Die Musikanten und Musikantinnen der Studentenmusik zeigten unter der Leitung von Lukas Meister eine Glanzleistung. Foto: Franz Kälin
Die Musikanten und Musikantinnen der Studentenmusik zeigten unter der Leitung von Lukas Meister eine Glanzleistung. Foto: Franz Kälin

Musik

Ein Konzert, das viel Freude bereitete

Unter der Leitung von Lukas Meister konnte im Theatersaal des Klosters Einsiedeln ein eindrückliches Konzert der Studentenmusik erlebt werden.

Als Laetare-Konzert war die Aufführung der klösterlichen Studentenmusik übertitelt. Was heisst eigentlich «Laetare», wird sich schon mancher gefragt haben. Es handelt sich dabei um den vierten Fasten- oder Passionssonntag. Dieser Tag wird auch Freudensonntag genannt. Als ob die Blasmusikformation ein sichtbares Zeichen dazu setzen wollte, präsentierte sie am vergangenen Samstag ein Konzert, das viel Freude bereitete.


Die Aufführung


Lukas Meister hat als Musikleiter ein Programm zusammengestellt, das von den überraschend präzise aufspielenden Gymnasiasten unseres Klosters, der Stufe entsprechend, meisterhaft bewältigt wurde. Die 32 Musikanten spielten auf, dass der Zuhörer zeitweise glaubte, sie könnten in ihrem Spiel durch nichts erschüttert werden. Der Generation der Aufführenden entsprechend waren Stücke zu hören, die aus der aktuellen Musikliteratur entnommen wurden. Dass diese so trefflich dargeboten wurden, ist ein anerkennungswürdiges Verdienst des präzise führenden Dirigenten. Der Vorgabe entsprechend, hörten die aufmerksam lauschenden Gäste zu Beginn ein Medley von Andrew Lloyd Webber. Als Trompeten-Solist meisterte Timo Zosso seinen Part im «Boogie Woogie Bugle Boy» trotz seiner Jugend meisterhaft. Ein wenig mehr Schmiss hätte die Darbietung noch gesteigert. Der Musikleiter führte mit mancherlei Informationen zu den Stücken durch das unterhaltsame Programm. So wusste er zu berichten, es sei wohl wenig bekannt, dass zu «The Pink Panther» zuerst die Musik geschrieben wurde, ehe diese ein paar Jahre später als Unterlage zum bekannten Comic eingespielt wurde. Einem Einschub glich das Holzbläserensemble, unter der Leitung des Musikschulleiters des Bezirks, Adrian Meyer. Die Formation bestand aus zehn Saxophons, zwei Klarinetten und einer Querflöte, was, obwohl besonders klingend, an die Bündner- Volksmusik zu erinnern wusste. Die anspruchsvoll klingende Komposition «Malojawind» von Ueli Moser vermochte mit ihrem Wechsel in der Melodievariation zu verdientem Applaus herauszufordern. Von traditionellen Trommeln begleitet, vermochte «Samba Orfeo» das Bild von südamerikanischen Tänzern in manchem Zuhörer wachzurufen. Etwas Besonderes liess sich Lukas Meister zu «Drum Major Man» einfallen. Es blieb nicht bei der Vorführung von drei ordonnanzähnlichen Trommeln. Der Dirigent forderte die Gäste auf, den auf dem Programmzettel abgedruckten Text stehend mitzusingen. Dies wirkte, als ob es gelten sollte, die Nationalhymne zu singen. Mit Begeisterung nahm die Zuhörerschaft diese Herausforderung an.


Eine besondere Verabschiedung


Dass es in einer solchen Formation jährlich auch zu Verabschiedungen kommt, liegt an der Altersstufe der Musikanten. Dieses Jahr sagten fünf junge Burschen dem Korps «Valet ». Sie taten dies nicht einfach mit einem Abschieds-Händedruck. Sie dokumentierten die tolle Zusammenarbeit mit ihrem überzeugenden Musikleiter mittels origineller Geschenke, denen sie dazu passende Kommentare beimischten. Ihren Dank ergänzten die fünf jungen Musikanten mit einem eigens eingeübten Potpourri. Diese einfallsreiche Dankesform wurde denn auch mit viel Beifall vonseiten der Musikkameradinnen und -kameraden sowie von viel beipflichtendem Applaus des Publikums unterstützt. In seinen Begleitworten erwähnte der Musikleiter, dass der nie abreissende Kontakt zu Ehemaligen das Musikkorps zu immer wieder neuen Leistungen herausfordern würde. Die erwähnten Stücke sind nur Ausschnitt aus einem Programm, aus welchem zum Schluss vom Publikum mittels begeistertem Beifall mehrere Zugaben gefordert wurden.


Einsiedler Anzeiger / heka

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.04.2018

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schwyzkultur.ch/d4YP2s