Die Stimmengruppe des Kinderstreichorchesters unter der Leitung von Bernard Corazolla. Bild Martina Reichmuth
Die Stimmengruppe des Kinderstreichorchesters unter der Leitung von Bernard Corazolla. Bild Martina Reichmuth

Musik

Drei Orchester spielten im Einklang

Passend zur Jahreszeit luden vorgestern Sonntag die Streichorchester der Stifts- und Musikschule Einsiedeln zu einem besinnlichen Konzert ins Alte Schulhaus. Die Musikstücke reichten von Klassisch, über Rag Time bis zur Musik des Animationsfilms «Polar Express».

Matinee der Stifts- und Musikschule Einsiedeln

Um 10.30 Uhr begrüsste André Ott, Leiter der Musikschule Einsiedeln, alle anwesenden Eltern, Verwandten, Bekannten und Interessierten zum Gemeinschaftskonzert der drei Orchestergruppen, welche seit gut zwei Jahren in die-ser Form bestehen. Seit Anfang 2012 wird nämlich die Jugendorchesterausbildung der Musikschule und das Wahlfach «Schülerorchester» der Stiftschule gemeinsam angeboten. Bereits der ehemalige Jugendorchesterleiter Meinrad Küchler hat ein paar Projekte mit dem Streichorchester der Stiftschule initiiert, und weil die Nachfrage an Streichinstrumenten an der Stiftsschule eher kleiner geworden ist, bot dies eine gute Lösung.

Debüt für die Jüngsten

Der Auftakt des Konzerts durften die jüngsten der Streicher mit dem Lied «Schneeflöckchen» machen. Für einige von ihnen war dies das erste Konzert in der Gruppe, dementsprechend waren sie davor auch etwas nervös. Unter der Leitung von Myrtha Albrecht-Indermaur konnte die Gruppe von insgesamt 13 Kindern im Alter von sieben bis zwölf Jahren zeigen, dass man be reits nach einem Jahr Instrumentalunterricht in einem Orchester mitspielen kann.

Die insgesamt vier eingeübten Stücke verschiedener Komponisten waren zwar kurz, aber erforderten von allen Kindern die ganze Konzentration, damit man miteinander spielte und auf der eher engen Bühne nicht seinen Nachbarn mit dem Bogen störte. Obwohl die kleinen Geigen, Bratschen und Celli noch nicht ganz klangsicher tönten, wurden die Musiker der Streichergruppe nach einer gezupften Version des Liedes «Schneeflöckchen» als Zugabe mit grossem Applaus belohnt.

Fortgeschrittenes Niveau

Das Kinderstreichorchester unter der Leitung von Bernard Corazolla setzte das Konzert mit vier Stücken des ungarischen Komponisten Béla Bartók fort. Bereits beim ersten Lied merkte man, dass die elf Kinder im Alter von etwa 11 bis 13 Jahren schon erfahrener und treffsicherer im Umgang mit ihrem Instrument waren. Somit wagte sich Bernhard Corazolla mit dem letzten Stück, dem «Music School Rag», an ein rhythmisch etwas kniffligeres Lied, welches während den Proben häufig für Schimpfereien sorgte.

Dennoch war die Freude bei Bernhard Corazolla gross, dass diese Herausforderung von allen angepackt wurde und sie es auf das Konzert hin doch noch geschafft haben, das Stück zum Besten zu bringen. Als Zugabe stimmte das Lied «Stille Nacht, heilige Nacht» die Zuhörer auf die kommende Zeit ein. Obwohl dieses erst am Vortag als Zugabe eingeübt wurde, merkte man nicht, dass einige Kinder noch etwas unsicher waren.

Schon fast wie Pro.s

Als Highlight des Konzertmorgens durfte die älteste Gruppe, nämlich das Jugendorchester der Stifts und Musikschule, unter Beweis stellen, dass sie alle das Zeug zum Solisten haben. Denn bei gerade mal neun Musikern, welche nicht nur Streichinstrumente, sondern auch noch Querflöte, Horn und Klavier spielten, bestand die Besetzung der verschiedenen Stimmen aus meist nicht mehr als einem Kind.

Dies war auch der Grund, welche den Leiter dieser Gruppe, Michael Köck, dazu veranlasste, das Arrangement für die gespielten Stücke teils selber umzuschreiben. Nach dem Concerto grosso Nr. 8, dem Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli, spielten die neun Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren, drei Titel aus dem Weihnachts-Animationsfilm «Polar Express». Das Lied «Believe» wurde schliesslich nochmals als Zugabe vorgetragen. Dieser Titel zeigt zum Schluss des Konzertmorgens nicht nur den eigentlichen Inhalt, nämlich dass man den Glauben an Weihnachten bewahren soll, sondern auch, dass man es schon nach wenigen Jahren Musikunterricht mit etwas Glauben an sich so weit bringen kann.

Disziplin und Geduld verlangt

Am Ende der Orchester-Matinee bat André Ott alle Musiker nochmals versammelt auf die Bühne, um sich im Namen der drei Orchesterleiter mit einem süssen Geschenk bei den Kindern für den gelungenen Morgen zu bedanken. Denn all diese Lieder wurden neben der Schule und dem eigentlichen Instrumenta

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.12.2013

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schwyzkultur.ch/EemuwE