Mors (links) und Alex produzierten den Song und das dazugehörige Musikvideo «Dörfligeischt». Bild Kim Kühne
Mors (links) und Alex produzierten den Song und das dazugehörige Musikvideo «Dörfligeischt». Bild Kim Kühne

Musik

«Dörfligeischt» als Youtube-Hit

Auf Youtube wird ein Videoclip rauf und runter geschaut. Mit «Dörfligeischt» schafften Alex van Boeghem und Philip Mraz einen Hit über Einsiedeln.

Philip Mraz, besser bekannt als Mors, geht momentan an Krücken. Grund dafür ist aber nicht sein Sturz auf der Klostertreppe während den Dreharbeiten, sondern ein Sportunfall. Der Clip «Dörfligeischt» ist voll mit witzigen Anekdoten über Einsiedeln und seine Bewohner. Der Song entstand in Zusammenarbeit mit Alex van Boeghem, der mit Hotcup- Produktion bereits einige erfolgreiche Musikstücke produziert hat. Schaut man das Musikvideo «Dörfligeischt », erahnt wohl kaum einer, dass sich Mors undAlex erst seit letztem Herbst kennen. Damals wollte Mors eigentlich nur die Verpackung eines Mischpultes entsorgen. Dabei traf er auf den heute 35-jährigen Alex. «Ist es gut?» fragte der leidenschaftliche Musikproduzent, welcher dort als Recyclist tätig ist. Die beiden waren sogleich auf der selben Wellenlänge und kamen schnell ins Gespräch.

«Ein lässiges Dorf»

Aus dieser zufälligen Begegnung entstand eine tolle Zusammenarbeit. Die zwei hatten bereits einige Songs zusammen gemacht, als Alex seinem Kollegen Mors eine Melodie zeigte und fragte, ob er dazu etwas machen wolle. Es war das Instrumental von «Dörfligeischt», welches Alex bereits vor drei Jahren komponiert hatte. «Mir gefiel die Melodie, aber ich wusste nicht, wozu ich sie gebrauchen könnte», so der junge Einsiedler. Gemeinsam mit Mors kam ihm die Idee, einen Song über Einsiedeln zu machen. Schliesslich haben beide einen Bezug zu Einsiedeln. Alex lebt seit einigen Jahren hier. Mors hingegen kennt das Dorf aus seinen Kindheitstagen und wuchs hier auf, ehe er vor drei Jahren nach Lachen zog. «Einsiedeln ist ein lässiges Dorf mit vielen Möglichkeiten», so Alex. Der Musikproduzent schätzt, dass sich im Dorf alle kennen. Auch Mors kann dieseAussage nur unterstützen. «Einsiedeln hat einen eigenen Geist», meint der 34-jährige Gärtner. Und genau diesen einzigartigen Geist, den «Spirit of Einsiedeln», wie sie ihn auch nennen, wollten die jungen Musiker im Song «Dörfligeischt» festhalten.

Rundgang durch Einsiedeln

AlsAlex und Mors eines Nachmittags mit den Dreharbeiten zum Video «Dörfligeischt» begonnen hatten, wussten sie noch nicht genau, was dabei herauskommen würde. Die zwei haben einen Rundgang durch Einsiedeln gemacht und Personen gefilmt, die ihnen zufällig begegnet sind. Einzig den allseits bekannten «Ross Max» wollten sie unbedingt im Video haben. «Der Ross Max ist ein waschechter Einsiedler, der darf in unserem Clip über Einsiedeln einfach nicht fehlen», fand Mors.

Fahrlehrer raucht Krumme

Eine immer wieder auftauchende Person im Musikvideo ist ein junger Mann, der eine Krumme raucht. Dieser wurde vom Fahrlehrer Patrick Bisig gespielt, einem Freund von Alex. «Eigentlich sollte Patrick nur einen kurzen Auftritt haben, da er aber so lustig war, drehten wir mehrere Szenen mit ihm», erklärt Alex. Auch der Rest des Videos kam spontan zustande. So war es nicht geplant, dass Mors ein Bier trinkt. «Ich hatte einfach Lust auf ein Bier», erklärt der Lachner. AufYoutube wurde das Musikvideo «Dörfligeischt» rund 4800 Mal angeschaut. Aufgrund des enormen Anklangs und der zahlreichen positiven Feedbacks für den etwas anderenWerbefilm planen die beiden eine Fortsetzung. Dieses Mal soll der Videodreh jedoch etwas professioneller ablaufen. Zudem sollen auch mehr Leute aus dem Dorf miteinbezogen werden. Man darf also gespannt sein und sich auf einen «Dörfligeischt 2» freuen.

Das Musikvideo über den lustigen Werbefilm von Einsiedeln findet man aufYoutube unter «Mors Dörfligeischt (Hotcupproduktion)». Unter www. mx3.ch/Hotcupproduktion steht der Song als gratis Download bereit.

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

07.08.2014

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schwyzkultur.ch/ScHv4Y