Der Wirtechor verabschiedet sich von Franz Hensler und heisst Rita Kälin willkommen (beide in der Bildmitte). Foto: zvg
Der Wirtechor verabschiedet sich von Franz Hensler und heisst Rita Kälin willkommen (beide in der Bildmitte). Foto: zvg

Musik

Dirigentenwechsel beim Wirtechor Einsiedeln und Umgebung

Franz Hensler hat sich vom Wirtechor Einsiedeln und Umgebung verabschiedet. Gleichzeitig durften die Sänger mit Rita Kälin dessen Nachfolgerin willkommen heissen.

Während 16 Jahren dirigierte Franz Hensler den Wirtechor Einsiedeln und Umgebung. Es war ihm mit seinen musikalischen Talenten gelungen, die singenden Wirte zu vielen Erfolgen zu führen. Auch mit seinen 82 Jahren beherrscht er immer noch sein geliebtes Piano und bemerkt jeden falschen Ton bei den Sängern. Doch alles hat seine Zeit und Franz Hensler wollte abgelöst werden. Dass ihm aber der Wirtechor ans Herz gewachsen war, bekundete er damit, dass er sich um eine gute Nachfolgschaft kümmerte. In der Person von Rita Kälin stellte er eine neue Kraft vor, die auch gleich eine erste Probe durchführte, um sich gegenseitig zu beschnuppern.

Mit Applaus aufgenommen

So geschehen am Dienstag, 21. März, im Hotel Linde mit dem Resultat, dass die zukünftige Dirigentin von den Sängern mit viel Applaus herzlich aufgenommen wurde. Im Anschluss an die Probe liess es sich Geri Nussbaumer vom Hotel Linde nicht nehmen, und bekochte seine Sängerkollegen mit einem unübertrefflichen Lammessen.

Laudatio für Hensler

In einer Laudatio wurde Franz Hensler geehrt und nochmals die vergangenen Erlebnisse und Erfolge durchgegangen. Kernpunkte waren natürlich die Schweizerischen Wirtechortreffen, die alle drei Jahre stattfinden; so 1998 Zug, 2001 Einsiedeln, 2004 Zürich, 2007 Basel und 2010 Thun. Hinzu kamen die alljährlichen Auftritte an den General- und Delegiertenversammlungen der Wirte, die verschiedenen Geburtstagsfeiern und – was eben auch zum Leben gehört – die Beerdigungen von Josef Heinzer (Seeblick) und Hugo Kälin (Linde). «Immer konnten und durften wir Freude und Begeisterung bringen und erleben, so steht sinnigerweise auf dem Lieder-Taschenbuch, was wär das Leben ohne Lied. All das war, lieber Franz, Dein Verdienst und wir, wir können Dir für alles nur ein einfaches aber von ganzem Herzen kommendes Dankeschön sagen» (aus der Laudatio).

Leise Wehmut schwebt mit

Bei der Übergabe eines Blumenstrausses für seine Frau Trudi und einigen kleinen Geschenken an ihn, schwebte doch leise Wehmut in den Sängerherzen. Franz Hensler bedankte sich für die Ehre und bemerkte, dass er eigentlich nur dank seines damaligen Freundes Hugo Kälin die Leitung übernommen habe. Aber es hätte sich mehr als gelohnt und es sei für ihn eine schöne und frohe Zeit gewesen und er werde gerne auch in Zukunft, wenn es nötig sei, Aushilfe machen oder ganz einfach dabei sein. Mit dem Film von Josef Holdener, der die Wirtechörler an die Erlebnisse der Wirtereise vom April 2002 in den Tessin erinnerte, kam wieder die gewohnt frohe Stimmung auf. Die Verabschiedung war ein würdiger und schöner Abend, den ihm die Wirte bescherten.

Einsiedler Anzeiger

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  • Musik

Publiziert am

25.03.2011

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