Ansagen zu den einzelnen Tierfiguren in den verschiedenen Musikstücken, verbunden mit Geschehnissen vergangener Zeiten, waren dann gewohnt bühnenreif und ergäben alleine ein abendfüllendes Unterhaltungsprogramm. Bei der Ansage zum Musikstück «Cats», mit der Anspielung auf Euthal und seine Katzen, Friedhof und eigenhändig abschiessen, hatte er die Lacher natürlich auf seiner Seite. Jedenfalls wurde seinen Auftritten und Ansagen zwischen den einzelnen Musikblöcken ebenfalls richtiggehend entgegengefiebert.

Fachkundiges Publikum

Aber nun wieder zurück zum Konzert. Ob die erwähnte Ouvertüre zur Operette die Fledermaus oder «Der alte Brummbär» mit dem gekonnten Tuba-Solo durch Koni Graf oder der Paso Doble «El Toro» von Günter Noris – jedes einzelne Stück war ein Ohrenschmaus und beste Unterhaltung. Nach der verdienten Pause für Dirigent und Musikanten ging es mit einer Melodie weiter, die viele von uns in der Schulzeit noch selbst gesungen haben, mit «Übere Gotthard flüge d'Bräme» von Artur Beul, den wir Einsiedler gerne und mit Stolz als unseren Artur Beul bezeichnen. Bei «Die lustigen Finken», eine Solo-Polka für Flöten, hatten Jasmin Hasler, Alexandra Kälin, Eveline Kälin und Renate Kälin ihren gekonnten Solo-Auftritt, um mit «The Lion King», von John Higgins arrangiert, und mit «Eine Herde weisser Schafe» mit zwei weiteren herrlichen Melodien zu begeistern.

TolleKlarinetten-Soli

Dazwischen erfreuten die Klarinetten-Solisten, Franz Birrer, Karin Fuchs, Cornelia Harder, Jeannette Kälin, Esther Lagler, Nicole Lussi und Cornelia Portmann mit «Die Holzwürmer» das Publikum. Mit «Baby Elephant Walk» von Henry Mancini, der «Fuchsgraben Polka» von Karel Vacek und mit nicht minder herrlich gespielten Zugaben einen unvergesslichen Musik-Genuss abzuschliessen, zu dieser Parforceleistung ist jedem einzelnem Interpreten und dem Dirigenten zu gratulieren.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.03.2012

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schwyzkultur.ch/dHvCaU