Erwin Füchslin (links) zusammen mit den beiden «Specialguests» Susan Orus und Kurt Ackermann, begleitet von der Let’s Go Big Band. Bilder Franz Kälin
Erwin Füchslin (links) zusammen mit den beiden «Specialguests» Susan Orus und Kurt Ackermann, begleitet von der Let’s Go Big Band. Bilder Franz Kälin
Die Let’s Go Big Band zusammen mit dem Zurich Gospel Choir auf der Bühne im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben. Fotos: Franz Kälin
Die Let’s Go Big Band zusammen mit dem Zurich Gospel Choir auf der Bühne im Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben. Fotos: Franz Kälin

Musik

Die wundervolle Welt der Musik

Dass 25 Jahre einem nichts anhaben können, wenn man mit Können und anhaltender Begeisterung dabei ist, bewiesen Erwin Füchslin und seine Band am Samstagabend im Kultur- und
Kongresszentrum Zwei Raben eindrücklich.

Ich erinnere mich gerne an ihn, den jungen Burschen und Nachbarssohn, der schon damals im Quartier Zettel aufhängte, wenn ein Anlass, natürlich durch ihn organisiert, stattfand. Sein Feuer für eine Sache war da schon spürbar. Viel später, 1992, war er, ein junger Bursche, zusammen mit «Chnuspi» und einem Kollegen mit dem «Waldstatt-Echo» auf jener legendären Südamerika-Tournee – mit dem Alphorn. Er war ein begeisterter Musiker – schon damals. Im gleichen Jahr gründete der Jungspund seine Big Band – und da war Walter Kälin, alias «Chnuspi», wieder dabei. Eine Männerfreundschaft, die bis heute hält. Beide sind sie begeisterte Musiker, beseelt von einem inneren Feuer. Und dieses Feuer beheizte und beheizt bis zum heutigen Tage viele weitere Musiker. So ist die Band ein Verein mit allem, was dazu gehört, klein, aber fein.

Seit 1992 viele Konzerte

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens kam die Band in der Region zu etlichen Auftritten. 1994 folgte mit den Radioauftritten anlässlich der Zugermesse und der Sendung «Zoogä-n-am Booge» der erste Höhepunkt in einer langen Reihe von Galaauftritten mit bekannten Sängerinnen und Sängern sowie renommierten Orchestern. Ja, und jetzt sind 25 Jahre um. Einige Musiker der ersten Stunde traten zurück. Die Lücken konnten aber immer wieder mit neuen Leuten geschlossen werden. Und die Leute und ihr Bandleader verstehen ihr «Handwerk». Sie haben es in dem Vierteljahrhundert auf eine hohe musikalische Stufe geschafft.

Funktionierende «Soundmachine»

Nun aber zum Jubiläumsabend. Ein schönes Bild gaben sie ab, die Musiker, wie sie im Anzug mit roter Fliege die Bühne betraten. Äh, rote Fliege? Nicht für alle. Der Maestro, Erwin Füchslin, machte die Ausnahme. Er «schmückte» sich mit einem Flieger in schwarz. Nun genug der Albernheiten! Das Orchester begeisterte gleich zu Beginn mit Swing – präzis, alles sitzt. Die «Soundmachine» rollte von nun an durch den Abend, nahm die Besucher auf eine ausdrucksstarke Reise. Nostalgie war angesagt mit Benny Goodman und Glenn Miller. Der Bühnenhimmel voller Sterne passte perfekt zur «Moonlight-Serenade». Nun folgte der erste Auftritt der in Schindellegi wohnenden Sängerin Susan Orus. Mit ihrer geschmeidigen, klaren Stimme und ihrem einnehmenden Äusseren hatte sie Orchester und Publikum sofort auf ihrer Seite. Sie hatte noch weitere Auftritte, ein paar auch im Duett mit Kurt Ackermann, mit dem sie beispielsweise den 1967er-Nummer- Eins-Hit von Lee Hazlewood und Nancy Sinatra, «Something stupid » zum Besten gab. Soloauftritte als Sänger hatte an diesem Abend der aus Balzers kommende Kurt Ackermann. Er hatte hin und wieder Mühe, sich gegenüber dem Orchester zu behaupten, was dann meines Erachtens nicht mehr funktionierte: Er sang den Frank-Sinatra-Welthit aus dem Jahr 1968, «My Way». Dieser Song, den man von Sinatras unverkennbarer, kantiger, ausdrucksstarker Stimme immer noch im Ohr hat, ist ein gefährlicher Song zum Nachsingen. Entweder kopiert man Frank Sinatra perfekt, oder man gestaltet ihn völlig um und gibt ihm ein zweites, anderes Leben. Das war hier ganz klar nicht der Fall. Ich möchte hier ein Beispiel erwähnen, bei dem dies mustergültig gelang. Da brachten 1967 die «Beatles» «With a Little Help from My Friends». Ein Jahr später sang Joe Cocker seine ganz eigene Version dieses Hits, der 1969 in Woodstock zu einer Hymne wurde – eben dadurch, dass dieser Hit sich diametral vom Original unterschied. Bei «My Way» nützte auch die sichere Führung durch das Orchester nicht viel. Man vermisste da den auch schon mit der Band aufgetretenen Stefan Berger. Nun genug des Jammerns, denn der nächste «Specialguest», der «Zurich Gospel Choir», begeisterte mit Gesang und Tanz durchs Band. Kein Wunder, sind die mit ihrer Power schon an ganz grossen Orten mit grossen Künstlerinnen und Künstlern aufgetreten – und jetzt auch in Einsiedeln!

Jazzige Volksmusik

Fast logisch war, dass «Chnuspi» mit seinem Alphorn im Volksmusik- Block seinen Solo-Auftritt bekam. Jazzige Volksmusik,

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

26.09.2017

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schwyzkultur.ch/wisxTF